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Eine virtuelle Zeitreise durch die Welt der Päpste
"Die Welt der Päpste in 3D"
Animabit Multimedia Software GmbH
Einführungspreis 48 EUR brutto + 2,50 EUR brutto Porto bei Versand
Bestellung bei info@animabit.de
Eine virtuelle Zeitreise durch die Welt der Päpste
"Die Welt der Päpste" lässt Sie in eine virtuelle Welt eintauchen, in der
Sie die Kirchengeschichte dreidimensional ganz neu erleben können. Mit 3D
Animationen wird die Geschichte aller Päpste wieder lebendig.
Sie können den
Petersplatz und den Petersdom interaktiv erleben. In 20 Themenräumen wird das
Papsttum vorgestellt.
Eine Zeitreise führt Sie zu markanten Schwerpunkten der
Geschichte des Papsttums im Zeitenmeer.
Im Labyrinth machen Sie sich auf die
Suche nach den Papstschlüsseln. Auf dem Kapellplatz in Altötting erleben Sie mit
Papst Benedikt das geistliche Zentrum, das ihn geprägt hat.
Alle 265 Päpste
und ihr Wirken sind in ebenso vielen Räumen mit vielen Bildern und Texten dokumentiert.
Alle Räume können über Internet aktualisiert werden. Lexikonartikel zu allen 265
Päpsten und Links ins Internet eröffnen Ihnen zielführende Erkundungstouren ins
Internet.

Die DVD bietet einen neuen Ansatz in 3D für alle Alterstufen.


Weitere Informationen unter http://www.animabit.de/multimedia/papst/
Der Petersplatz (mit Rot-Blau-Brille betrachten!)
Insbesondere diese Verbindung soll den
bevorstehenden Besuch des Papstes Benedikt XVI. in Bayern im September 2006
begleiten und einen Dialog mit den vielen Hundert Tausend Besuchern bei den
Weltjugendtagen ermöglichen.
Die Papst-Dokumentation soll, so ihre Initiatoren
Diplom Theologe Franz Böhmisch und Diplom Ingenieur (FH) Hans Käser, dazu
beitragen, die Historie des Papsttums und ihre zentrale Bedeutung für die
Entwicklungs-Geschichte Europas und anderer Länder bis in unsere Zeit
transparent und nachvollziehbar werden zu lassen. Die DVD soll Auftakt für einen
neuen Dialog mit den Kirchen sein und die Papst-Fan-Gemeinde für eine Community
Plattform begeistern, auf der auch zwischen den Kirchentagen Antworten zu Fragen
unserer Tage ausgetauscht werden können.
Was wäre dazu besser geeignet, eine so große und
umfassende Aufgabe anzugehen, als der Einsatz der modernsten Medien mit ihren
schier unbegrenzten Kommunikationsmöglichkeiten. Die Branche verfügt heute
bereits über 3D Technologien, die virtuelle Welten, Darstellungen, Gegenstände
photorealistisch abbilden und so das Abtauchen in eine längst vergangene Zeit
überzeugend in die Gegenwart holen. 3D Technik ist heute bereits multimedial,
interaktiv zu nutzen und über das Internet zu verbreiten - in bester
Wiedergabequalität. Einer großen Verbreitung 3 dimensionaler Botschaften in
virtuellen Welten, selbst aus längst vergangenen Epochen, steht also nichts im
Wege. (nb)
Weitere Informationen unter [http://www.animabit.de]
Animabit-logo in Stereo 3D (mit Rot-Blau-Brille betrachten!)
Einst ging der Vatikan bis Bayern
Wenn im September Papst Benedikt der XVI seine bayrische
Heimat besucht und in Altötting Tausende von Katholiken mit ihm ein Fest des
gemeinsamen Glaubens feiern, dann könnte er nur wenige Kilometer entfernt jene
Orte besuchen, die Jahrhunderte lang zum „patrimonium sanctae ecclesiae Petri“
gehörten, frei übersetzt zum „väterlichen Erbe der Heiligen Kirche Petri“, aus
dem später der Kirchenstaat und nach dessen Zerschlagung der Vatikanstaat
hervorging. Das „patrimonium Petri“ erwuchs aus Schenkungen frommer Christen an
den Papst als dem Nachfolger des Petrus. Diese Güter wurden dem Papst als „Gut
der Armen“ (res pauperum) anvertraut. Aus dessen Erträgen konnte die Kirche von
Rom die Unterstützung der Armen finanzieren.
Wie der
Reichersberger Chorherr Philipp Werner Schachinger zeigen konnte, gehörten drei
bayrische Gemeinden, eine in unmittelbarer Nähe von Altötting (Winhöring) und
zwei im heutigen Österreich gelegen (Münsteuer und Wolinbach), bis ins
Hochmittelalter zu diesem „patrimonium petri“.
Verwaltet wurden diese Gemeinden im Auftrag des Papstes durch die Bischöfe von
Salzburg und Bamberg.
Die einst
päpstliche Pfarrei St. Peter und Paul in Winhöring, ca. 10 km von Altötting
entfernt, wurde in einer Schenkungsurkunde 1018 dem Bischof von Bamberg
anvertraut, gehörte später zur Diözese Salzburg und seit 1822 zur Diözese
Passau.
Die Pfarrei St.
Peter in Münsteuer (von lat. „monasterium“) liegt zwischen Passau und dem
Augustiner Chorherrenstift Reichersberg am Inn und wird von den Chorherren
dieses Klosters betreut. In der Pfarrkirche St. Peter befinden sich zwei der
ältesten Petrusdarstellungen Österreichs – eine romanische und eine gotische
Plastik von herausragender Qualität. Um die kleine Dorfkirche, die auch noch
weitere herausragende Kleinode in sich birgt, zu besuchen, muss man den Messner
in der Nachbarschaft aufsuchen oder vorher das Kloster Reichersberg
kontaktieren.
Die Diplomarbeit von Philipp Schachinger ist zum Nachlesen auf der Animabit DVD enthalten.
[http://www.animabit.de]
Die Geschichte der Tiara (mit Rot-Blau-Brille betrachten!)
Liste der Päpste
©
Animabit Multimedia Software GmbH
Animabit 3D-DVD "Die Welt der Päpste"

Eine virtuelle Zeitreise durch die Welt der Päpste
"Die Welt der Päpste" lässt Sie in eine virtuelle Welt eintauchen, in der Sie die Kirchengeschichte dreidimensional ganz neu erleben können. Mit 3D Animationen wird die Geschichte aller Päpste wieder lebendig.
Sie können den Petersplatz und den Petersdom interaktiv erleben. In 20 Themenräumen wird das Papsttum vorgestellt.
Eine Zeitreise führt Sie zu markanten Schwerpunkten der Geschichte des Papsttums im Zeitenmeer.
Im Labyrinth machen Sie sich auf die Suche nach den Papstschlüsseln. Auf dem Kapellplatz in Altötting erleben Sie mit Papst Benedikt das geistliche Zentrum, das ihn geprägt hat.
Alle 265 Päpste und ihr Wirken sind in ebenso vielen Räumen mit vielen Bildern und Texten dokumentiert. Alle Räume können über Internet aktualisiert werden. Lexikonartikel zu allen 265 Päpsten und Links ins Internet eröffnen Ihnen zielführende Erkundungstouren ins Internet.
Petrus (Hl.)1,
Petrus (Hl.),
Simon,
,
33(?)-67(?),
,
Das Petrusamt geht auf die Erwählung des Apostels Petrus durch Jesus zurück. Jesus übertrug Petrus eine herausragende Rolle inmitten der Apostel. Man versteht die Institution des Papsttums am Besten, wenn man sich die neutestamentlichen Texte anschaut, die die Rolle des Petrus zum Thema haben. Diese Rolle des Petrus ist das Fundament für das spätere Amt des Papstes, das sich daraus entwickelt. Von Jesus gestiftete Beziehungen werden Strukturen der jungen Kirche. Petrus stammte aus Bethsaida am See Genezaret (Joh 1,44) und ging dort seinem Beruf als Fischer nach, zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder Andreas. Andreas war bereits Schüler des Johannes des Täufers, des berühmtesten Bußpredigers seiner Zeit, gewesen - das wird wohl auch ein Licht auf Simon Petrus werfen. Nach dem Johannesevangelium ist es Andreas, der seinen Bruder Petrus auf Jesus hinweist. Von daher rührt die Benennung des Andreas als des "Erstberufenen" in der orthodoxen Kirche bis heute. Die anderen drei Evangelien schildern Petrus als denjenigen, den Jesus als ersten zusammen mit seinem Bruder Andreas erwählte. Das wesentliche ist jedoch, dass beide von Jesus erwählt wurden. Nicht die Schüler suchen sich ihren Lehrmeister, sondern der Lehrer Jesus beruft den Petrus. Jesus, Petrus und die Apostel Jesus wählte sich Männer und Frauen in seinen Jüngerkreis, da er sich gesandt fühlte, ganz Israel das Hereinbrechen der Gottesherrschaft zu verkünden. Seit er sich vom Kreis Johannes des Täufers abgelöst hatte, zog er mit seinen eigenen Schülern in Galiläa und Judäa umher. Aus diesem immer umfangreicher werdenden Jüngerkreis wählte er bewusst 12 Anhänger aus, die den engsten Kreis bilden sollten. Sie werden die zwölf Boten für ganz Israel sein, Gesandte an seiner Statt: Sie sollen allen 12 Stämmen, aus denen das ideale Israel besteht, das Hereinbrechen der Gottesherrschaft in diese Welt verkünden und es zur Erneuerung rufen. Mit dieser Zwölfergruppe erhob Jesus einen hohen Anspruch: Die Sendung des Jesuskreises ist an ganz Israel gerichtet, an das von Gott erwählte Volk. Er will keine Sondergruppe, keine Partei und auch keine neue Sekte gründen. Die Zwölf sind daher im Neuen Testament der Organisationskern, um den sich später die Kirche sammelt. Jesus hat in seinem Schülerkreis ganz bewusst solche Organisationskerne geschaffen, die sich dann später zu tragfähigen Strukturen weiterentwickeln konnten. Der engere Apostelkreis und die "Säulen" von Jerusalem Vereinzelt wählte sich Jesus aus dem Zwölferkreis drei aus, die er mit Ehrennamen benannte und zu besonderen Gelegenheiten mitnahm: Simon nannte er aramäisch Kepha (="Kaphas",griechisch Petros, der Fels), Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die er Boanerges nannte. Diese Drei hatte er bei der Verklärung auf den Berg mitgenommen. Im Markusevangelium werden die Berichte von diesem engeren Jüngerkreis mitgeteilt. Im Matthäus-Evangelium werden diese Passagen so umgeformt, dass der engere Jüngerkreis gar nicht mehr erscheint, sondern der EINE Apostel hervorsticht, den Jesus als Mitte und Fels inmitten der Zwölf gestellt hat: Simon Petrus. Nach dem Tod des Jakobus, des Sohnes des Zebedäus, der bereits 44 nach Christus als erster Märtyrer aus dem Kreis der Zwölf umgebracht worden war, nahm immer stärker ein anderer Jakobus dessen Leitungsrolle in der hebräischsprachigen Urgemeinde ein. Dieser Jakobus hat in der Bibel den Beinamen "Bruder des Herrn", weil er mit Jesus nahe verwandt war. Als später Paulus nach Jerusalem hinaufzog, um sein Evangelium mit dem der vorösterlichen Apostel abzustimmen, traf er dort die Urgemeinde an, die sich um den engeren Apostelkreis versammelt hatten. Paulus nennt im Gal diese drei als die "drei Säulen"(gr. "styloi"): Jakobus den "Herrenbruder", Simon Petrus und Johannes. (Zitat ThWNT styloi. ) Offensichtlich gab es also eine Kontinuität des engeren Apostelkreises der Drei auch nach der Auferstehung Jesu. Alle Evangelien bezeugen jedoch, dass EIN Apostel von Jesus in besonderer Weise berufen wurde: Simon, den Jesus "Kepha,Felsen" nannte - einen aramäischen Titel, den sogar die hellenistischen Christen voller Respekt als "Kephas" im Griechischen weiter verwendeten und dann später in das griechische "Petros" und das lateinische "Petrus" übertrugen. Paulus focht mit Petrus und den anderen Säulen in Jerusalem die Frage aus, wie sich die Kirche angesichts der Herausforderung der Missionierung der hellenistischen Welt und nicht nur Israels verhalten soll. Petrus scheint in diesen Auseinandersetzungen zwischen der stärker judenchristlich orientierten kirchlichen Gruppe um den Herrenbruder Jakobus und den heidenchristlichen Positionen um Paulus eine Vermittlerfunktion eingenommen zu haben. Paulus hat dem Petrus im Galaterbrief Wankelmütigkeit vorgeworfen, doch scheint Petrus seine Rolle als Vermittler und Brückenbauer zwischen den Positionen in Antiochien in ausgezeichneter Weise umgesetzt zu haben. Die christliche Mission ging mit den in Antiochien ausgehandelten Kompromissen in der Urchristenheit weiter, kam nach Rom und in die ganze Welt. Petrus der Fels "Du bist Petrus, und auf diesen Fels werde ich meine Kirche bauen". Im Markusevangelium wird Petrus herausgehoben als der Apostel, den Jesus selbst "Kepha" nennt. Mit dieser Bezeichnung für einen Menschen, der zugleich sehr oft als wankelmütig beschrieben wird, wird ihm etwas zugesprochen, was über sein Naturell hinausgeht. Das Matthäusevangelium bringt diese Rolle mit dem berühmten Text, der auch im Petersdom prangt, ins Wort: Mt 16,17-19. Petrus wird berufen (Mk 2,17) zu einem Gesandtendienst im Gefolge Jesu, um das Gottesreich zu verkünden. Zusammen mit den beiden Donnersöhnen wird Petrus von Jesus mitgenommen zu herausragenden Ereignissen in dessen Leben. Mt 10,2 belegt die Sonderstellung, die Petrus im Zwölferkreis einnahm. Petrus war es auch, der als Jüngersprecher ein Bekenntnis zu Jesus als dem Messias abgab, an das sich alle erinnerten. Er hat - wenn auch damals noch nicht in der Klarheit, was das am Ende bedeuten wird - als erster verstanden, dass Jesu Rolle über die Rolle eines Wundertäters und Predigers vom Reiche Gottes hinausgeht. Petrus, der Jesus von den Jüngern offensichtlich am längsten kannte, verleugnete - und auch das ist einhellige Überlieferung in der Bibel - am Ende des irdischen Lebens Jesu während dessen Gerichtsprozess seinen Lehrer und tat so, als kenne er ihn nicht. Dieses persönliche Scheitern ist jedoch aufgenommen in die mutige Rolle des Petrus nach der Auferstehung Jesu. Nach einhelligem Zeugnis der Bibel war Petrus der Erstzeuge der Auferstehung Jesu. Die Bibel nennt drei wesentliche Aufgaben, die Petrus in der Kirche hat: a) die Geschwister stärken (Lk 22,31f.) b) Binden und Lösen, Entscheidungen fällen und richten (Mt 16,7-9) c) und den Hirtenauftrag zur Sorge um alle Gläubigen (Joh 21,15-17) Beziehungen werden Strukturen Die Entwicklung von der Rolle des Petrus zum Amt des Papstes entspringt dem Transfer seiner Rolle in der Jüngergemeinschaft vor Ostern auf kirchliche Strukturen in der Zeit nach der Auferstehung Jesu. Dieses Prinzip, das man in der Kirchengeschichte oft beobachten kann, ist die nachösterliche Übertragung von Beziehungen aus der Bibel auf Strukturen: In Beziehungen Jesu zu Gott und den Menschen gründen die Strukturen der kirchlichen Organisation. Dieser Transfer ist bereits in der Bibel angelegt. Zum Beispiel wird Im Johannesevangelium, das erst gegen 100 als jüngstes der kirchlichen Evangelien geschrieben wurde, ganz offensichtlich in der Beziehung zwischen Petrus und dem "Jünger, den Jesus liebte" die innerkirchliche Struktur zwischen den Christgläubigen in den johannäischen Gemeinden und der Leitfigur der Gesamtkirche abgehandelt: Wenn auch der "Jünger, den Jesus liebte" zuerst zum leeren Grab kommt, so lässt er dem langsameren "Offiziellen" Petrus den Vortritt, ins Grab zu treten. Das Charisma orientiert sich an der innerkirchlichen Autorität. Da dieses Evangelium etwa 40 Jahre nach dem Tod des Petrus geschrieben ist, ist Petrus in dieser Geschichte als Chiffre für die innerkirchliche Autorität zu verstehen. Wer christlich glaubt, soll sich an diesen offiziellen innerkirchlichen Strukturen orientieren, sagt das vierte Evangelium, und holt damit die Menschen, die aus der Spiritualität leben, herein in die Strukturen der Kirche. Diese biblischen Texte zeigen damit auch, dass die Autorität des biblischen Petrus nicht mit seinem Märtyrertod abgestorben ist, sondern sich als bleibende Orientierung in der Kirche weiterentwickelte. Als die Kirche nach einem längeren Findungsprozess ihre Strukturen ausbaute, bekam daher das Petrusamt, das man in dem Bischof von Rom als dem Nachfolger des dort gemarterten Apostels Petrus erkannte, ab dem vierten Jahrhundert die zentrale Funktion in der Kirche, die es bis heute hat. Petrus als Leitfigur der Gesamtkirche ist Fundament für das Papsttum in dessen Leitungsfunktion der Gesamtkirche. Die Beziehungsstrukturen des Petrus im Jüngerkreis um Jesus herum sind Leitlinien für das Papstamt, die Leitung der Kirche in rechter Weise auszuüben. Es ist daher von solcher Wichtigkeit für alle in der Kirchenleitung wie auch allen Christgläubigen, in der Frage von Leitung und Gehorsam, Vielheit und Zusammenhalt in der notwendigen Einheit in die Bibel zu horchen und von dort zu lernen, wie Jesus Beziehungen in seiner Kirche möchte. Fels, Säulen und Apostel als Strukturkerne der christlichen Gemeinde müssen ihre Beziehungen untereinander nach dem Zeugnis der Beziehungen innerhalb des Jüngerkreises Jesu im Neuen Testament gestalten. Als die beiden Jakobus und Johannes, die Jesus mit Petrus als einen engeren Apostelkreis heraushob, sich in Machtfragen verstiegen (Mt 16), hat Jesus ihre Machtgelüste aufgenommen und umgekehrt: Wer unter Euch der Herrscher sein will, soll der Diener aller sein. Darin ist begründet, dass nach Papst Gregor I. die Päpste gelernt haben, sich als "servus servorum Dei" zu nennen. Diener der Einheit Nach den langen Irrwegen der Kirchengeschichte, die die Kirche oft und in viele Lager gespalten sieht, erkennt man in der Gegenwart immer mehr die Einheitsfunktion, die im Petrusamt angelegt ist. Die Bestärkung der Brüder (Lk 22,32), das Entscheiden und Leiten sind ein wichtiger Dienst für die Kirche. Die Vielfalt, die Jesus in den Strukturen der Gemeinde seiner Jünger angelegt hat, wird durch das Petrusamt gebündelt. ,
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Linus (Hl.)2,
Linus (Hl.),
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67(?)-79(?),
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Nach dem Katalog der römischen Bischöfe bei Irenäus von Lyon Adv. haer. III 3,3 der 1. Nachfahre des Petrus. Irenäus versucht ihn mit dem in 2 Tim 4,21 genannten Linus zu identifizieren. Alte Quellen geben die Zeit von 64-79 als Amtszeit an, der Liber Pontificalis jedoch gibt in der Folge des Liberianischen Kataloges die Jahre 56-23.9.67 an. Eine Schrift "Martyrium beati Petri Apostoli a Lino conscriptum" stammt erst aus dem 6. Jahrhundert (vgl. A. P. Frutaz, LTHK² 6,1068). ,
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Volterra,
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76,
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Nach dem Liber Pontificalis in Rom neben dem Grab des Hl. Petrus,
Legende,
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der Klagende (griech.),
23.09.,
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Anaklet I. (Hl. Anenkletos)3,
Anaklet I. (Hl. Anenkletos),
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79(?)-88(?),
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Sein Name Anaklet war im Griechischen ursprünglich Anenkletos, wurde später latinisiert auch Anakletus, Anacletus, Cletus, Anencletus geschrieben. Er erlitt in der zweiten großen Christenverfolgung unter Domitian das Martyrium. Seine Reliquien werden nach alter Tradition in der Kirche des Heiligen Linus in der Vatikanstadt aufbewahrt. Doch ist aus dieser Anfangszeit nur wenig sicheres überliefert: 'Die Berechnung von 12 Regierungsjahren (79?-90?) geht auf das 3.4. Jh. zurück u. ist ohne hist. Wert.' (G. Schwaiger, LThK² 1, 524). ,
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Rom ,
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88,
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Rom neben dem Grab des Hl. Petrus,
Legende,
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der Erlesene (griech.-latein.),
Cletus 26.04. + Anacletus 13.07.,
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Clemens I. (Hl.)4,
Clemens I. (Hl.),
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88(?)-97(?),
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Clemens I. (Clemens Romanus) war nach Eusebius (HE III 15 34, V 6), Irenäus (Adv. haer. III 3,3) und Hieronymus (Vir. ill. 15) von 92-101 Bischof von Rom, nach anderen sei er noch Petrusschüler gewesen. Er wird mit dem Autor des 1. Clemensbriefes in eins gesetzt. Er zeigt in seinem Brief an die Korinther Sorge um diese Ortskirche und ihren Streit um die abgesetzten Presbyter. Aus diesem Brief von Clemens I. ist die christliche Theologie in Rom 30 Jahre nach dem Tod der beiden Apostel Petrus und Paulus im Übergang von der neutestamentlichen zur nachapostolischen Zeit gut zu erkennen. Dieser Brief an die Korinther ist nicht in das Neue Testament aufgenommen worden, gehört jedoch unter die bedeutendsten Schriften der alten Kirche. Er belegt auch die Martyrien von Petrus und Paulus in Rom. 'Da C. nach der Legende mit einem Anker um den Hals in das Schwarze Meer versenkt wurde, wird er als Papst mit einem Anker dargestellt' (A. Stuiber, LThK² 2, 1222-1223,
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Rom in der Nähe des Kolosseums,
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97,
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Rom Kirche des St. Clemente,
soll als Märtyrer gestorben sein/keine Bestätigung antikster Quellen,
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1. Clemensbrief,
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der Sanftmütige (latein.),
23.11.,
,
In Bildern wird der Heilige Clemens oft als Papst mit einem Anker und einem Fisch gekennzeichnet, manchmal auch mit einem zusätzlichen Mühlstein, Schlüsseln, eine Quelle (die durch seine Gebete hervorgerufen wurde), oder einem Buch,
Patron von Solingen, Sevilla, Århus, Compiègne und der Krim,
der Seeleute, Hutmacher, Bergleute, Steinmetzen, Marmorarbeiter, (in der Steiermark:) der Holzfäller,
der Kinder,
bei Sturm und Gewitter,
gegen Wassergefahren und Kinderkrankheiten,
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Evaristus (Hl.)5,
Evaristus (Hl.),
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97(?)-105(?),
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Nach dem Liber Pontificalis hatte er einen jüdischen Vater aus Betlehem und stammte aus einer hellenisierten Familie. Seine Wahl fiel in die Zeit der zweiten großen Christenverfolgung unter Kaiser Domitian.
Alexander I. (Hl.)6,
Alexander I. (Hl.),
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105(?)-115(?),
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Nach Irenäus ist Alexander der fünfte Bischof von Rom in der Nachfolge des Apostels Petrus. Er erwähnt kein Martyrium, so dass die fälschliche Ineinssetzung mit dem Märtyrer Alexander wohl nicht haltbar ist, obwohl der Liber Pontificalis ihn als Märtyrer mit dem Presbyter Eventius und dem Diakon Theodulus nennt und sein Grab an der Via Nomentana belegt. Ansonsten ist von ihm wenig bekannt (vgl. G. Schwaiger, LThK² 1, 315). ,
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Rom (Viertel S. Lorenzo),
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115,
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Grabstätte an der Via Nomentana,
Verwechslung mit einem Märtyrer namens Alexander Grab 1855 auf der Via Nomentana,
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Der Wehrmann (griech.),
03.05.,
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Sixtus I. (Hl.)7,
Sixtus I. (Hl.),
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115(?)-125(?),
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Auch Sixtus wird erstmals in der Papstliste des Irenäus von Lyon erwähnt. Ursprünglich ist sein Name aus dem Griechischen als Xystos /Xystus (griech.: geschabt, geglättet) zu verstehen. Nach dem Liber Pontificalis wird sein Fest am 6.April gefeiert (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9, 808-809). ,
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Rom,
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125,
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Alatari hl. Überreste der Urne auf der Akropolis,
erster Bischof von Rom für den das Martyrium, wahrscheinlich unter Kaiser Hadrian, belegt ist.,
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Telesphorus (Hl.)8,
Telesphorus (Hl.),
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125(?)-136(?),
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Telesphorus lebte unter Kaiser Hadrian. Nach Irenäos v. Lyon (Adv. Haer. III 3,3) starb er als Märtyrer. Der Karmeliterorden verehrt ihn als Ordensheiligen, weil er auf dem Berge Karmel als Eremit gelebt haben soll. (vgl. Ekkart Sauser, BBKL XI (1996) 625).
Hyginus (Hl.)9,
Hyginus (Hl.),
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136(?)-140(?),
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In der Papstliste des Irenäus wir Hyginus als 8. Bischof von Rom nach Petrus aufgeführt. Im Liber Pontificalis steht Athen als Herkunftsort, wo er vorher als Philosoph gewirkt haben soll. (vgl.Kristina Lohrmann, BBKL II (1990) 1231-1232),
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Athen,
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nicht nachgewiesen,
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der Gesunde (griech. / latein.),
11.1.,
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Pius I. (Hl.)10,
Pius I. (Hl.),
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140(?)-155(?),
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Nach dem Muratorischen Fragment (aus dem 2. Jhdt.) sei er ein Bruder des Hermas, auf den die Schrift »Der Hirt des Hermas« zurückgeht, gewesen. Auch in den Bischofslisten des Irenäus und des Hegesipp wird er als Bischof von Rom aufgeführt. Zu seiner Zeit wurden in Rom heftige Auseinandersetzungen zwischen den Katholiken und gnostischen Sektierern im Gefolge von Markion, Valentinos und Kerdon geführt. (vgl. LThK² 8,528).
Aniketos (Anicet) (Hl.)11,
Aniketos (Anicet) (Hl.),
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155(?)-166(?),
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Die Theologen Hegesipp und Polykarp kamen unter Aniketos nach Rom, als auch der bedeutende Justin Valentin und Markion hier wirkten. Ein wichtiges Streitthema dieser Zeit war die Frage des Ostertermins, in der es zu keiner Einigung kam. (vgl. LThK² 1,562) Polykarp und Anicetus diskutierten das Datum des Osterfestes, welches die Kirche in Kleinasien zum jüdischen Passahfest am 14. Nisan feierte, während die römische Kirche stets den Tod Jesu am Freitag und die Auferstehung am Sonntag nach dem 14. Nisan feierte, da dies der Tag der Auferstehung des Herrn sei, weswegen auch der Sonntag der heilige Tag im Christentum ist. Anicetus und Polycarp konnten sich nicht einigen, doch Anicetus erlaubte Polycarp und der Kirche in Kleinasien (heutige Türkei), ihrer Tradition zu folgen. Diese Kontroverse flammte in den kommenden Jahrhunderten immer wieder auf.
Soter (Hl.)12,
Soter (Hl.),
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166(?)-175(?),
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Bei Eusebius HE IV 23,9-12 wird von einem Brief des Soter nach Korinth mit einigen Fragmenten daraus berichtet. (vgl. LThK² 9,893) Bischof Dionysius von Korinth schreibt in einem Dankesbrief an die Kirche von Rom: »Von Anfang an hattet ihr den Brauch, allen Brüdern auf mannigfache Weise zu helfen und vielen Gemeinden in allen Städten Unterstützungen zu schicken. Durch die Gaben, die ihr von jeher geschickt habt, da ihr als Römer einen überlieferten römischen Brauch festhaltet, erleichtert ihr die Armut der Dürftigen und unterstützt ihr die in den Bergwerken lebenden Brüder. Euer heiliger Bischof Soter hat diesen Brauch nicht nur festgehalten, er hat ihn auch noch erweitert, sofern er sowohl reichliche Gaben an die Heiligen verteilt als auch die (nach Rom) kommenden Brüder wie ein liebender Vater seine Kinder mit frommen Worten tröstet.« (Eusebius, Kirchengeschichte 4, 23, o, zitiert nach: Ekkart Sauser, BBKL XIV (1998) 1492-1493). Damit wird eine längere Verbindung seit dem 1. Clemensbrief zwischen diesen wichtigen alten christlichen Gemeinden bestätigt. Er wurde in der Calixtus-Katakombe in Rom begraben, wo er in der Katakombe mit den ältesten Papstgräbern bis heute ruht.
Eleutherus (Hl.)13,
Eleutherus (Hl.),
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175(?)-189,
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Für die römische Kirche seiner Zeit war die Abwehr der Häresien der Markioniten, der Valentinianer und der Montanisten eine große Herausforderung. Eleutherus war ein Grieche aus Nikopolis und ist der letzte Eintrag in der Papstliste des Irenäus von Lyon, der als Presbyther aus dem französischen Lyon ein Schreiben der Gemeinden von Vienne und Lyon nach Rom brachte und dort für eine friedliche Verständigung mit den Montanisten warb. Nachrichten im Liber Pontificalis von Missionskontakten nach Britannien sind Legende (vgl. Friedrich Wilhelm Bautz, BBKL I (1990)1488).
Victor I. (Hl.)14,
Victor I. (Hl.),
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189-199,
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Nach dem Kirchenvater Hieronymus war er aus Afrika, nach dem Liber Pontificalis aus Afrika. Bischof Viktor von Rom verlangt im Osterfesststreit von den kleinasiatischen Gemeinden die Übernahme der römischen Praxis und droht mit Kirchenausschluss. Seine Forderung nach Synoden in dieser Frage wird zwar trotz anderen Denkens der Bischöfe Kleinasiens befolgt. Auch die Exkommunikation des Theodotos drückt Viktors Selbstverständnis als Wahrer der Rechtgläubigkeit auch außerhalb Roms aus. Doch am Widerspruch aller anderen Kirchen und der daraufhin erfolgenden Aufhebung der Kirchengemeinschaft von Seiten Viktors ist der Versuch, den Primat der römischen Kirche zu einem juristischen des Bischofs zu machen vorerst gescheitert. (vgl. Hubert Jedin, Handbuch der Kirchengeschichte Bd. 1, Kap 26, 399ff). Da viele Bischöfe im Westen sich gegen die Exkommunikation der abtrünnigen Kleinasiaten aussprachen, darunter auch Irenäus von Lyon, nahm Viktor davon Abstand.(vgl. Euseb., h.e. V, 24, 9-17). Über einen Presbyter Hyazinth erhält Viktor Zugang zu Marcia, der christlichen Konkubine des Kaisers Commodus, mit deren Hilfe mehrere christliche Strafgefangene aus den Lagern Sardiniens befreit werden konnten (vgl.Josef Rist, BBKL XII (1997) 1334-1337). ,
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Afrika oder Italien,
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199,
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Rom,
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Keine Nachweise über die Angabe seines Martyriums,
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der Sieger (latein.),
28.7.,
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Zephyrinus (Hl.)15,
Zephyrinus (Hl.),
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199–217,
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war Römer,
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Er wird als Mann von wenig Intelligenz oder Charakterstärke beschrieben,
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20.12.217,
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Rom,
Via Appia, in der Nähe der Katakomben des Hl. Calixtus,
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"Von ihm ist aber die erste dogmatische Erklärung im Wortlaut überliefert: ""Ich weiß einen Gott, Jesu Christus, und außer ihm keinen anderen, der geboren ist und gelitten hat.""",
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der Westwind (griech./latein.),
20.12.,
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Kalixt I. (Hl.)16,
Kalixt I. (Hl.),
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217-222,
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Bischof Calixt bezieht als erster das Bibelwort "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen" (Mt 16,18f) auf den römischen Bischof als Nachfolger des Petrus und stellt eine Theorie des Primats sowohl der römischen Kirche als auch des römischen Bischofs auf. Bischof Cyprian von Karthago und mit ihm viele andere Gemeinden erkennen sehr wohl den Vorrang der röm. Kirche an, kennzeichnen aber den Vorrang des röm. Bischofs, im Bewusstsein dessen, dass er die "cathedra Petri" innehabe, als einen symbolischen, der die Einheit des Episkopats verbürge (vgl. Hubert Jedin, Handbuch der Kirchengeschichte Bd. 1, Kap 26, 399ff). Von ihm weiß man einiges aus dem Hauptwerk "Philosophoumena" seines Gegners Hippolyth, der ihn als ehemaligen Sklaven beschreibt, der im Geldwechslergeschäft seines Herrn das anvertraute Geld schlecht verwaltete, vor den christlichen Gläubigern und seinem Herrn fliehen wollte. Im Hafen gestellt stürzte er sich ins Meer, wurde jedoch seinem Herrn zurückgebracht. Später wurde er noch wegen der Störung des Gottesdienstes der jüdischen Gemeinde Roms angezeigt und verurteilt. Nach seiner Freilassung auf Fürsprache von Marcia wurde er von Papst Zephyrinus als Diakon nach Rom geholt und erhielt den Verwaltungsposten über den Friedhof, worauf bis heute die Bezeichnung "Calixtinische Katakomben" zurückgeht. Nach dem Tod des Zephyrinus wurde Kalixt zum Bischof von Rom gewählt. Er entwickelte eine Bußpraxis, die den Sündern die Wiederaufnahme in die Kirche erlaubte und nicht so rigoristisch war wie die seines Hauptgegners Hippolyth. Kalixt opponierte gegen die Unterordnung Christi unter Gott, die er bei Hippolyth am Werk sah und exkommunizierte Sabellius als Vertreter der Modalisten, die Christus und Gott nur als zwei Gestalten der einen Gottheit ansehen wollten (vgl. Friedrich Wilhelm Bautz BBKL I (1990) 858-859). ,
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Rom,
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Via Aurelia, auf dem Friedhof des Calepodius, wo sein Grab 1960 entdeckt wurde// später mit Fresken geschmückt.,
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Seine Amtszeit war zu Zeiten der römischen Kaiser Elagabal und Severus Alexander.,
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„der schönste“ (griechisch/lateinisch).,
14.10.,
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In der Kunst wird er meistens mit einer roten Robe und einer Tiara dargestellt oder mit einem Mühlstein um seinen Hals. Oft ist ein Brunnen in seiner Nähe.,
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Urban I. (Hl.)17,
Urban I. (Hl.),
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Er war der Sohn des Pontianus.,
222-230,
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Das Martyrologium des hl. Hieronymus (5. Jh.) bezeugt seine Bestattung in der Calixtus-Katakombe, wo eine Grabplatte mit der Inschrift seines Namens gefunden wurde. Die meisten sonstigen Angaben im Liber Pontificalis, in der Cäcilienlegende etc. sind späte Erfindungen und legendarisch. Da der Gedenktag des Hl. Urban am 25. Mai in die beginnende Rebenblüte fällt, gilt er als Patron der Winzer (vgl. Ernst Pulsfort, BBKL XII (1997) 924-925).
Pontianus (Hl.)18,
Pontianus (Hl.),
,
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230–235,
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Pontianus und andere Kirchenführer, darunter auch der römische Gegenbischof Hippolytus, wurden von Kaiser Maximinus Thrax nach Sardinien ins Exil geschickt. "Der Tag seines Verzichts ist das erste nach Tag und Monat gesicherte Datum der Papst-Gesch." (G. Schweiger). Aufgrund der Entbehrungen dort starben sie dort sehr schnell, so dass sie vermutlich "ad metalla" in ein Arbeitslager verbannt worden sind. An einem 13. August wurde er unter Papst Fabianus in Rom in der Calixtus-Katakombe in Rom beigesetzt. Sein Grab wurde in der Papstgruft der Calixtus-Katakombe beigesetzt, die Grabinschrift dort 1909 bei Ausgrabungen aufgefunden. (LThK² 6,612) ,
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Rom,
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28.09.235 im Catalogo Liberiano des IV. Jh. Verzeichnet,
29./30.09.235,
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Leichnam v. Papst Fabianus 236 oder 237 nach Rom gebracht und in den Calixtus-Katakomben beigesetzt. Grabstein mit Namen und Bischofstitel in griechischen Buchstaben wurde 1909 entdeckt.,
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Kaiser Alexander Severus, Nachfolger: Maximinus Thrax (Auslöser der Christenverfolgungen),
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„der Brückenmann“ (lateinisch),
13.08.,
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Anterus (Hl.)19,
Anterus (Hl.),
,
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235-236,
1 Monat 13 Tage,
Er wurde in der Calixtus-Katakombe in Rom bestattet, wo sein Grab 1854 wiederentdeckt wurde (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Anterus).
Fabianus (Hl.)20,
Fabianus (Hl.),
,
,
236-250,
14 Jahre 10 Tage,
"Eusebius von Caesarea berichtet, wie die Christen, die sich in Rom versammelt hatten, um einen neuen Bischof zu wählen, über dem Haupte Fabians eine Taube leuchten sahen. Fabian, ein Fremder in der Stadt, wurde dadurch für diese Würde erwählt und zum Bischof ernannt, obwohl es zahlreiche andere, starke Kandidaten für den vakanten Stuhl gab. Fabian starb als Märtyrer während den Verfolgungen Kaisers Trajanus Decius am 20. Januar 250. Er wurde in der Calixtus-Katakombe in Rom bestattet. Sein Sarkophag wurde 1915 entdeckt." (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Fabianus).
Cornelius (Hl.)21,
Cornelius (Hl.),
,
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251-253,
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Cornelius war vorher römischer Presbyter. Im Jahre 251 wurde er nach einer Sedisvakanz von über einem Jahr während einer kurzen Ruhephase der Christenverfolgung Kaiser Trajanus Decius' gewählt (Cyprian, Ep. 55). Novatian, ein begabter aber rigoristischer Theologe, lehnte eine Wiederaufnahme der vom Glauben durch staatlich erzwungene Götzenopfer Abgefallenen (lat. lapsi) ab. Cornelius aber vertrat eine milde Haltung. So kam es zum endgültigen Bruch und zur ersten Kirchenspaltung. Novatian warf ihm sogar vor, dass er sich bei der Verfolgung unter Decius gegen Geld eine Bescheinigung verschafft habe, dass er den Göttern geopfert habe. Drei süditalienische Bischöfen weihten Novatian zum Gegenbischof. Auf einer Synode in Rom im Herbst 251, an der 60 Bischöfe teilnahmen, wurde dieser Vorwurf zurückgewiesen und Novatian und seine Anhänger exkommuniziert (Novatianisches Schisma) (Eusebius, HE VI 43). In der Sammlung des Bischofs Cyprian von Karthago sind zwei seiner Briefe erhalten (Cyprian Epp 49;50) und ein Teil eines Briefes an Fabius von Antiochia über die Gliederung der römischen Kirche (Eusebios HE VI 43). In St. Corneille de Compègne, im Kornelimüster und in St. Severin in Köln befinden sich Reliquien des Heiligen Papst Cornelius (vgl. LTHK² 3,57-58).,
Sein Bildnis ist auf einem Wandgemälde der Kalixtuskatakomben zu sehen.,
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Rom,
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3.251,
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Juni 253,
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Krypta der Päpste Calixtus-Katakomben, Grabstein in griechisch verfasst,
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"Kaiser Trajanus Decius,
Kaiser Trebonianus Gallus",
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Stark wie ein Horn (latein.) oder: aus dem altrömischen Geschlecht der Cornelier (latein.),
16.9.,
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Horn,
Patron der Bauern,
des Rindviehs,
gegen Epilepsie (daher spricht man auch von "Kornelkrankheit"), Krämpfe, Nerven- und Ohrenleiden.,
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Lucius I. (Hl.)22,
Lucius I. (Hl.),
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253-254,
8 Monate 8 Tage,
Da er nicht bereit war, den Göttern zu opfern, wurde er ins Exil geschickt. Nach dem Regierungsantritt von Kaiser Valerian und dessen anfänglicher Milde gegenüber den Christen konnte er wieder nach Rom zurückkehren. Cyprian von Karthago widmet ihm einen Brief (epistula 61), in dem er dessen Bekennermut rühmt (vgl. Ekkart Sauser, BBKL V (1993) 301-303 ) ,
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Rom,
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5.3.254,
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Krypta der Päpste Calixtus-Katakomben,
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der Leuchtende (latein.),
Gedenktag ist der 5. März. In Roskilde: Übertragung der Gebeine: 25. August.,
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Stephan I. (Hl.)23,
Stephan I. (Hl.),
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254-257,
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Im Ketzertaufstreit forderte Stephan die Annahme des römischen Brauches und setzte den römischen Vorranganspruch das erste Mal als Teil seiner Argumentation ein. E betrieb erfolgreich das Verbot der Wiedertaufe in der ganzen Kirche, die die tolerantere Position war und festlegte, dass auch durch Ketzer getaufte Christen rechtmäßig getauft sind und daher nicht mehr getauft werden sollen. Er starb noch vor Beginn der Valerianischen Verfolgungen.,
Reliquie seines Kopfes in Speyer,
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Römer,
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Krypta der Päpste Calixtus-Katakomben,
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die Krone (griech.),
2.8.,
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Sixtus II. (Hl.)24,
Sixtus II. (Hl.),
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257-258,
11 Monate 7 Tage,
Er war der erste Papst, der den gleichen Namen wie ein früherer führte (Xystus - Sixtus). Er beendete den Streit mit den afrikanischen und östlichen Gemeinden bezüglich der Ketzertaufe, die sein Vorgänger geführt hatte. Papst Xystus starb als Märtyrer in der Valerianischen Verfolgung, als er gemeinsam mit vier Diakonen bei einem Gottesdienst auf dem Friedhof des Calixtus gefangengenommen und hingerichtet wurde, ebenso wie nach ihm der Diakon Laurentius. Für die große Verehrung zeugen viele Darstellungen (Goldgläser, Mosaiken, Fresken, Plastiken z.B. in Rom, Ravenna, Reims, Vreden) oft in Verbindung mit Laurentius. ,
Das Leben und Wirken von Sixtus II. und dem nach ihm gemarterten Archidiakon Laurentius hat in der Capella Niccolo V. im Vatikan höchsten künstlerischen Ausdruck gefunden, während Raffael Sixtus auf dem Gemälde der Sixtinischen Madonna unsterblich gemacht hat.,
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Athen,
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Krypta der Päpste Calixtus-Katakomben,
unter Kaiser Valerian,
Kaiser Valerian,
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Sixtus = der Sechste (latein.) bzw. Xystus = der Geglättete (griech.).,
6.8.,
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Geldbeutel oder Geldstück, mit Laurentius.,
Patron für das Gute Gedeihen der Trauben, das Gedeihen der Bohnen, die hoffenden Frauen und bei Hals- Rücken- und Lendenschmerzen,
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Dionysius (Hl.)25,
Dionysius (Hl.),
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259-268,
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Eusebius HE VII 5,6 berichtet von Briefen des Dionysius, als er noch Presbyter in Rom war, an Bischof Dionys von Alexandrien, in denen er auf ein Ende des subordinatianischen Denkens hinwirkte, das den Logos, der in Jesus Mensch geworden ist, Gott Vater unterordnen wollte und damit die Einheit Gottes zerbrach. Nach dem Ende der Valerianischen Verfolgungen konnte Dionysius die römische Gemeinde wieder reorganisieren. Auf einer Synode, die Dionysius auf Bitte alexandrinischer Bischöfe einberief, wurde der Subordinatianismus verworfen. In einem freundlichen Schreiben teilte der römische Bischof dem Bischof Dionysios von Alexandrien die Klarstellungen der Synode mit, worauf dieser in einem Schreiben einlenkte und seine Sicht klärte. Die durch Einfälle von Goten gebeutelten Gemeinden in Kappadozien unterstützte Dionysius durch ein Trostschreiben und Geld aus Rom. Er "darf als einer der bedeutendsten Päpste des 3. Jh. gelten." (G. Schwaiger, LThK² 3,405) ,
In der Kunst wird Dionysius in päpstlichen Gewändern mit einem Buch dargestellt.,
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wahrscheinlich Griechenland,
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260,
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Krypta der Päpste in den Calixtus-Katakomben,
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"Kaiser Valerianus,
Kaiser Gallienus (Sohn v. Kaiser Valerianus)",
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„dem (griech.) Gott Dionysos geweiht“ (griech./latein.),
26.12.,
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Felix I. (Hl.)26,
Felix I. (Hl.),
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269-274,
5 Jahre 11 Monate 25 Tage,
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Rom,
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Rom Kirche v. S. Prassede,
legendär, verwechselt mit anderen Märtyrern namens Felix,
Kaiser Aurelian,
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"Während seines Pontifikats entschied der Kaiser Aurelian .. im antiochenischen Bischofsstreit, »daß das Kirchenhaus dem Bischof eingeräumt werden solle, mit dem die Bischöfe von Italien und in der Stadt Rom in kirchlichem Verkehr ständen« (Eusebius, Historia ecclesiastica VII, 30, 19)", Friedrich Wilhelm Bautz, BBKL II (1990) 9. Er ist in der Calixtuskatakombe beigesetzt. (vgl. LThK² 4, 67).
Eutychianus (Hl.)27,
Eutychianus (Hl.),
,
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275-283,
8 Jahre 11 Monate 3 Tage,
Durch die Entdeckung seiner Grabinschrift in der Calixtus-Katakombe in Rom ist sein Grab in dieser Katakombe bekannt geworden.
Cajus (Hl.)28,
Cajus (Hl.),
,
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283-296,
12 Jahre 4 Monate 5 Tage,
Mit ihm beginnen die genauen Aufzeichnungen über die Weihetage in Rom. Eine Grabinschrift in Griechisch, die in einer Kammer der Calixtuskatakombe entdeckt wurde, belegt seine Beisetzung in der Katakombe (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2, 877). ,
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Dalmatien,
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17.12.283,
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22.04.296,
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Rom Kirche S. Silvestro in Capite ,
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Gaius oder Caius -römischer Vorname (latein.) ,
22.04.,
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päpstliche Tiara und dem Heiligen Nereus,
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Marcellinus (Hl.)29,
Marcellinus (Hl.),
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296-304,
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In einer lateinischen Inschrift im Cubiculum des Diakons Severus in der Callistuskatakombe wird Marcellinus "papa" genannt - er ist damit der erste römische Bischof, für den der Titel "papa" (Papst) belegt ist. Um seinen Tod - Märtyrertod oder Abfall in den Diokletianischen Verfolgungen - wurde in den folgenden Jahrhundert heftig gestritten (vgl. Eckhard Reichert, BBKL V (1993) 769 ).
Marcellus I. (Hl.)30,
Marcellus I. (Hl.),
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308-309,
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Rom,
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Friedhof der Hl. Priscilla,
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Es wird diskutiert (Vorschlag von Th. Mommsen), ob es sich um eine weitere Bezeugung des gesicherten Papstes Marcellinus handelt, und Marcellus eine andere Person Roms sei, die in der Sedisvakanz gewirkt habe (vgl. Eckhard Reichert, BBKL V (1993) 769, G. Schwaiger, LThK²7,3 ). Andererseits scheint eine längere Sedisvakanz durch die Diokletianischen Verfolgungen entstanden zu sein, nach der vielleicht doch ein Marcellus den römischen Bischofsstuhl einnahm. Durch die Verfolgungen und die darauf folgenden Streitigkeiten über den Umgang mit den "lapsi", die den römischen Göttern geopfert haben, um zu überleben, war die römische Kirche jahrelang führungslos und zerrissen.,
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dem (römischen Kriegsgott) Mars geweiht (latein.),
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Eusebius (Hl.)31,
Eusebius (Hl.),
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309-310,
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Im Streit um den Umgang mit den "lapsi", den Abgefallenen, entzweiten sich Papst Eusebius und sein Gegner Heraklius, so dass Maxentius staatlicherseits eingriff und die beiden nach viermonatigem Pontifikat in die Strafkolonie nach Sizilien verbannte, wo Eusebius an den Strapazen starb. Nach der Überführung seiner Leiche nach Rom wurde er in den Calixtuskatakomben beigesetzt und später von Papst Damasus mit einer Grabinschrift geehrt. Früher war sein Gedenktag der 26. September (vgl. Friedrich Wilhelm Bautz, BBKL I (1990) 1560) ,
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vermutlich in der Magna Graecia,
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Kirche S. Callisto Überreste später in der Kirche des Hl. Sebastian,
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der Gottesfürchtige (griech.),
17.08,
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Miltiades (Hl.)32,
Miltiades (Hl.),
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311-314,
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Nach einer längeren Sedisvakanz wurde er zum Bischof von Rom gewählt. Er erhielt er von Kaiser Maxentius die während der diokletianischen Verfolgung eingezogenen Kirchengüter zurück und nach Konstantins I. Sieg über Maxentius in Anwesenheit des Kaisers in Rom den Palast der Kaiserin Fausta auf dem Lateran als Schenkung für die röm. Kirche, auf dessen Grund sich heute der Lateranpalast befindet, der ursprüngliche Amtssitz der Päpste. Auf Konstantins Anweisung aus Gallien hin greift Miltiades als Bischof von Rom in die donatistischen Streitigkeiten ein und berief eine Synode vom 2. bis 4. Okt. 313 im Lateranspalast zusammen, auf der Donatus verurteilt und Caecilianus als Bischof von Karthago bestätigt wurde. Miltiades wurde im Friedhof des Calixtus bestattet, ohne dass man das Grab genauer weiß (vgl. Adolf Lumpe BBKL V (1993) 1537-1538). ,
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Afrika,
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Friedhof des Calixtus in Rom,
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der Königliche (hebr.-latein.),
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Silvester I. (Hl.)33,
Silvester I. (Hl.),
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314-335,
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Silvester ließ sich durch zwei Diakone auf der ersten weltweiten Kirchensynode, dem Ersten Konzil von Nicäa, 325 vertreten, das von Kaiser Konstantin einberufen und geleitet wurde. Als nach 330 Kaiser Konstantin die Kaiserresidenz nach Byzanz verlegt und damit die Reichsteilung ihren Lauf nimmt, nehmen die römischen Bischöfe nehmen im Westreich zunehmend kaiserliche Aufgaben wahr. In der Zeit des Salerius wurde die Lateranbasilika errichtet und der Lateran zum Amtssitz des römischen Bischofs (vgl. Gisela Schmitt BBKL X (1995) 338-341). Von besonderer Bedeutung wurden die Legenden und auch Fälschungen, die sich um Konstantin und Silvester entwickelt haben: So wurde in späteren Jahrhunderten in der Fälschung der Konstantinischen Schenkung behauptet, Konstantin habe dem Papst die Stadt Rom und Teile des Westreiches geschenkt und damit seien auch Elemente der kaiserlichen Macht auf das Papsttum übergegangen. In Wirklichkeit war Silvester wohl zu seinen Lebzeiten durch Konstantin fast zur Bedeutungslosigkeit verurteilt - Konstantin rief Synoden und Konzilien ein und sorgte sich in seinem Reich um die kirchlichen Strukturen.,
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Rom,
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Priscillakatakombe an der Via Salaria Nova in Rom, überführt 762 nach S. Silvestro in Capite ,
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der Waldmann (lat., von silva, Wald).,
31.12.,
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Patron der Haustiere,
für eine gute Futterernte, ein gutes neues Jahr,
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Marcus (Hl.)34,
Marcus (Hl.),
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336,
8 Monate 19 Tage,
In der kurzen Amtszeit kann Markus wenig für die Anerkennung des Papsttums zu Lebzeiten Konstantins tun.,
gesegnete Pallien in Silberschrein neben dem Grab des Hl. Petrus,
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Rom,
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Rom Kirche des Hl. Markus,
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dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.),
7.10.,
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Julius I. (Hl.)35,
Julius I. (Hl.),
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337-352,
15 Jahre 2 Monate 6 Tage,
Julius I. hat nach dem Tod Konstantins im Jahr der Papstwahl den nötigen Freiraum und verschafft dem römischen Bischofsstuhl eine größere Bedeutung. Sein rigoroses Vorgehen in der Abhaltung einer Synode in Rom 340 über die arianischen Wirren veranlasst die Bischöfe einer Gegensynode des Ostens in Antiochia 341 zu der Kritik: "Keinem Bischof gebe der Vorrang seiner Stadt ein Recht, sich für mehr zu halten als andere." (vgl. Johannes Haller, Das Papsttum, Idee und Wirklichkeit, Urach/Stuttgart, 1950, Bd. 1, 67). Doch Julian gewinnt daruch an Bedeutung, dass sich beide Seiten um ihn bemühen und ihn auf ihre Seite ziehen wollen. Er hält tapfer zu Bischof Athanasios, obwohl dieser von einer Vielzahl von östlichen Bischöfen in einer Synode abgesetzt und sogar von Kaiser Konstantius II. verbannt worden war. Nach dem Tod des Konstantius II. entwickelte sich dieser kirchliche Streit immer mehr zu einem Streit zwischen den zwei Reichshälften. Auf einer Synode in Serdika sollte eine Einigung erzielt werden, es wurde jedoch nur die Entzweiung und das Schisma augenfälliger. Athanasius konnte seinen Bischofsstuhl später wieder erlangen. Julius sicherte sich vor allem im Westen für seine konsequente Haltung höchste Anerkennung.,
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Rom,
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April 352,
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Rom Kirche S. Maria in Trastevere,
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Erbauer der Kirchen Santa Maria in Trastevere und Santi Apostoli in Rom,
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aus dem Geschlecht der Julier (latein.),
12.04.,
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Liberius (Hl.)36,
Liberius (Hl.),
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352-366,
14 Jahre 4 Monate 7 Tage,
Auch Liberius verteidigte Athanasius gegen die arianistische Position, die von Kaiser Konstantinus II. eingenommen wurde. Doch er wurde vom Kaiser immer stärker unter Druck gesetzt und, als er nicht umschwenken wollte, nach Beröa (Thrakien) verbannt. Kaiser Konstantinus ernannte einen Diakon Felix II. zum Gegenpast. "Vier wohl echte Briefe, die Hilarius von Poitiers überliefert hat, zeigen, daß L. die Qualen des Exils, den Druck der ihn beaufsichtigenden arianischen Bischöfe, die persönlichen Demütigungen nicht verarbeiten konnte. L. unterzeichnete schließlich eine Glaubensformel" (Ekkart Sauser, BBKL V (1993) 13-15:13) Ausserdem stimmte er der Verurteilung des Athanasius zu, woraufhin ihm der Kaiser 358 die Rückkehr nach Rom erlaubte, wenn er auch nur zusammen mit Gegenpapst Felix II. sein Amt ausüben durfte. Erst die klare Parteinahme des Volkes Roms für ihn und die Vertreibung des Felix aus Rom wendete seine Position, kann aber einen starken Autoritätsverlust des römischen Bischofsamtes nicht verdecken (vgl. Jedin, Kirchengeschichte, Bd. II/1, 257). ,
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Rom,
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Rom Vatikanische Grotten,
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der Freie (latein.),
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Damasus I. (Hl.)37,
Damasus I. (Hl.),
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366-384,
18 Jahre 2 Monate 10 Tage,
Damasus versteht sich als "rector ecclesiae" und vermag sich im Gegensatz zu seinen Vorgängern wieder Autorität gegenüber dem Kaisertum verschaffen. Im Jahr 380 erlässt Kaiser Theodosius ein Edikt, das das Bekenntnis des nizänischen Glaubens für alle Untertanen vorschreibt. Das ist der eigentliche Beginn der Reichskirche und die Wende gegenüber dem Arianismus. In einem Konzil in Konstantinopel 381 taucht auch gleich der erste Versuch auf, diese numehrige Reichshauptstadt Neu-Rom wegen ihrer politischen Bedeutung im Reich eine Zweitstellung in der Reichskirche zuzuschreiben, obwohl ältere Patriarchate Vorrechte beanspruchen können. Dieser politischen Begründung setzt Damasus eine theologische gegenüber. Er stellt die Theorie der drei Petrusstühle auf, die besagt, dass die drei Gemeinden Rom, Antiochia und Jerusalem von Petrus gegründet worden sind und deshalb einen Vorrang vor allen anderen Gemeinden haben. Ausserdem sei die römische Kirche älter als die "Reichskirche". Er erreicht auf einer Synode in Rom 382 die Festlegung der Reihenfolge Rom / Alexandria / Antiochia / Neu-Rom (Konstantinopel). Damasus spricht als erster vom "apostolischen Stuhl" und dessen Prärogative und erreicht von Kaiser Gratian die päpstliche Iurisdiktionsgewalt, die ihm die Gerichtshoheit über Bischöfe und Priester seiner Kirchenprovinz und über die Metropoliten Italiens zuschreibt, wofür ihm sogar die kaiserliche und staatliche Gewalt zur Verfügung gestellt wird. ,
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um 305,
in Portugal oder in Rom,
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11.12.384,
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Damaso Kirche S. Lorenzo,
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der Diamantene (latein.),
11.12.,
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Patron gegen Fieber,
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Siricius (Hl.)38,
Siricius (Hl.),
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384-399,
14 Jahre ? Monate ? Tage,
Mit Siricius steigt der wahrscheinlich erste Adelige auf den römischen Bischofsstuhl. Waren bisher die päpstlichen Schreiben als christliche Privatbriefe mit Belehrungen, Mahnungen und Tröstungen verfasst worden, so führt er den Dekretalenstil in der Form kaiserlicher Erlasse ein. Er behauptet, seinen Anordnungen (decretalia constituta) komme die gleiche verpflichtende Gesetzeskraft zu wie den Kanones der Synoden. Er ist überzeugt, dass dem römischen Bischof oder vielmehr dem Apostel Petrus selbst die Sorge für alle Kirchen obliege. Er schreibt dazu: "Wir tragen die Lasten aller, die beschwert sind, vielmehr trägt sie in uns der selige Apostel Petrus, er uns in allem, so vertrauen wir, als die Erben seines Waltens schützt und schirmt." (Franz Xaver Seppelt/ Georg Schwaiger, Geschichte der Päpste, von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 1964, 32). Er beruft sich als erster röm. Bischof auf das Pauluswort 2 Kor 11, 28, wonach ihm "die Sorge um alle Kirchen obliege." (a.a.O).,
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Rom,
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Rom Kirche S. Pressede,
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aus der Stadt Siris stammend (griech.-latein.),
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Anastasius I. (Hl.)39,
Anastasius I. (Hl.),
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399–401,
3 Jahre 22 Tage,
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Rom,
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im Friedhof von Ursum Pileatum auf der Via Portuense begraben, heute befinden sich seine sterblichen Überreste in der Kirche S. Martino ai Monti in Rom,
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der Auferstandene (griech.),
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Innozenz I. (Hl.)40,
Innozenz I. (Hl.),
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401-417,
14 Jahre 2 Monate 20 Tage,
ER war wahrscheinlich der Sohn von Papst Anastasius I. und folgte ihm im Papstamt. Er setzte den Dekretalenstil fort und versuchte, durch die Gründung des Vikariats von Thessalonich mehr Einfluss in Illyricum und im Osten überhaupt zu erreichen. Dieser Vikar sei "nostra vice", an seiner Statt, für die Verwaltung dieser Provinz zuständig. Er fällt als erster oberste Lehrentscheidungen im Streit um die Donatisten und verlangt, dass alle wichtigen Streitfälle vor den apostolischen Stuhl gebracht werden. Er entwickelt die Theorie der drei Petrusstühle dahingehend weiter, dass Rom deshalb den Vorrang vor den anderen Petrusstühlen habe, weil Petrus hier dauernd und nicht wie dort nur vorübergehend verweilte (vgl. Peter Meinhold, Kirchengeschichte in Schwerpunkten: ein ökumenischer Versuch, Graz/Wien/Köln 1982,60).,
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Albano in der Nähe Roms,
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neben seinem Vater Anastasius I. (Papst Nr. 39),
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der Unschuldige (latein.).,
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Zosimus (Hl.)41,
Zosimus (Hl.),
,
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417-418,
1 Jahre 9 Monate 8 Tage,
Durch viele Fehler aufgrund seines jähzornigen Wesens stellt sein Pontifikat noch eine schwere Hypothek auch für seine Nachfolger dar.,
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griechischer Abstammung,
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Rom Kirche S. Lorenzo fuori le mura,
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der Lebendigste (griech./latein.),
26.12.,
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Bonifatius I. (Hl.)42,
Bonifatius I. (Hl.),
,
,
418-422,
3 Jahre 8 Monate 7 Tage,
Bonifatius kann die offizielle Unterstellung Illyricums unter Konstantinopel durch Kaiser Theodosius II. verhindern, so dass diese Provinz vorläufig seinem römischen Einflussbereich unterstellt bleibt. Er äußert die Zuversicht, "daß der hl. Petrus, dem der Herr alles übertragen habe und der das Haupt aller Kirchen des Erdkreises sei, keine Verletzung der Rechte seines Sitzes dulden werde." (Franz Xaver Seppelt/ Georg Schwaiger, Geschichte der Päpste, von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 1964, 36),
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Rom,
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der Wohltäter (latein.),
25.10.,
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Coelestin I. (Hl.)43,
Coelestin I. (Hl.),
,
,
422–432,
9 Jahre 10 Monate 17 Tage,
Konzil von Ephesos, 431,
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Kampanien,
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Friedhof der Priscilla,
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der Himmlische (latein.),
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Sixtus III. (Hl.)44,
Sixtus III. (Hl.),
,
,
432-440,
8 Jahre 1 Monat 19 Tage,
"Xystus III. (432-440), hat es geradeherausgesagt: die Synode, die er in Rom gehalten hat, stand unter dem Vorsitz des geistig und leiblich anwesenden Petrus, der seinen Nachfolgern vermacht hat, was er selber empfing, von dem also niemand sich lossagen darf." (Johannes Haller, Das Papsttum, Idee und Wirklichkeit, Urach/Stuttgart 1950, Bd. 1, 111) ,
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Rom,
römischer Presbyter,,
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Rom Kirche S. Lorenzo fuori le mura,
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"Kaiser Theodosius,
Kaiser Valentinian III,
",
"S. Mari Maggiore anstelle der Liberan.Basilika,
Baptisterium im Lateran,
Basilika S. Laurentii maior neben der konstantin. Laurentiusbasilika",
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Sixtus = der Sechste (latein.) bzw. Xystus = der Geglättete (griech.),
28.3.,
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.,
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Leo I. (Hl.)45,
Leo I. (Hl.),
,
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440-461,
21 Jahre 1 Monat 12 Tage,
Leo I. der Große stellt den abschließenden Höhepunkt in der Entwicklung des Papsttums innerhalb des Imperium Romanum dar, dem er noch ganz verhaftet ist. Er stammt aus einer altchristlichen Senatorenfamilie und bringt eine altrömische Tüchtigkeit mit - und auch deren Herrenbewusstsein. Er verbietet, dass ein Sklave Bischof werden kann, "als ob die elende Knechtskreatur solcher Würde fähig wäre." (Johannes Haller, Das Papsttum, Idee und Wirklichkeit, Urach/Stuttgart, 1950, Bd. 1, 155). Er sieht die Kirche als erhabenere Fortsetzerin und Erbin des römischen Weltreiches. Und er übernimmt im beginnenden Zerfall oft weltliche Verantwortung. Leo lebt im Bewusstsein, ihm sein nach göttlicher Anordnung die Sorge um die Gesamtkirche aufgetragen. Oft hört man von ihm, "Christus der Herr habe dem Apostelfürsten Petrus den Vorrang vor den anderen Aposteln gegeben, Petrus sei der Ahnherr des römischen Stuhles und der Primas unter allen Bischöfen und deshalb komme auch dessen Nachfolger allein Leitung und Fürsorge der gesamten Kirche zu." (Franz Xaver Seppelt/ Georg Schwaiger, Geschichte der Päpste, von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 1964, 39) Er versteht sich so als oberster Lehrer der Kirche: Im Jahr 449 tagte in Ephesus eine von Kaiser Theodosius II. einberufene Synode, die den zuvor wegen seiner Irrlehre verurteilten Mönch Eutyches rehabiliterte. Eutyches behauptete, dass die menschliche Natur in Jesus keine Rolle spiele und in der göttlichen aufgehe wie ein Honigtropfen im Meer. Die von Papst Leo I. als "Räubersynode" bezeichnete Versammlung erzwang die Zustimmung der versammelten Kirchenvertreter mit Waffengewalt. Dagegen verfasste Leo I. ein Schreiben, in dem er die Lehre von zwei Naturen in Jesus formulierte. Seine Formulierung wurde dann vom Konzil in Chalzedon 451 als amtliche Lehre der Kirche übernommen. Can. 28 dieses Konzils über die Stellung des Patriarchen von Konstantinopel lehnte er ab. Er brachte den Primat des römischen Bischofs als Petrusnachfolger zur Geltung. Leo I. war auch der erste Bischof von Rom, der den Titel des Pontifex Maximus (oberster (Brückenbauer = Priester) verwendete, eine Bezeichnung, die zuvor zu den Ämtern der römischen Kaiser gehörte. "Der weström. Kaiser Valentinian III hatte schon 445 durch ein v. L. erbetenes Reskript den Jurisdiktionsprimat des röm. Bisch. ohne Einschränkung staatlicherseits anerkannt" (G. Schweiger, LTHK² 6,945-947:46) Auf dem Konzil von Chalcedon wird unter lautem Beifall das Lehrschreiben Leos an Flavian verlesen und die Bischöfe bekunden: "Dies ist der Glaube der Väter, das ist der Glaube der Apostel. So glauben wir alle. Durch Leo hat Petrus gesprochen!" (Seppelt/Schwaiger, 41). Der Monophysitismus wurde abgelehnt und seine Anhänger aus der Gemeinschaft der Kirche ausgeschlossen. Leo erreicht ausserdem bereits im Jahr 445 bei Kaiser Valentinian III. ein Reskript, das bestimmt, dass die päpstlichen Primatialrechte ohne jede Einschränkung im Weströmischen Reich staatlicherseits anerkannt werden, dass also jede Anordnung des Papstes ein Gesetz ist. (Seppelt/Schwaiger, 43). ,
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um 400,
Volterra in Etrurien oder Rom als Sohn einer toskanischen Familie,
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10.11.461,
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im Atrium des Petersdomes, 688 Gebeine ins Innere der Basilika überführt,
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Kaiser Theodosius, Attila der Hunnenkönig,
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96 wichtige Predigten und 143 Briefe sind erhalten. Er war vorher Archidiakon unter Papst Coelestin I. in Rom.,
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der Löwe (latein.),
10.11.,
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Drachen,
Sänger, Musiker und Organisten,
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Hilarius (Hl.)46,
Hilarius (Hl.),
,
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461-468,
6 Jahre 3 Monate 10 Tage,
Die Nachfolger von Papst Leo I. dem Großen übernahmen seine Papstidee, haben aber unter der bestehenden politischen Situation des Niedergangs größte Mühe, diesen Anspruch in die Realität umzusetzen. Papst Hilarius praktiziert eine kluge Betonung doch stets maßvolle Anwendung des römischen Vorrangs.,
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Cagliari in Sardinien,
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28.Februar?468,
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Rom Kirche S. Lorenzo fuori le mura,
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der Heitere (latein.),
29. Februar,
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Simplicius (Hl.)47,
Simplicius (Hl.),
,
,
468-483,
15 Jahre 7 Tage,
Papst Simplicius machen die monophysitischen Wirren sehr zu schaffen: Die Frage, ob man Gottheit und Menschheit Jesu Christi in einer Ein-Naturen-Lehre oder einer Zwei-Naturen-Lehre beschreiben kann entzweite die Christenheit. Die Kirche konnte nach langem Ringen feststellen, dass in Jesus Christus die beiden Naturen der Gottheit und Menschheit unterscheidbar aber untrennbar verbunden sind. Simplicius erlebte das Ende des Weströmischen Reiches.,
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Tivoli,
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der Einfache (latein.),
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Felix II. (III.) (Hl.)48,
Felix II. (III.) (Hl.),
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483-492,
8 Jahre 11 Monate 17 Tage,
Papst Felix erlebt die erste Spaltung zwischen Ost- und Westkirche im sog. "Akakianischen Schisma".,
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Rom,
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Basilika St. Paul außerhalb der Stadtmauern,
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der Glückliche (latein.),
01. Mrz,
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Gelasius I. (Hl.)49,
Gelasius I. (Hl.),
,
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492-496,
4 Jahre 8 Monate 20 Tage,
Papst Gelasius I. entwickelte die sog. Zweigewaltenlehre. Er beanspruchte den Vorrang der geistlichen Gewalt vor der weltlichen, was auf Lk 22,35-38 begründet wird. 494 schrieb er an Kaiser Anastasius I. "Zwei sind es, erhabener Kaiser, von denen vornehmlich diese Welt regiert wird: die geheiligte Autorität (auctoritas) der Bischöfe und die königliche Gewalt (potestas). Von diesen Ämtern ist das der Priester von um so größerem Gewicht, weil sie auch für die Könige der Menschen im göttlichen Gericht werden Rechenschaft ablegen müssen ..." (zitiert nach G. Schwaiger, Papsttum I, in: TRE 25 (1995) 647-676:651.) Diese Zweigewaltentheorie konnte dann im Mittelalter ihre Wirkung voll entfalten.,
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Afrika,
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„der Heitere“ (griech.).,
21.11.,
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Anastasius II.50,
Anastasius II.,
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496–498,
1 Jahre 11 Monate 26 Tage,
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Rom,
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Symmachus (Hl.)51,
Symmachus (Hl.),
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498-514,
15 Jahre 7 Monate 27 Tage,
Papst Symmachus hat mit dem Laurenzianischen Schisma zu kämpfen. Zu seiner Zeit fallen die wichtigsten auch die Kirche betreffenden Entscheidungen weniger in Rom als in Konstantinopel am Kaiserhof.,
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Sardinien,
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19.07.514,
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Rom,
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Ostgotenkönigs Theoderich,
Vergrößerung der Petersbasilika,
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gr. für Bundesgenosse,
19.07.,
Heiligsprechung,
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Hormisdas (Hl.)52,
Hormisdas (Hl.),
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514-523,
9 Jahre 17 Tage,
Er war unter Papst Symmachus Diakon. Papst Hormisdas erreicht in Konstantinopel die Annahme einer Wiedervereinigungsformel und des Lehrschreibens Leos sowie eine klare Anerkennung des päpstlichen Primats. So kann von ihm das Akakianische Schisma, das mit Bischof Akakios von Konstantinopel entstanden war, beendet und wieder die Kircheneinheit von Ost- und Westkirche erreicht werden. Die byzantinische Kirche stand ihr Schwanken gegenüber dem Konzil v. Chalkedon offen ein und erfüllte die harten Friedensbedingungen, die Hormisdas durchgesetzt hatte: Die Namen der letzten 5 Patriarchen wurden aus den Listen getilgt, ebenso die Namen der Kaiser Zenon und Anastasios. Die sog. "Hormisdas-Formel" wurde die Grundlage für alle, die mit dem Papsttum in Einheit stehen wollten. Hormisdas konnte die Rechte des römischen Papsttums auch gegenüber den Kaisern in Konstantinopel zur Geltung bringen, die Hoffnungen aller, dass die religiöse Einheit des Reiches in Ost und West nun wiederhergestellt sei, erfüllte sich jedoch nicht (vgl. Rh. Haake, LThK² 5,483-484). ,
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Frosinone,
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Johannes I. (Hl.)53,
Johannes I. (Hl.),
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523-526,
2 Jahre 9 Monate 5 Tage,
Papst Johannes I wird vom Ostgotenkönig Theoderich an seine Residenz in Konstantinopel kommandiert wegen der dort entwickelten Ketzergesetze. Obwohl er dort mit größten Ehren aufgenommen wird, ist dies für das Papsttum ein demütigender Vorfall.,
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Toskana,
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Ravenna,
Rom später in den vatikanischen Grotten,
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Theoderich der Große, Justinos I., ,
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Gott ist gnädig (hebr.),
27.05.,
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Er wird durch die Gitterstäbe eines Gefängnisses blickend dargestellt, mit einem Diakon und Unterdiakon.,
Johannes I. wird in Ravenna und in der Toscana verehrt.,
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Felix III. (IV.) (Hl.)54,
Felix III. (IV.) (Hl.),
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526–530,
4 Jahre 2 Monate 10 Tage,
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Benevent,
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Bonifatius II.55,
Bonifatius II.,
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530–532,
2 Jahre 24 Tage,
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Rom,
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Johannes II.56,
Johannes II.,
Mercurius,
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533–535,
2 Jahre 4 Monate 5 Tage,
erster Papst, der nach seiner Wahl einen neuen Namen annahm,
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Rom,
röm. Presbyter v. S. Clemente,
,
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Kaiser Justinianos I.,,
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Gott ist gnädig (hebr.),
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Erster Papst der seinen Namen änderte.
Agapitus I. (Hl.)57,
Agapitus I. (Hl.),
,
Sohn eines Presbyters, der von den Verfechtern des Gegenpapstes Lorenz umgebracht wurde.,
535–536,
11 Monate 9 Tage,
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Rom,
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streng, energisch,,
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Konstantinopel,
Rom Sein Leichnam wurde in einem verblombten Bleisarg nach Rom überführt,
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Silverius (Hl.)58,
Silverius (Hl.),
Sohn des Hl. Hormisda,
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536-537,
1 Jahr 5 Monate 3 Tage,
Papst Silverius ist ein Sohn von Papst Hormisdas (damals gab es den Zölibat für den kirchlichen Klerus noch nicht in der Form, in der wir ihn heute kennen). Er wurde durch König Theodat nach dem Untergang des Ostgotenreiches 536 eingesetzt und nach der Eroberung Roms durch das Ostreich wieder abgesetzt.,
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Kampanien,
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auf der Insel Ponza (Sein Grab wurde zur Kultstätte),
Er wurde ab dem XI. Jh. als Märtyrer verehrt.,
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20.06.,
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Vigilius59,
Vigilius,
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537–555,
18 Jahre 2 Monate 9 Tage,
Zweites Konzil von Konstantinopel, 553,
,
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Rom,
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Auf Grund seines schlechten Rufes, wurde er nicht im St. Peter, sondern in der Nähe des Priscilla-Friedhofs auf der Via Salaria beigesetzt.,
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Sein Pontifikat war von einem scharfen Konflikt mit dem Kaiser bestimmt.
Pelagius I.60,
Pelagius I.,
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556–561,
4 Jahre 10 Monate 15 Tage,
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Rom,
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Rom St. Peter,
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Johannes III.61,
Johannes III.,
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561-574,
12 Jahre 11 Monate 26 Tage,
Nach dem Liber Pontificalis war er ein Verehrer und Erneuerer der Katakomben.,
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Rom,
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Gott ist gnädig (hebr.),
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Benedikt I.62,
Benedikt I.,
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575–579,
4 Jahre 1 Monat 28 Tage,
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war Römer,
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der Gesegnete (latein.).,
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Pelagius II.63,
Pelagius II.,
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579–590,
10 Jahre 2 Monate 12 Tage,
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Rom evtl. gotischer Herkunft,
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Gregor I. (Hl.)64,
Gregor I. (Hl.),
Gregor entstammte einer römischen Patrizier-Familie, den Anicia, die im 5. Jahrhundert zwei der letzten weströmischen Kaiser gestellt hatten und auch in Ostrom zur Oberschicht zählten.,
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590-604,
13 Jahre 6 Monate 9 Tage,
Gregor, der vorher bereits als Gesandter in Konstantinopel Erfahrungen gemacht hat, nimmt die einmütige Berufung von Klerus und Volk nur widerwillig an. Er war der erste Mönch als Papst, ein Mann der contemplatio und des großen caritativen Engagements. Über die Situation seines Pontifikats sagt er selbst: "Ich Unwürdiger und Schwacher habe ein altes und von Wellen arg mitgenommenes Schiff übernommen, in das von allen Seiten die Wogen eingedrungen sind und dessen morsche Planken, unablässig von Stürmen gepeitscht, den nahen Schiffbruch ankündigen." (Seppelt/Schweiger 59) Er hat die Missionsarbeit als erstrangige Pflicht des Kirchenoberhauptes verstanden und als erster Papst seinen Blick über die Grenzen des Imperiums hinausgerichtet. Er initiiert die Missionierung der Angelsachsen unter Anpassung an die lokalen Gewohnheiten (Akkomodation). Durch das Fehlen weltlicher Autoritäten in Rom wird er auch wie Leo zum politischen und wirtschaftlichen Führer der röm. Bevölkerung. Gregor ist sich von Anfang an der allgemeinen Anerkennung des päpstlichen Jurisdiktionspromats bewusst. Er lehnt jedoch den Titel "universalis papa" ab und nennt sich selbst stattdessen "servus servorum Dei". Er schreibt diesbezüglich, Christus habe den hl. Petrus und seinen Nachfolgern den Primat und die Sorge für die Gesamtkirche übertragen und doch habe sich Petrus nicht "universalis apostolus" nennen lassen (vgl. Franz Xaver Seppelt, Der Aufstieg des Papsttums von den Anfängen bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, München 1954, Bd. 2, 25). Er lehnt auch in einem Brief den Hinweis "wie ihr befohlen habt" ab: er habe nur "Sorge getragen, dem Patriarchen das anzuzeigen, was ihm wichtig erscheint" (Joseph Lortz, Geschichte der Kirche in ideengeschichtlicher Betrachtung, Münster 1962, 196). Er gibt an seinen Klerus die Losung aus: "Mehr dienen als herrschen" und fordert, die Untergebenen als Mündige zu behandeln: "Wir Menschen sind von Natur alle gleich" (Lortz, Geschichte, 192.196) Zugleich praktiziert er jedoch eine straffere Leitung der gesamten Hierarchie. Diese Führung verstand er als Verantwortung. Gregor herrscht, indem er den Brüdern dient. Gregors caritative, demütige und zugleich führungsbewusste Persönlichkeit, sein großes Ansehen und seine Wirksamkeit als "Konsul Gottes" haben dem Papsttum eine neue Grundlage gegeben. Die Nachwelt sprach ihm daher den Beinamen "der Große" zu. Papst Gregor I. war zugleich ein wichtiger Schriftsteller der Kirche. Als Kirchenvater ist er in vielen Kirchen abgebildet - wenn man in einer Kirche neben Augustinus, Ambrosius und Hieronymus Medaillons mit einem Bischof entdeckt, der mit einer Tiara gekrönt ist, so ist das meist eine Darstellung von Papst Gregor dem Kirchenvater.,
"In der auf seinem Familienbesitz von ihm erbauten Kirche S. Gregorio Magno ist seine Zelle und ein Bischofsstuhl erhalten,
Altar f. Gregor in der Basilika S. Giustina in Padua von Sebastiano Ricci (1659-1734),
Alte Pinakothek in München v. Michael Pacher Altar der 4 lateinischen Kirchenväter (...Gregor um 1483),
",
um 540 in Rom,
Rom,
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12.März 604 ,
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Rom,
"Rom Peterskirche klementinische Kapelle,
Grabinschrift definiert ihn als 'Konsul Gottes'",
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Langobardenkönig Agilulf, Kaiser Mauritius,
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der Wachsame (griech. / latein.),
"kath.Gedenktag: 3. September (der Tag seiner Wahl zum Papst 590) ,
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Sabinianus65,
Sabinianus,
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604-606,
1 Jahr 2 Monate 9 Tage,
Papst Sabinianus war unter Gregor I. Diakon in Konstantinopel. Er konnte mit den Langobarden in Frieden leben. Während einer Hungersnot soll er Getreide aus den Kirchenspeichern nur gegen Geld abgegeben haben (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9,195). ,
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Volterra/Toskana,
Diakon u. Apokrisiar in Konstantinopel,
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Bonifatius III.66,
Bonifatius III.,
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607,
8 Monate 24 Tage,
Er war vorher Apokrisiar in Konstantinopel. Zur Papstwahl gab er auf einer Synode in St. Peter die Anweisung, dass zu Lebzeiten eines Papstes keine Wahlvorbereitungen für einen Nachfolger getätigt werden dürfen und erst drei Tage nach dem Tod die Wahl stattfinden soll. (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2,588).,
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Rom,
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Bonifatius IV. (Hl.)67,
Bonifatius IV. (Hl.),
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608-615,
6 Jahre 8 Monate 13 Tage,
Kaiser Phokas überlies Papst Bonifatius IV. das Pantheon in Rom, das dieser mit vielen Reliquien ausstatten und umgestalten lies und zu einer Kirche weihte: S. Maria ad martyres. Auf einer Synode 610 in Rom in Anwesenheit von Bischof Mellitus von London thematisierte er das Mönchtum in Britannien und die englische Kirche, für die sich das Papsttum seit Papst Gregor in besonderer Weise verantwortlich wusste, Er ist heilig gesprochen und sein Fest wird am 25. Mai gefeiert. (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2,588). ,
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Màrsica am Lago Fucio in Italien,
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8. Mai 615,
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Rom,
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der Wohltäter (latein.),
25.05.,
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Adeodatus I. (Hl.)68,
Adeodatus I. (Hl.),
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615-618,
3 Jahre 20 Tage,
Papst Adeodatus ("von Gott gegeben) hieß ursprünglich "Deusdedit" ("Gott hat gegeben"). Er war Römer. Nach der Bevorzugung der Mönche durch Papst Gregor I. (dem ersten Mönch als Papst) zog er nun den Weltklerus vor, um einer Monastisierung der Kirche vorzubeugen. Er ist heiliggesprochen. Sein Fest wird am 8.11. begangen (vgl. G. Schwaiger, LThK² 3,266). ,
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Rom,
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19.10.615,
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08.11.618,
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Petersdom,
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Von Gott gegeben.,
08.11.,
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Bonifatius V.69,
Bonifatius V.,
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619-625,
5 Jahre 10 Monate 2 Tage,
Seine Lebensdaten sind umstritten. Er wandte wie Gregor und Bonifatius IV. wandte er der jungen englischen Missionskirche seine besondere Fürsorge zu und erhob den Bischof von Canterbury zum Erzbischof (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2,589). ,
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Neapel,
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Honorius I.70,
Honorius I.,
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625-638,
12 Jahre 11 Monate 15 Tage,
Papst Honorius war in Rom Schüler von Papst Gregor. In den Streitigkeiten um Abspaltungen von Bischöfen in Italien und Istrien brachte er seine primatialen Vorrechte in Anschlag. In seiner Amtszeit erlangte 638 Kalif Omar die islamische Herrschaft über Jerusalem. In Rom war er ein großer Förderer der Kirchenbauten (z.B. St. Peter, Konstantinsbasilika). Als sog. "Honoriusfrage" ging in die Kirchengeschichte die Auseinandersetzung ein, ob Papst Honorius im sog. Monotheletismusstreit rechtgläubig geblieben war. In einem Antwortschreiben an Patriarch Sergios von Konstantinopel schrieb er: "Wir bekennen e i n e n Willen unseres Herrn Jesus Christus, da offenbar die Gottheit unsere Natur, nicht aber die Schuld in ihr angenommen hat, u. zwar unsere Ntur, wie sie vor der Sünde war". Er wollte kein Gezänk über die Frage, ob es sich um eine oder zwei Energien in Jesus gehandelt habe, und titulierte diese als "Ärgernis der neuen Erfindung". Dies führte dazu, dass das 6. allgemeine Konzil von Konstantinopel 681 über Papst Hormisdas und alle, die in der Monoteletismus-Frage Irrglauben verbreiten, das Anathema aus, das auch von den folgenden Päpsten akzeptiert wurde. Diese Verurteilung von Papst Honorius als nicht rechtgläubig in dieser Frage geriet schließlich in der Westkirche in Vergessenheit und wurde erst im Spätmittelalter durch neue Übersetzungen wiederentdeckt. "Die Frage, ob die beiden H.briefe sog. Ex-cathedra-Entscheidungen sind, die Hefele noch 1877 bejahte ... wird heute verneint." (R. Bäumer, LThK² 5, 474-475:475). Deshalb spielte die Auseinandersetzung um die Honoriusfrage auf dem Ersten Vatikanischen Konzil, auf dem die Unfehlbarkeit des Papstes in ex-cathedra-Entscheidungen definiert wurde, eine große Rolle. ,
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Kampanien,
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"St. Peter,
Grabinschrift definiert ihn als 'Führer des Volkes'",
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Patriarch Sergius v. Konstantinopel,
Kaiser Heraclius,
"Restaurierung vieler römischer Kirchen u.a.das Dach von St. Peter und Santa Agnese fuori le Mura,
Wiederaufbau des Aquäduktes Trajans', das das Wasser vom Braccianosee bis zum Janikulus brachte, ",
,
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"""der Ehrenhafte"".",
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Severinus71,
Severinus,
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640,
2 Monate 5 Tage,
Nach seiner Wahl am 12.10.638 kam es zu Unruhen der Truppen in der Stadt Rom, in deren Verlauf der Lateran gestürmt und der Kirchenschatz geplündert wurde. Die Bestätigung der Wahl kam erst 640 ein, so dass er erst am 28.05.640 zum Papst geweiht werden konnte. Die Ungenauigkeiten des Vorgängers Honorius in der Monotheletismus-Frage führte dazu, dass man jetzt in Rom den Honorius-Briefen eine rechtgläubige Auslegung zu geben versuchte und sich klar zu der Lehre von den zwei Energien bekannte.,
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römischer Presbyter,
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12.10.638,
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02.08.640,
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Johannes IV.72,
Johannes IV.,
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640-642,
1 Jahre 3 Monate 18 Tage,
Papst Johannes IV. verteidigte die Rechtgläubigkeit von Papst Honorius und hielt eine römische Synode gegen den Monotheletismus (vgl. G.Schwaiger, LThK² 5,987).,
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Dalmatien,
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Kaiser Konstantin II.,,
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Gott ist gnädig (hebr.),
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Theodor I.73,
Theodor I.,
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642-649,
6 Jahre 5 Monate 20 Tage,
Papst Theodor stammte aus dem griechischsprachigen Christentum in Jerusalem und war Sohn eines Bischofs. Da er als Grieche mit den dogmatischen Auseinandersetzungen in der Frage des Monotheletimus besser vertraut war als seine Vorgänger aus der Westkirche, nahm er klar Stellung gegen den Monotheletismus und ergriff auch kirchenpolitische Maßnahmen gegenüber den Patriarchen von Konstantinopel in dieser Frage. Der desolaten Situation seiner Heimatkirche in Palästina nach den islamischen Eroberungen versuchte er mit der Entsendung von Bischof Stephan von Dor entgegenzuwirken (vgl. G. Schwaiger, LThK² 10,27-28).,
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Jerusalem ,
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Martin I. (Hl.)74,
Martin I. (Hl.),
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649-653,
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Papst Martin war vorher Apokrisiar in Konstantinopel. Auf der Lateransynode im Oktober 649 wurde unter seiner Leitung der Monotheletismus verurteilt. Der Monotheletismusstreit kam mit Papst Martin zu einem negativen Höhepunkt: Kaiser Konstans II. als Anhänger des Monotheletismus wollte den Papst durch den Exarchen Olympus verhaften lassen. Dieser jedoch löste sich vom Kaiser und hielt die Macht in Italien drei Jahre lang, in denen Martin sein Amt frei ausüben konnte. Der neue Exarch Theodoros Kalliopas aber verschleppte den kranken Papst am 17.06.653 nach Konstantinopel, wo er zum Tode verurteilt wurde und nur auf Fürsprache des Patriarchen Paulos II. zu Verbannung begnadigt wurde. In Rom wurde durch den Klerus noch zu seinen Lebzeiten Eugen I zum Papst erhoben (vgl. G. Schwaiger, LThK² 7,113). ,
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um 600,
Todi in Umbrien,
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07.649,
,
17.6.653,
16.09.655,
,
Cherson/Ukraine,
zuerst in Konstantinopel später in Rom Kirche S. Martino ai Monti,
"letzter Papst der in der Kirchengeschichte als Märtyrer betrachtet wurde,
wird als Märtyrer der Ost- und Westkirche angesehen",
Kaiser Konstans, Patriarch Petros v. Konstantinopel,,
,
In seinen Exilsbriefen bezeugt er seine Enttäuschung über mangelnde Unterstützung durch den römischen Klerus und seine früheren Freunde.,
,
dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.),
12. November, 13. April griech. Kirche,
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Eugen I. (Hl.)75,
Eugen I. (Hl.),
,
,
654-657,
2 Jahre 3 Monate 23 Tage,
Nach der Deportation seines Vorgängers Martin wurde er unter kaiserlichem Druck vom römischen Klerus zum Papst gewählt. Er war sehr auf Ausgleich mit dem Kaiser und dem Patriarchen Petros in Konstantinopel bedacht, wurde aber von Klerus und Volk in Rom gezwungen, theologisch zweifelhafte Beschlüsse aus Konstantinopel abzulehnen. "Vor dem Schicksal Martins I bewahrten E. wohl nur die Arabergefahr u. ein früher Tod." (G.Schwaiger, LThK² 3,1171),
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Rom,
,
,
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10.08.654,
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2.6.657,
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Kaiser Konstans I., ,
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02.06.,
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Vitalian (Hl.)76,
Vitalian (Hl.),
,
,
657–672,
14 Jahre 5 Monate 28 Tage,
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Segni in der Region Latium,
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Adeodatus II.77,
Adeodatus II.,
,
,
672-676,
4 Jahre 2 Monate 6 Tage,
Er war Benediktinermönch des römischen Erasmusklosters. Er führte den Kampf gegen den Monotheletismus fort. (vgl. G. Schwaiger, LThK² 1, 144).,
,
,
Rom,
OSB,
,
,
,
11.04.672,
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17.06.676,
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Donus78,
Donus,
,
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676-678,
1 Jahr 5 Monate 9 Tage,
Unter Papst Donus kam Ravenna wohl wieder in das römische Patriarchat zurück. Kaiser Konstantinos IV versuchte zwischen den verfeindeten Parteien in Rom und Konstantinopel wegen des Monotheletismus-Streits zu vermitteln. Er forderte in einem Schreiben eine Gesandtschft des Papstes nach Konstantinopel, doch traf dieses Schreiben den Papst nicht mehr lebend an (vgl. G. Schwaiger, LThK² 3, 510).,
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Rom,
,
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02.11.676,
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11.04.678,
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Agatho (Hl.)79,
Agatho (Hl.),
,
,
678-681,
2 Jahre 6 Monate 14 Tage,
Ostern 680 leitete Papst Agatho eine Synode im Lateran gegen den Monotheletismus. Auf dem Dritten Konzil von Konstantinopel (680–681), dem sechsten ökumenischen Konzil, wurde sein Lehrschreiben gegen den Monotheletismus mit großer Zustimmung aufgenommen (vgl. G. Schwaiger, LThK² 1, 185). ,
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Palermo oder Reggio Calabria??,
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Leo II. (Hl.)80,
Leo II. (Hl.),
,
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682-683,
10 Monate 16 Tage,
Leo übersandte meldete seine Wahl, die noch am Todestag seines Vorgängers stattfand, sofort an den Frankenkönig Karl den Großen und übersandte ihm die Schlüssel zum Grab des Hl. Petrus und ein Banner der Stadt Rom. Damit brachte er ihm seine Wertschätzung zum Ausdruck und wollte sich zugleich angesichts seiner prekären Lage - angefeindet vom Anhang seines Vorgängers - dieses mächtigen Verbündeten versichern. 799 wurde er während einer öffentlichen Prozession überfallen. Diese Schandtat veranlasste ihn nicht zuletzt, 799 Karl in Paderborn aufzusuchen und um Unterstützung zu bitten. Karl, der sich als "rex et sacerdos" für die Kirche verantwortlich fühlte, versprach seine Hilfe, schickte den Papst unter Geleitschutz nach Rom zurück und kam im Herbst des Jahres 800 nach Rom. Dort hielt er Gericht über die Verschwörer. Am Weihnachtstag 800 krönte Papst Leo den Frankenkönig Karl zum Kaiser des römischen Reiches im Westen. Die Bipolarität von Papst und Kaiser wird nun für viele Jahrhunderte die Kirchengeschichte prägen.,
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Cantania,
,
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26.12.795,
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12.06.816,
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der Löwe (latein.),
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Benedikt II. (Hl.)81,
Benedikt II. (Hl.),
,
,
684–685,
1 Jahr 9 Monate 16 Tage,
,
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,
Rom,
,
,
,
,
683,
Die Weihe verzögerte sich um ein Jahr, da die Bestätigung in Konstantinopel einzuholen war.,
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,
der Gesegnete (latein.).,
Johannes V.82,
Johannes V.,
,
,
685–686,
1 Jahr 10 Tage,
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,
Antiochien/Syrien,
als Diakon Mitglied der Legation Papst Agathos auf dem 6. allg. Konzil.,
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,
,
als Diakon Mitglied der Legation Papst ,
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,
Kaiser Konstantinos IV., Kaiser Justinianos II., ,
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Konon83,
Konon,
,
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686–687,
11 Monate,
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Herkunft unbekannt,
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Sergius I. (Hl.)84,
Sergius I. (Hl.),
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687–701,
13 Jahre 8 Monate 24 Tage,
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syrischer Abstammung,
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Johannes VI.85,
Johannes VI.,
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701–705,
3 Jahre 2 Monate 12 Tage,
Grieche,
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vermutlich Ephesus,
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Gott ist gnädig (hebr.),
,
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,
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,
,
Johannes VII.86,
Johannes VII.,
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705–707,
2 Jahre 7 Monate 17 Tage,
Grieche,
gutes zeitgenössisches Portraitmosaik befindet sich in den Vatikan. Grotten,
,
griechischer Herkunft,
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gebildet, kunst- und prachtliebend, ,
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Gott ist gnädig (hebr.),
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Sisinnius87,
Sisinnius,
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708,
20 Tage,
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syrischer Abstammung,
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Constantinus I.88,
Constantinus I.,
,
,
708–715,
7 Jahre 14 Tage,
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,
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Syrien,
,
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Papst Konstantin I. (708-715) trug eine zwar hohe, aber einfache, aus weißem Stoff hergestellte Spitzenmütze ohne Zierrat.
Gregor II. (Hl.)89,
Gregor II. (Hl.),
,
,
715–731,
15 Jahre 8 Monate 23 Tage,
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Rom,
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der Wachsame (griech. / latein.),
,
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,
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,
,
Gregor III. (Hl.)90,
Gregor III. (Hl.),
,
,
731–741,
10 Jahre 8 Monate 10 Tage,
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,
Syrien,
,
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,
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,
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,
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,
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,
der Wachsame (griech. / latein.),
,
,
,
,
,
,
Zacharias (Hl.)91,
Zacharias (Hl.),
,
,
741–752,
10 Jahre 3 Monate 12 Tage,
Krönung des Karolingers Pippin zum Frankenkönig (751),
,
,
griechischer Herkunft,
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15. März 752,
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Rom vatikanische Grotten,
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Gott gedenkt (hebr.),
15. Mrz,
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"Bedeutend war sein Pontifikat in theologischer Hinsicht durch das im Jahre 745 abgehaltene Konzil, das unter anderem festlegte, dass lediglich die biblisch bezeugten Erzengel Raphael, Michael und Gabriel als Engel verehrt werden dürfen, nicht aber der apokryphe Uriel.,
Stephan II. (III.)92,
Stephan II. (III.),
aus der Familie der Orsini,
,
752–757,
5 Jahre 1 Monat,
,
,
,
Rom,
römischer Diakon,
,
,
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,
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26.04.757,
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,
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Kaiser Konstantinos V.,
,
,
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die Krone (griech.),
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,
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1. Papst der über die Alpen reiste, um für Rom und Italien Hilfe zu erbitten.,
Paul I. (Hl.)93,
Paul I. (Hl.),
,
,
757–767,
10 Jahre 30 Tage,
,
,
,
Rom,
,
,
,
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,
,
,
,
,
,
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Stephan III. (IV.)94,
Stephan III. (IV.),
,
,
768-772,
3 Jahre 5 Monate 17 Tage,
Papst Stephan wurde durch die frankenfreundliche Partei unter Führung des Christophorus gewählt, nachdem die gewaltsame Erhebung von Constantinus II. und die Erhebung des Philippus als Gegenkandidat der Langobardenpartei mit dem Sturz beider geendet hatte. Christophorus nahm nun mit seinen Anhängern grausame Rache an der Gegenpartei. Auf einer Synode im Lateran wurde eine Änderung des Papstwahlrechts beschlossen mit Ausschluss der Laien von der Wahl und Einschränkung des passiven Wahlrechts auf römische Kleriker. Diese Einengung des Papstwahlrechts hat jedoch nie Fuß gefasst und blieb ohne Bedeutung. Als Karl der Große durch eine politische Heirat mit der Tochter des Langobardenkönigs Desiderius ein Bündnis einging, das Stephan vergeblich zu verhindern versucht hatte, wechselte Stephan von der frankenfreundlichen Partei zu der Anhängerschaft der Langobarden und geriet in drückende Abhängigkeit von Desiderius. Zugleich ging es der frankenfreundlichen Partei an den Kragen: Christophorus und sein Sohn Sergius wurden ermordet. Als Karl der Große seine langobardische Gemahlin verstieß und sich mit Desiderius verfeindete, war die Politik Stephans endgültig gescheitert (vgl. G. Schwaiger, LTHK² 9,1039).,
,
,
Syrakus in Sizilien,
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,
,
07.08.768,
,
,
24.01.772,
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,
Vatikan,
,
"Frankenkönig Pippin,
",
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,
die Krone (griech.),
,
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Hadrian I.95,
Hadrian I.,
,
,
772-795,
23 Jahre 10 Monate 24 Tage,
Papst Hadrian I. führte das fünftlängste Pontifikat der Geschichte (8728 Tage). Hadrian erhob 795 auf die Bitte Karls des Großen das Bistum Köln zum Erzbistum. Seine erste Amtshandlung nach der Wahl war eine Amnestie für die durch die Langobardenpartei Verfolgten. Er wollte Frieden mit allen Parteien, doch wegen des Widerstandes von Desiderius musste Hadrian auf die frankenfreundliche Politik seines Vorgängers Stephan einschwenken und sich dem Frankenkönig Karl annähern. Hadrian bat Karl um Hilfe gegen Desiderius. Dieser zog in einem Feldzug 773/774 gegen Desiderius und kam Ostern 774 nach Rom. Das Schenkungsversprechen Pippins erneuerte Karl am 6.4.774 durch die feierliche Niederlegung einer Urkunde auf dem Petrusgrab. Die Pippinische Schenkung sollte den Grundstock des Kirchenstaates bilden. Für die Einlösung des Versprechens ließ Karl sich jedoch ziemlich Zeit und übergab auch später nicht alle Gebiete, die im ursprünglichen Schenkungsversprechen beinhaltet waren. In der Absetzung des bayrischen Herzogs Tassilo konnte der Frankenkönig auf die Zustimmung des Papstes bauen. Auf dem ökumenischen Konzil von Nizäa konnte Hadrian 787 eine Einigung von Ost- und Westkirche in der lange Zeit umstrittenen Frage der Bilderverehrung herbeiführen: Man unterschied Anbetung (der Gottheit allein) von Verehrung von Bildern. Karl dem Großen war diese Einigung auf dem Konzil, die nicht mit ihm abgesprochen war, ein Ärgernis und so lies er seine Hoftheologen um Alkuin auch aufgrund mißverständlicher Übersetzungen des griechischen Konzilstextes gegen diese Einigung polemisieren und auf einer Synode in Frankfurt Entscheidungen gegen die Bildertheologie der Griechen fällen. Hadrian, der Karl nicht brüskieren wollte, hielt an den Konzilsentscheidungen von Nizäa fest, vermied aber eine offizielle Stellungnahme gegen die fränkischen Synodenbeschlüsse. In Hadrian und Karl nahm die mittelalterliche Einheit und Polarität von Kaisertum und Papst im Mittelalter langsam Gestalt an. Hadrian sorgte sich um die altchristlichen Baudenkmäler in Rom (vgl. L. Spätling, LTHK² 4,1306) ,
Widmung von Karl d. Großen: gr. Marmorgedenktafel mit eingravierten Versen noch immer im Protikus des Petersdomes zu sehen,
,
Rom,
,
,
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,
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25. Dezember 795,
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Rom,
,
,
Langobardenkönig Desiderius,
Karl der Große,
byzantinische Kaiserin Irene;,
"Restaurierung unzähliger Kirchen,
Erneuerung der Stadtmauern, des Tiberufers und der Aquädukte,
Gründung des Krankenhauses S. Spirito",
,
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Bewohner von Hadria (latein.).,
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Leo III.96,
Leo III.,
,
,
795-816,
20 Jahre 5 Monate 17 Tage,
Sofort nach seiner Papstwahl am Begräbnistag seines Vorgängers Hadrian I. schickte er ein Schreiben, die Schlüssel zum Grab des Petrus in Rom und ein Banner Roms an den Frankenkönig Karl und versicherte ihm seiner Verbundenheit. Leo III. hatte in Rom vor allem in der Anhängerschaft seines Vorgängers viele Feinde, wurde sogar 799 bei einer Prozession überfallen und misshandelt. 799 reiste er zu Karl nach Paderborn und versicherte sich dort der Unterstützung des Frankenkönigs. Im Jahr 800 kam Karl nach Rom und schaffte dort Ordnung. Am Weihnachtstag 800 krönte Leo III. Karl zum römischen Kaiser. Für Leo III. sollte Karl als der eine römische Kaiser die Ansprüche des oströmischen Konstantinopel eingrenzen (vgl. W. Ullmann, LTHK² 6,947-948). ,
Leo III. ist dargestellt auf einem Mosaik im Triclinium des Lateran-Palasts (ca. 799),
,
Rom,
,
,
,
,
26.12.795,
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12.06.816,
,
,
Rom Peterskirche ,
,
Karl der Große (Kaiserkrönung durch Papst Leo III. am Weihnachtstag des Jahres 800. Kaiser Karl der Große versteht sich als weltlicher und geistlicher Herrscher.,
"großer Saal der an den Lateranspalast angefügt wurde u. in dem sich 2 große Mosaike (zeigen das neue Verhältnis zw. Papst und Kaiserreich) befinden,
Fortsetzung der von Hadrian I.begonnenen Restaurierungsarbeiten,
erbaute Stadtmauer um Alt-St. Peter.",
,
,
der Löwe (latein.),
12. Jun,
Heiligsprechung 1673 durch Papst Clemens X.,
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Stephan IV. (V.)97,
Stephan IV. (V.),
,
,
816-817,
7 Monate 2 Tage,
Er wurde zwar ohne kaiserliche Bestätigung zum Papst gewählt, beeilte sich aber, mit Kaiser Ludwig I. ein gutes Einvernehmen herzustellen. Er zog zu ihm nach Reims und erneuerte dort im Oktober 816 das Bündnis, das Stephan II. 754 eingegangen war. Am 8. Oktober 816 weihte er den seit 813 amtierenden Kaiser, salbte ihn und bekrönte ihn mit der mitgebrachten "Krone Konstantins". Er erreichte beim Kaiser die Begnadigung der Kleriker, die wegen ihres Aufruhrs gegen Leo III. verbannt worden waren (Vgl. G. Schwaiger, LTHK² 9,1039-1040).,
,
,
Rom,
Im Lateran erzogen und v. Hl. Leo III. zum Subdiakon und Diakon ordiniert worden,
,
,
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22.06.816,
,
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24.01.817,
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,
Ludwig der Fromme (Sohn Karls d. Großen) wurde von Stephan IV. in Reims (Franken) gekrönt und als erster Kaiser von einem Papst gesalbt.,
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die Krone (griech.),
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,
Paschalis I. (Hl.)98,
Paschalis I. (Hl.),
,
Er gehörte der Familie der Massimo an.,
817-824,
7 Jahre 3 Monate 20 Tage,
Das unter seinem Vorgänger bei dessen Besuch in Reims eingefädelte Pactum Ludovicianum bestätigte nochmals die unter Pippin und Karl dem Großen erfolgten Schenkungen, die die Grundlage des Kirchenstaates bildeten. In diesem Vertrag wurde auch die Unabhängigkeit dieser Territorien von Italien und die Selbstregierung unter kaiserlichem Schutz bestätigt. Nach seinem Tod brachen aufgrund seiner parteiischen Regierung schwere Unruhen aus (vgl. LTHK² 8,128). Er war ein glühender Verehrer der Märtyrer, deren Überreste er zahlreich exhumieren und in viele Kirchen überführen ließ. Im besonderen entdeckte er die Überreste der Hl. Cäcilie in den Katakomben des Hl. Calixtus und ließ sie in die ihr gewidmete Kirche überführen. Sein Andenken bewahrt die Kirche St. Prassede in Rom, die er erbauen ließ, mit ihren ausgezeichneten Mosaiken. Unter der Apsis findet sich eine Weiheinschrift in goldenen Buchstaben auf dunkelblauem Grund: EMICAT AVLA PIAE VARIIS DECORATA METALLIS PRAXEDIS DNO SVPER AETHRA PLACENTIS HONORE PONTIFICIS SVMMI STVDIO PASCHALIS ALUMNI SEDIS APOSTOLICAE PASSIM QVI CORPORA CONDENS PLVRIMA SCORVM SVBTER HAEC MOENIA PONIT FRETVS VT HIS LIMEN MEREATVR ADIRE POLORVM ,
,
,
Rom,
,
,
,
,
25.01.817,
,
,
11.02.824,
,
,
,
,
Lothar (Sohn v. Ludwig) wurde zum König von Italien gekrönt.,
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der Österliche (an Ostern Geborene) (hebr. - latein.),
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,
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,
,
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,
,
Eugen II.99,
Eugen II.,
,
,
824-827,
3 Jahre 22 Tage,
Nach dem Tod seines Vorgängers kam es zu mehrmonatigem Wahlkampf zwischen Volk und Adel in Rom, wobei Eugen als Kandidat der Adelspartei siegte. Er anerkannte die kaiserliche Oberhoheit im Kirchenstaat und versprach dem Kaiser die Treue. Im Herbst 824 kam Ludwigs Sohn Lothar nach Rom und schuf Ordnung im Sinne des fränkischen Königtums. Der Einfluss der Franken auf das Papsttum und die römische Kirche kam damit zum Höhepunkt, die im Pactum Ludovicianum zugestandene Unabhängigkeit des Papsttums wurde aufgehoben, der Einfluss des fränkischen Königshauses wurde soweit ausgedehnt, dass ein electus (gewählter Papst) vor der Weihe (Krönung) dem Kaiser Treue zu schwören habe (vgl. G. Schwaiger, LTHK² 3,1171-1172).,
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,
Rom,
vorher Erzpriester v. S. Sabina,
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05.[?]06.826,
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27.[?]08.827,
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Valentin100,
Valentin,
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827,
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Papst Valentin wurde einmütig von Klerus, Adel und Volk zum Papst ausgerufen und im Dom St. Peter geweiht, was nach den Kämpfen bei der Wahl seines Vorgängers eine positive Entwicklung darstellt. Im Liber pontificalis wird sein geistliches Leben gerühmt (vgl. G. Schwaiger LTHK² 10,598).,
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Rom in der Gegend von via Lata,
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08.827,
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09.827,
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Rom vatikanische Grotten,
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Gregor IV.101,
Gregor IV.,
,
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827-844,
,
Gemäß den Vereinbarungen von 824 wurde er erst nach Prüfung der Wahl durch den Kaiser geweiht. Im Streit Ludwigs des Frommen mit seinen Söhnen ging er mit Lothar in das Frankenreich, um zu vermitteln. Da man im fränkischen Königshaus jedoch eine Bedeutungssteigerung des Papsttums gegenüber der kaiserlichen Gewalt befürchtete, scheiterte er mit seinen Vermittlungsversuchen. Gegen die Sarazenen lies er Ostia befestigen (vgl. LTHK² 4, 1182). ,
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Rom,
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827,
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01.844,
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der Wachsame (griech. / latein.),
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Sergius II.102,
Sergius II.,
,
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844-847,
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,
Rom,
,
,
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01.844,
,
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27.01.847,
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Gegen die Bestimmung von 824 wurde Papst Sergius geweiht, ohne dem Kaiser den Treueeid geschworen zu haben. Daraufhin schickte Lothar I. als Gesandte seinen Sohn Ludwig II. und den Bischof Drogo von Metz mit Truppen nach Rom, um die fränkischen Rechte zu wahren und die Wahlvorgänge zu untersuchen, da ein Gegenpapst Johannes auch Rechte beanspruchte. Sergius schwor Lothar die Treue und krönte Ludwig II. zum Langobardenkönig. Die Übergriffe der Sarazenen brachten Rom immer stärker in Bedrängnis (vgl. G. Schweiger, LTHK² 9, 688).,
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Leo IV. (Hl.)103,
Leo IV. (Hl.),
Sohn des römischen Bürgers Rodualdus,
,
847-855,
8 Jahre 3 Monate 7 Tage,
Wegen der Sarazenenkämpfe wurde der Benediktiner als Papst Leo IV. in Eile ohne Zustimmung durch Kaiser Lothar geweiht. Nach den Beschädigungen, die die Kämpfe in den römischen Vorstädten hinterlassen hatten, wurde unter Papst Leo die Stadt um St. Peter befestigt, woraus sich die "civitas leonina", die Leostadt entwickelte. Die von den arabischen Invasoren verwüsteten Basiliken wurden neu ausgeschmückt. 849 konnte vor Ostia, dem Hafen von Rom, der sarazenischen Flotte eine vernichtende Niederlage beigebracht werden. Die zerstörte Stadt Centumcellae ließ er als "Leopolis" wiederaufbauen. Wegen der fränkischen Ansprüche aus der Constitutio von 824 gab es häufig Auseinandersetzungen mit dem Kaiserhaus ( vgl. G. Schwaiger, LTHK² 6, 948),
"Portrait in der Basilika inferiore in San Clemente//Fresko von Raffaello in einer seiner Stanzen ""Brand im Borgo""//",
um 790,
Rom,
,
OSB,
,
,
10.04.847,
,
,
17.07.855,
,
Rom,
,
,
850 Kaiserkrönung Ludwigs II., des Sohnes von Lothar, in Rom, der ab 855 Alleinherrscher wurde.,
"die sog. Leonische Stadt: Mauer um St. Peter (zum Schutz vor Sarazenen),wurde 852 geweiht,
Restauration vieler Kirchen;",
,
,
der Löwe (latein.),
17.07.,
Heiligsprechung,
,
,
,
,
,
,
,
Benedikt III.104,
Benedikt III.,
,
,
855-858,
2 Jahre 6 Monate 19 Tage,
Die spätere erwiesenermaßen falsche Legendenbildung führte an dieser Stelle die Legende von der "Päpstin Johanna" ein. Die Partei von Ludwig II. erhob Anastasius Bibliothecarius, gegen den schon der vorherige Papst zu kämpfen hatte, zum Gegenpapst, der sich aber nicht lange halten konnte. Benedikt konnte beraten von seinem Nachfolger Nikolaus I. die Bedeutung des Papsttums in der Auseinandersetzung mit dem fränkischen Königshaus sichern. Unter seinem Pontifikat ging die Restaurierung der Kirchen Roms weiter voran (vgl. G. Schwaiger, LTHK² 2,174).,
,
,
Rom,
,
,
fromm und versöhnlich,
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29.09.855,
,
,
17.04.858,
,
,
,
,
,
Er restaurierte viele Kirchen Roms.,
,
,
der Gesegnete (latein.).,
,
,
,
,
,
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Nikolaus I. (Hl.)105,
Nikolaus I. (Hl.),
,
,
858-867,
9 Jahre 6 Monate 20 Tage,
Er hatte bereits unter seinen drei Vorgängern Ämter im Lateran inne. In Anwesenheit von Kaiser Ludwig II. wurde er als angesehene Persönlichkeit mit großem Horizont zum Papst gewählt. Seit 863 wurde er unterstützt von Anastasius Bibliothecarius, der als Gegenpapst zu Benedikt III. gescheitert war, aber immer noch großen Einfluss hatte. Nikolaus hatte heftige Auseinandersetzungen mit kirchlichen Amtsträgern zu führen, die ihre Kompetenzen zu überschreiten drohten, so dem Erzbischof Johannes von Ravenna und Kleriker in Reims. In diesen Konflikten setzte er den rechtlichen Vorrang des Papstes vor Synodalentscheidungen und den Rechten der Metropoliten durch. Gegen Lothar II verteidigte er die kirchliche Sicht der Ehe und setzte daher dem König willfährige Bischöfe ab. Der nichtkanonisch eingesetztePatriarchen Photius in Byzanz ging Nikolaus um Anerkennung an, wurde jedoch 863 von diesem abgesetzt, worauf der Konflikt mit Byzanz sich wieder vertiefte. Der Streit zwischen Ost- und Westkirche um die Missionierung Bulgariens trug wesentlich dazu bei. Papst Nikolaus konnte die Bedeutung des Papsttums gerade in der Situation steigern, als die Kaisergewalt seit 843 dahinkümmerte (vgl. . Ihm wird die Einführung des Maria-Himmelfahrts-Festes am 15.08. zugesprochen (vgl. Th. Schiefer, LTHK² 7,976-977). . ,
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820,
Rom,
,
,
,
,
21.04.858,
3 Tage nach Wahl,
,
13.11.867,
,
Rom,
,
,
Kaiser Ludwig II.,
Kaiser Michael III.,
Patriarch v.Konstantinopel Photios,
König Boris I. (Bulgarien),
,
,
,
der Sieger über das/aus dem Volk (griech.),
13.11.,
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Hadrian II.106,
Hadrian II.,
,
,
867-872,
5 Jahre,
Papst Hadrian II. war Sohn eines späteren Bischofs aus dem Adel. Vor seiner Weihe war er verheiratet. Er war persönlich ohne Tadel, doch politisch unfähig, die unter Nikolaus I. aufgebaute Machtstellung des Papsttums zu halten. Lambert von Spoleto überfiel Rom. Wenig später wurde die frühere Gattin Hadrians und seine Tochter entführt und ermordet. Im Ehekonflikt mit Kaiser Lothar II., der seine erste Frau Theutberga verstoßen hatte und mit Waldrada eine zweite unrechtmäßige Ehe eingegangen war, drängte der Papst zwar zur Wiederaufnahme von Theutberga, reichte Lothar jedoch die Kommunion, nachdem dieser die Einhaltung der Auflagen von Papst Nikolaus beschworen hatte. Die Erbteilung Lothringens nach dem Tod Lothars konnte Hadrian nicht verhindern. Im Konflikt um die Absetzung des Bischofs von Laon, den der Papst zunächst zu sich an ein römisches Gericht ziehen wollte, verbat sich Karl II. jegliche Einmischung des Papstes, woraufhin dieser zurückzog und Karl sogar die Kaiserkrönung anbot. Im Streit zwischen den Patriarachen Ignatios und Photios von Konstantinopel fällte eine Synode von 867 eine Entscheidung zugunsten von Ignatios, die auf dem vierten Konzil von Konstantinopel (869–870) bestätigt wurde. Bulgarien ging in dieser Zeit endgültig in die Ostkirche über, nur die von Kyrill und Methodios missionierten slawischen Gebiete verblieben bei der Westkirche, wobei Hadrian die Verwendung der slawischen Sprache in der Liturgie erlaubte (vgl LThK² 4, 1306-1307). ,
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Rom,
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14.12.867,
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14.12.872,
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Bewohner von Hadria (latein.).,
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Johannes VIII.107,
Johannes VIII.,
,
Sohn des Römers Gundo,
872-882,
10 Jahre 2 Tage,
Mit Johannes VIII. begegnet man dem ersten gewaltsam zu Tode gekommenen Papst seit den Christenverfolgungen als ein Signal für die dunkle Zeit, die sich ankündigt: das sog. "saeculum obscurum". Die Päpste werden zunehmend zum Spielball der italienischen Adelsfamilien. C. Baronius prägte diesen Begriff für die Zeit von 880-1049, als die gregorianische Reform die degenerierte Kirche wieder zu erneuern begann. In dieser Zeit wurde die Kirche durch inneren Verfall und äußere Bedrohungen durch Sarazenen, Wikinger und Hunnen in äußerste Bedrängnis gebracht. Die Päpste wurden nach Gutdünken von 880-962 durch die Sippe des Theophylakt und Alberich II ein- und abgesetzt, 962-1012 hatten sich die Crescentier diesen Einfluss gesichert und 1012-1046 die Tusculaner. Die Erneuerung des Kaisertums in Deutschland ab 962 hatte erst spät auch positive Auswirkungen auf das Papsttum. Die Wahrung und Absicherung des Kirchenstaates, Abwehr der Sarazenen und erneuerte Kontakte mit Byzanz waren die positiven Seiten dieses "dunklen Jahrhunderts" (vgl. H. Wolter, LThK² 9,206-207). Den Führungsanspruch Nikolaus I. konnte Johannes in der Zeit des karolingischen Niedergangs nicht ausfüllen. Er krönte Karl den Kahlen am 25.12.875 zum Kaiser und setzte damit die päpstliche Krönung als konstitutiv für die Kaiserwürde durch. Karl, obwohl ab 875 auch König von Italien, konnte dem Papst jedoch militärisch nicht zu Hilfe eilen, als Italien von den sizilianischen Arabern ("Sarazenen") heimgesucht wurde. Dem Konflikt zwischen den Herzögen Lambert von Spoleto und Adalbert von Tuszien entzog er sich durch Flucht ins westliche Karolingerreich. 881 anerkannte er Karl III von Ostfranken als König von Italien und krönte ihn zum Kaiser, in der Hoffnung auf dessen politische Unterstützung, die jedoch wieder ausblieb. Der Konflikt mit Byzanz in der Frage des rechtmäßigen Patriarchen konnte von Johannes durch die Wiedereinsetzung von Photius als Patriarch unter großem Gesichtsverlust wieder etwas gemäßigt werden. Gegen die bayrischen Diözesen, die um ihre Ansprüche in der Ostmission fürchteten, stützte er den Slawenmissionar Methodios und genehmigte nach anfänglichem Widerstand die slawische Liturgie. Johannes wurde nach dem Zeugnis der Fuldaer Annalen am 15.12.882 durch römische Gegner vergiftet und erschlagen (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5,988-989). ,
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Rom,
Archidiakon der röm. Kirche,
,
,
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14.12.872 Dezember 872,
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15.12.882,
"Johannes starb eines gewaltsamen Todes,
vielleicht wurde er vergiftet oder erstochen.",
,
,
,
"Kaiserkrönung v. Karl d. Kahle Weihnachtstag 875,
Krönung v. Karl III. 879 z. König v. Italien u. 881 zum Kaiser,
byzantinischer Kaiser Basileios,
",
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Gott ist gnädig (hebr.),
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Marinus I.108,
Marinus I.,
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,
882-884,
1 Jahr 4 Monate 29 Tage,
Marinus ist der erste Fall, dass ein Bischof auf den römischen Stuhl übertragen wurde, was vorher streng verpönt war, weil der Bischof mit seiner Diözese sozusagen als "verheiratet" galt. Daher waren vorher Archidiakone, Priester etc. zum Bischof von Rom und Papst gewählt worden. Marinus war schon Legat von Papst Hadrian II. in Konstantinopel gewesen, als Patriarch Photis mit westlicher Unterstützung abgesetzt worden war und hat unter Papst Johannes mit Kaiser Karl III. und Ostrom verhandelt. Nach der Ermordung des Johannes wurde er daher sofort zum Papst gewählt. Er begnadigte den Formosus von Porto, dessen Absetzung ein dramatischer Konfliktfall im vorherigen Pontifikat war (vgl. G. Schwaiger, LThK² 7,83). . ,
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englicher Abstammung,
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16.12.882,
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15.05.884,
Marinus wurde vermutlich mit Hilfe von Gift ermordet.,
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Hadrian III. (Hl.)109,
Hadrian III. (Hl.),
,
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884-885,
1 Jahr 4 Monate,
Die Unruhen, die unter Marinus begonnen hatten, dauerten fort, worauf der Papst Hadrian mit harten Strafen antwortete. Auf einer Reise zu Karl III. nach Deutschland verstarb der Papst in Modena (vgl. G. Schwaiger, LThK² 4,1307).,
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Rom,
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,
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,
17.05.884,
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09.885,
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Bewohner von Hadria (latein.).,
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,
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Stephan V. (VI.)110,
Stephan V. (VI.),
,
,
885-891,
6 Jahre,
Die Wahl von Stephan V. erzürnte anfänglich Kaiser Karl III., da sie ohne Rücksprache mit ihm erfolgt war. Den Schutz des Kirchenstaates vor den Sarazenen, den Karl nicht leisten konnte, versprach sich Stephan nach zwischenzeitlichem Kontakt mit Byzanz und dem ostfränkischen König Arnulf von Kärnten schließlich von Herzog Guido III. von Spoleto, den er nach Absetzung und Tod von Karl zum Kaiser krönte. Er nahm im Streit zwischen ostfränkischer und byzantinischer Kirche die Erlaubnis der slawischen Sprache in der Liturgie wieder zurück, weshalb nach dem Urteil von G. Schwaiger die mährische Kirche die lateinische Liturgie und den Kontakt mit Rom bewahrte (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9,1040). .,
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war Römer,
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09.885,
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14.09.891,
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Formosus111,
Formosus,
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891-896,
4 Jahre 5 Monate 29 Tage,
Papst Formosus war wie Martin vorher bei seiner Wahl zum Papst Bischof, woraus man später einen Vorwurf konstruiert hat. Unter seinen Vorgängern aktiv in der Missionierung Bulgariens war er etwas erfahrener im Umgang mit der Ostkirche und versuchte im Streit der Anhänger des verstorbenen Patriarchen Ignatios und des Photios einen Kompromiss zu finden. Im Konflikt mit den Spoletanern (Lambert von Spoleto) rief Formosus König Arnulf von Kärnten zu Hilfe, der schließlich auf seinem zweiten Italienzug im Februar 896 Rom eroberte. Formosus krönte Arnulf zum Kaiser, doch musste dieser krank nach Bayern zurückkehren. Kurz darauf starb Formosus. Lambert von Spoleto ließ durch den nachfolgenden Papst Stephan VI. fürchterliche Rache üben: der Leichnam wurde 9 Monate nach dem Tod wieder ausgegraben, förmlich in einer Synode gerichtet und alle seine Weihen und Handlungen für ungültig erklärt, der verstümmelte Leichnam in den Tiber geworfen, woraus er jedoch von Anhängern gerettet werden konnte. 897 wurden die Beschlüsse dieser "Leichensynode" von Papst Theodor II. aufgehoben und der Leichnam ehrenvoll in der Basilika St. Peter bestattet (vgl. G. Schwaiger, LThK² 4,214-215). . ,
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Rom oder Ostia,
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6.10.891,
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4.4.896,
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(Leichenschändung) ->Leib in St. Peter begraben,
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Bonifatius VI.112,
Bonifatius VI.,
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896,
15 Tage,
Der unter Johannes VIII vom Priesteramt abgesetzte Bonifatius wurde von aufständischen Römern nach dem Tod des Formosus zum Papst erhoben, starb aber bereits nach 15 Tagen. Es handelt sich um das drittkürzeste Pontifikat der Geschichte (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2,589).,
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,
Rom oder Toscana,
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4.4.896,
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05.896,
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,
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der Wohltäter (latein.),
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Stephan VI. (VII.)113,
Stephan VI. (VII.),
,
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896-897,
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Stephan wurde von den Spoletanern zum Papst erhoben. Er ließ den Leichnam des Papstes Formosus, der ihn sogar zum Bischof geweiht hatte, ausgraben und in der sog. "Leichensynode" entweihen. Vom empörten Volk wurde er schließlich gestürzt und im Gefängnis erdrosselt (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9,1040). ,
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Rom,
,
,
,
,
05.896,
,
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08.897,
Auf Anstiftung der für enthoben erklärten Presbyter wurde er verhaftet und erdrosselt.,
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Rom vatikanische Grotten,
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Romanus114,
Romanus,
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897,
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Nach der Erdrosselung Stephans VI wurde er von den Anhängern des Formosus zum Papst erhoben. Über seine Amtszeit und Tod ist kaum etwas bekannt (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9,24).,
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Gallese,
,
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08.897,
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11.897,
Giftmord, andere Quellen: Absetzung gezwungen worden sei, in ein Kloster zu gehen, weshalb er als ""Mönch"" gestorben sei.",
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Theodor II.115,
Theodor II.,
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897,
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Papst Theodor, dessen Pontifikat nur 20 Tage dauerte, ließ den geschändeten Leichnam von Papst Formosus ehrenvoll in der Basilika St. Peter bestatten und sorgte für die Anerkennung der Weihen des Formosus. Die Beschlüsse der sog. "Leichensynode" unter Stephan VI. ließ er aufheben (vgl. G. Schwaiger, LThK² 10,28),
erstes Mal Medaillen Sergius III. mit Tiara eingraviert,
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römischer oder griechischer Abstammung,
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Johannes IX.116,
Johannes IX.,
Johannes von Tivoli OSB,
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898-900,
2 Jahre,
Als Theodor II gestorben war, riss Sergius von Caere das Papstamt kurz an sich. Nach seiner Vertreibung wurde der fromme Benediktinerabt Johannes von Tivoli auf Betreiben von Herzog Lambert von Spoleto zum Papst erhoben. Johannes ließ die Kaiserkrönung Arnulfs für nichtig erklären und anerkannte Lambert als Kaiser. Mit dessen Hilfe versuchte er in Rom wieder Ordnung zu schaffen, was jedoch wegen des frühen Todes von Lambert nicht lange anhielt (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5,989).,
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Tivoli,
,
,
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01.898,
,
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01.900,
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Gott ist gnädig (hebr.),
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Benedikt IV.117,
Benedikt IV.,
,
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900-903,
3 Jahre 6 Monate,
Papst Benedikt war Anhänger des Formosus. Er krönte 901 Ludwig III. zum Kaiser, der jedoch gegenüber König Berengar I zurücktreten musste (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2,174).,
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Rom,
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05.900,
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08.903,
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,
der Gesegnete (latein.).,
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,
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Leo V.118,
Leo V.,
,
,
903,
2 Monate,
Sein späterer Nachfolger hat ihn nach nur einem Monat Pontifikat eingekerkert und umbringen lassen. Er ging in eine bretonische Legende ein, die ihn mit dem hl. Tugdual OSB, der zum Papst erhoben sei (vgl. G. Schwaiger, LThK² 6,948). ,
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Ardea,
,
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,
07.903,
,
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09.903,
Er wurde von Kardinal Christophorus mit Gewalt abgesetzt und in ein Kloster gesperrt, wo er bald danach, vielleicht eines gewaltsamen Todes starb.,
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,
,
der Löwe (latein.),
,
,
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Sergius III.119,
Sergius III.,
,
,
904-911,
7 Jahre 2 Monate 16 Tage,
Der skrupellose Sergius hatte bereits kurzzeitig das Petrusamt an sich gerissen, bevor sein Vorgänger mit Hilfe aus Spoleto zum Papst erhoben wurde. Daraufhin floh er zu Adalbert von Tuszien. Nach dem Tod von Johannes und der Ermordung des Konkurrenten Christophorus riss er mit Hilfe des Thophylakt das Petrusamt an sich und ließ als erbitterter Gegner des Formosus dessen Weihen und Amtshandlungen wieder für ungültig erklären. Das Papstamt kam nun in erbärmliche Abhängigkeit des Stadtfürsten Theophylakt und seiner Familie. Mit der Tochter Marozia hatte er vermutlich einen Sohn, der später als Johannes XI Papst wurde. Die in einem Erdbeben eingestürzte Lateranbasilika ließ er erneuern. In der Beziehung zur Ostkirche kam es zu einer Verschlechterung, weil er im Streit um die Eheführung des Kaisers Leo zu dessen Gunsten entschied (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9,688-689) ,
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Rom,
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29.01.904,
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14.04.911,
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Anastasius III.120,
Anastasius III.,
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911-913,
2 Jahre 2 Monate,
Er scheint eine positive Ausnahmeerscheinung im saeculum obscurum gewesen zu sein, ohne jedoch im Machtspiel zwischen Theophylakt und den Spoletanern etwas ausrichten zu können (vgl. G. Schwaiger, LThK² 1,493) ,
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war Römer,
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04.911,
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06.913,
Evtl. durch Giftanschlag, den man Theophylakt unterstellt.,
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Lando121,
Lando,
,
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913-914,
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Lando war ein lombardischer Grafensohn und völlig abhängig von der römischen Adelsfamilie des Theophylakt (vgl. G. Schwaiger, LThK² 6,777) . ,
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aus der Sabinergegend,
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Wahrscheinlich starb er unter tragischen Umständen.,
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Johannes X.122,
Johannes X.,
Johannes v. Tossignano (Romagna),
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914-928,
14 Jahre 2 Monate,
Johannes X. verdankte seine Erhebung zum Papst den Theophylakt. Er einte die Kräfte Italiens gegen die Sarazenen und kämpfte selbst in der Schlacht bis zum entscheidenden Sieg am Garigliano im August 915, auf dem die Sarazenen ihren Stützpunkt aufgebaut hatten. Die Krönung von Berengar I. zum Kaiser im Dezember 915 brachte ihm nicht den davon erwarteten Schutz in den Machtkämpfen der italienischen Adelsgeschlechter und während der Ungarneinfälle in Italien. Seine Eigenständigkeit und das Bündnis mit König Hugo von Italien entzweite ihn mit Marozia, der Tochter des Theophylakt, die ihn schließlich einkerkern und umbringen ließ (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5,989) .,
,
,
vermutlich in Imola in der Region Romagna,
Bischof v. Bologna, 905-914 Erzbischof v. Ravenna,
,
Johannes erscheint als kluge, kraftvolle Persönlichkeit in schwerster Zeit.,
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03-04.914,
,
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05-06.928,
Marozia ließ ihn ins Gefängnis werfen, wo er zwischen zwei Polstern erstickt wurde.,
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Im Dezember 915 krönte er Berengar I. zum Kaiser,
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Gott ist gnädig (hebr.),
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Leo VI.123,
Leo VI.,
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928,
7 Monate,
Er war der Sohn des Primicerius Christophorus und wurde von Marozia nach der gewaltsamen Absetzung des Johannes X. zum Papst erhoben (vgl. G. Schwaiger, LThK² 6,949) . ,
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war Römer,
,
,
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,
05.928,
,
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12.928,
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der Löwe (latein.),
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,
Stephan VII. (VIII.)124,
Stephan VII. (VIII.),
,
,
928-931,
2 Jahre 2 Monate,
Papst Stephan war eine Marionette von Marozia und ihrem Machtapparat(vgl. G. Schwaiger, LThK² 9,1040) . ,
,
,
war Römer,
"Kard.-Presbyter v. S. Anastatia;",
,
,
,
12.928,
,
,
02.931,
,
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Rom vatikanische Grotten,
,
,
,
,
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die Krone (griech.),
,
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,
,
,
,
,
,
,
Johannes XI.125,
Johannes XI.,
,
Sohn der Marozia und wahrscheinlich des Papstes Sergius III. (Halbbruder? Alberich II.),
931-935,
,
Er war Sohn der Marozia und wahrscheinlich des Papstes Sergius III. und wurde von seiner Mutter zum Papst erhoben. Nach der Vertreibung König Hugos 932 durch Alberich II. wurde Marozia eingekerkert (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5,990).,
,
,
war Römer,
,
,
,
,
02-03.931,
,
,
12.935,
Nach der Vertreibung König Hugos 932 warf Alberich II., der neue Herr Roms, seine Mutter Marozia und seinen Halbbruder (?) Johannes in den Kerker, wo dieser starb.,
,
St. Johannes im Lateran,
,
,
,
,
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Gott ist gnädig (hebr.),
,
,
,
,
,
,
,
,
,
Leo VII.126,
Leo VII.,
,
,
936-939,
3 Jahre 6 Monate 10 Tage,
Vermutlich ein Benediktinermönch wurde Leo von dem siegreichen Alberich II. zum Papst erhoben und förderte wie dieser die Cluniazensische Reform, die vom Kloster Cluny in Frankreich ausgehend eine Erneuerung der Kirche aus dem Mönchtum versuchte (vgl. G. Schwaiger, LThK² 6,949). ,
,
,
war Römer,
,
,
,
,
3.1.936,
,
,
13.7.939,
,
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,
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,
,
Stephan VIII. (IX.)127,
Stephan VIII. (IX.),
,
,
939-942,
3 Jahre 3 Monate,
Durch Alberich II. zum Papst erhoben und nach dessen Weisung Anhänger der Cluniazensischen Reform (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9,1040-1041).,
,
,
Rom,
,
,
,
,
14.7.939,
,
,
10.942,
,
,
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,
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,
,
,
die Krone (griech.),
,
,
,
,
,
,
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,
,
Marinus II.128,
Marinus II.,
,
,
942-946,
3 Jahre 7 Monate,
Er wurde fälschlich öfters Martin III. genannt. Auch er wurde von Alberich II. zum Papst erhoben und war dessen Marionette (vgl. G. Schwaiger, LThK² 7,83).,
,
,
Rom,
,
,
,
,
30.10.942,
,
,
05-06.946,
,
,
,
,
,
,
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,
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,
,
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,
,
,
,
Agapet II.129,
Agapet II.,
,
,
946-955,
9 Jahre 7 Monate,
Er wurde von Alberich II. eingesetzt und erscheint als würdiger Papst, der sich ebenfalls die Cluniazensische Reform unterstützt hat. Alberich nötigte ihn, Otto I. 952 die Kaiserkrone zu verweigern. 955 gab Agapet Otto freie Hand zu dessen kirchlicher Reform im Osten (vgl. G. Schwaiger, LThK² 1,182).,
,
,
Rom,
,
,
,
,
10.05.946,
,
,
12.955,
,
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G:/Obernzell 010406/Wappen/Extrahiert/papstwappen obernzell-129-133-Agapitus.jpg
Johannes XII.130,
Johannes XII.,
Octavian von Spoleto,
Sohn von Alberich II.,
955-964,
8 Jahre 4 Monate 28 Tage,
Alberich hatte die Mächtigen Roms am Petersgrab den Schwur abgenommen, Octavian nach dem Tod des Vorgängers zum Papst zu wählen, was der amtierende Papst nicht verhindern konnte. Der 18-jährige Sohn von Alberich II. mit einem bekannt ausschweifenden Lebenswandel war der einzige minderjährige Papst der Papstgeschichte. Als Papst und Fürst amtierte er in Rom und führte sein Lotterleben weiter. Er rief König Otto zur Unterstützung gegen König Berengar und dessen Familie nach Rom und krönte ihn dort am 2.2.962 zum Kaiser. Im Privilegium Ottavianum vom 13.02.962 wurde der Umfang des Kirchenstaates bestätigt aber auch auf die Mitwirkung des Kaiserhauses bei der Papstwahl nach der Constitutio Lothars I. von 824 gepocht. Die alsbald einsetzende kaiserfeindliche Haltung des Johannes führte zu einem neuerlichen Romzug Ottos im November 963, weshalb Johannes mit dem Kirchenschatz aus Rom floh. Eine Synode im Rom unter Leitung Ottos setzte ihn am 4.12.963 wegen erwiesener Verbrechen ab und wählte Leo zum neuen Papst, der jedoch nach Ottos Abzug wieder Johannes weichen musste, bis dieser plötzlich im folgenden Jahr verstarb (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5,990).,
,
937 oder 939,
Rom,
,
,
,
,
16.12.955,
,
Am 4. Dezember 963 wurde er wegen erwiesener Verbrechen durch die von Otto I. einberufene Synode abgesetzt.,
14.05.964,
,
,
,
,
2.2.962 Otto dem Großen zum Kaiser gekrönt, Italienischer König Berengar II.,
,
,
,
Gott ist gnädig (hebr.),
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G:/Obernzell 010406/Wappen/Extrahiert/papstwappen obernzell-130-134-JohannesXII.jpg
Leo VIII.131,
Leo VIII.,
,
,
963-965,
1 Jahr 2 Monate 23 Tage,
Unter dem Einfluss von Kaiser Otto I wurde Leo als erster Laie von einer römischen Synode nach Absetzung von Johannes XII zum Papst erhoben und geweiht. Johannes XII. schürte einen Aufstand in Rom, den Otto jedoch 964 blutig niederschlug. Als Otto abgezogen war, übernahm Johannes wieder in Rom das Ruder und ließ den geflüchteten Leo am 26.2.964 von einer Synode absetzen. Am 14.5.964 starb Johannes, woraufhin die Römer Benedikt V. zum Papst erhoben. Am 23.6. 964 konnte Papst Leo im Gefolge Kaiser Ottos wieder nach Rom zurückkehren. Benedikt wurde verbannt, so dass das weitere Pontifikat von Leo in ruhigen Bahnen ablief. Angebliche Dokumente dieses kaiserhörigen Papstes Leo, die dem Kaiser weitgehende Rechte in der Papst- und Bischofseinsetzung zubilligen, wurden als Fälschungen von Anhängern Heinrichs IV. im Investiturstreit entlarvt (vgl. G. Schwaiger, LThK² 6,949). ,
,
,
Rom,
,
,
,
,
6.12.963,
,
,
1.3.965,
,
,
,
,
,
,
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,
der Löwe (latein.),
,
,
,
,
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,
,
,
Benedikt V.132,
Benedikt V.,
,
,
964,
1 Monat 1 Tag,
Benedikt V. wurde nach der Vertreibung Leos VIII. gegen den Willen von Kaiser Otto I. zum Papst erhoben. Von Otto abgesetzt, als er Leo nach Rom zurückführte, wurde Benedikt zum Diakon degradiert, dem in Rom anwesenden Erzbischof Adaldag von Hamburg übergeben, der ihn ehrenvoll behandelte und bei seiner Rückkehr nach Hamburg mitgeführt. Dort verstarb er und wurde anfänglich im Hamburger Mariendom begraben, im Jahr 988 jedoch wurden seine Gebeine durch Otto III. nach Rom übertragen (vgl. Friedrich Wilhelm Bautz, BBKL 1 (1990) 483,
G. Schwaiger, LThK² 2,174). ,
,
,
Rom,
,
,
ehrenwert und gelehrt,
,
22.05.964,
,
23.06.964 (Absetzung),
4.7.966,
,
Hamburg,
Otto III. sorgte für die Überführung nach Rom, wo er in den vatikanischen Grotten begraben wurde.,
,
,
,
,
,
der Gesegnete (latein.).,
,
,
,
,
,
,
,
,
,
Johannes XIII.133,
Johannes XIII.,
,
Vetter von Alberich II. und Bruder des Crescentius de Theodora.,
965-972,
6 Jahre 11 Monate 5 Tage,
Er war Vetter von Alberich II. und Bruder des Crescentius de Theodora. und wurde auf Druck von Otto I. gewählt. Unterstützt von Otto I. und unter seinem Schutz konnte er einen Aufstand in Rom 965, wegen dessen er aus der Stadt floh und erst 966 zurückkehrte, überstehen. Er krönte Otto II. mit Gemahlin Teophanu zum Kaiser. Die Creszentier konnten mit seiner Hilfe die Macht in Rom und im Kirchenstaat ausbauen (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5,990).,
,
,
Rom,
Bischof v. Narni,
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,
,
,
,
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,
,
,
Otto I., Johannes krönte Otto II. und dessen Gemahlin Theophanu, ,
,
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Gott ist gnädig (hebr.),
,
,
,
,
,
,
,
,
,
Benedikt VI.134,
Benedikt VI.,
,
,
973-974,
1 Jahr 6 Monate,
Benedikt VI. wurde nach dem Tod von Kaiser Otto I. durch die Adelspartei des Crescentius I. gefangen genommen und auf Weisung des installierten skrupellosen Gegenpapstes Bonifatius VII. Franco im Kerker erdrosselt. In diese Zeit fallen die Fälschungen von Papsturkunden durch Bischof Pilgrim von Passau und Erzbischof Friedrich von Salzburg aufgrund ihrer Rechtsstreitigkeiten (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2, 174). ,
,
,
Rom,
,
,
,
,
19.01.973,
,
,
07.974,
Er wurde erwürgt,
,
Rom vatikanische Grotten,
,
,
,
,
,
der Gesegnete (latein.).,
,
,
,
,
,
,
,
,
,
Benedikt VII.135,
Benedikt VII.,
,
,
974-983,
,
Kaiser Otto II. sorgte für die Wahl des früheren Erzbischofs von Sutri zum Papst, der bisherige Gegenpapst Bonifaz VII Franco musste nach Konstantinopel fliehen. Im Zusammenspiel mit Kaiser Otto II. unterstützte er die Cluniazensische Reform, die Ostmission und gab auch einigen kaiserlichen Wünschen willfährig nach (vgl. G. Schwaiger, LThK² 2,174).,
,
,
Rom,
,
,
,
,
10.974,
,
,
10.07.983,
,
,
Gerusalemme Kirche Santa Croce,
,
,
,
,
,
der Gesegnete (latein.).,
,
,
,
,
,
,
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,
,
Johannes XIV.136,
Johannes XIV.,
Petrus Canepanova,
,
983-984,
,
Er wurde von Kaiser Otto II. zum Papst erhoben und war ein würdiger und reformfreundlicher Papst. Doch nach dem Tod seines Schutzherren Otto II. kam Bonifaz VII. wieder aus Byzanz zurück und übernahm mit Hilfe der Crescentier wieder den päpstlichen Stuhl und ließ Mitte April 984 Johannes in die Engelsburg werfen, wo dieser an Hunger oder Gift starb (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5,991). ,
,
,
Pavia,
Bischof v. Pavia, Erzkanzler für Italien, ,
,
würdig, reformfreundlich, ,
,
12.983,
,
,
20.08.984,
,
,
,
,
Otto II., ,
,
,
,
,
,
,
,
,
,
,
,
,
,
Johannes XV.137,
Johannes XV.,
,
Sohn des römischen Presbyters Leo,
985-996,
7 Monate,
Papst Johannes XV. wurde durch die Crescentier von Johannes Crescentius II. erhoben. Er galt als gelehrt und förderte die Cluniazensische Reform, war aber zugleich aufgrund nepotistischen Verhaltens sehr unbeliebt. Herzog Mieszko von Polen schenkte um 990 sein Reich an den apostolischen Stuhl. 993 erfolgte die erste päpstliche Heiligsprechung in der Kanonisation von Ulrich von Augsburg. Vor den Crescentiern floh Johannes nach Tuszien und bat Otto III. um Hilfe, wonach sich eine Versöhnung mit den Crescentiern anbahnte und Johannes nach Rom zurückkehren konnte. Johannes starb jedoch bereits vor dem Eintreffen Ottos III (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5,991). . ,
,
,
Rom,
,
,
gelehrt, ,
,
08.985,
,
,
03.996,
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,
Otto III., ,
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,
Gott ist gnädig (hebr.),
,
,
,
,
,
,
,
,
,
Gregor V.138,
Gregor V.,
Brun von Kärnten,
,
996-999,
2 Jahre 9 Monate 15 Tage,
Brun von Kärnten wurde von Otto III. einer römischen Delegation als neuer Papst benannt. Er ist der erste deutscher Papst nach einer langen Reihe von einheimischen italienischen Päpsten. Am 21.5.996 krönte der 24jährige Papst seinen 16jährigen Vetter Otto III. zum Kaiser. Er begnadigte Johannes Crescentius und versuchte die italienischen Adelsparteien zu versöhnen, doch wurde er nach einem neuerlichen Aufstand der Crescentier 996 durch einen Gegenpapst Johannes XVI ersetzt. 998 kam Kaiser Otto III. mit seinem Heer nach Rom und führte Papst Gregor XV. wieder in sein Amt zurück. Nach der Eroberung der Engelsburg ließ Otto III. Crescentius mit zwölf Anhängern enthaupten. Der Gegenpapst Johannes floh, wurde aber März 998 aufgegriffen und verstümmelt, was ihn nach damaligem Amtsverständnis liturgieuntauglich und damit als Papst unbrauchbar machte. Nach Heilung der Wunden wurde er auf einer Synode formal angeklagt, auf einem Esel schändlich durch Rom getrieben und eingekerkert (vgl. G. Schwaiger, LThK² 4,1182,
Friedrich Wilhelm Bautz, BBKL 2 (1990) 308-309). Im Epitaph von Papst Gregor V. wird seine Fähigkeit hervorgehoben nicht nur auf lateinisch, sondern auch auf französisch und deutsch zu predigen und besonders seine königliche Abkunft herausgestellt (vgl. Sebastian Scholz: Politik - Selbstverständnis - Selbstdarstellung. Die Päpste in karolingischer und ottonischer Zeit (Historische Forschungen 26), Stuttgart 2006, 361). ,
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Sachsen,
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Malaria,
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der Wachsame (griech. / latein.),
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Silvester II.139,
Silvester II.,
Gerbert von Aurillac,
,
999-1003,
4 Jahre 1 Monat 10 Tage,
Er war der erste Franzose der den apostolischen Stuhl bestieg, ein mathematisch gebildeter Gelehrter. Bedeutend ist sein naturwissenschaftliches Wissen, das er auch aus arabischen Quellen erwarb. Papst Johannes XIII. hatte ihn Otto I. als Mitarbeiter empfohlen. Er nahm seine kirchliche Entwicklung in Reims und wurde dort auch von einer Synode 991 zum Erzbischof ernannt, was jedoch Papst Johannes XV nicht anerkennen wollte. Er ging von Reims weg zu Kaiser Otto III. und wurde auf dessen Fürsprache von Papst Gregor V. zum Erzbischof von Ravenna ernannt. Obwohl er vorher die Primatsansprüche des Papstes bekämpft hatte, betonte er diese nach seiner durch Otto gestützten Papsterhebung (vgl. G. Schwaiger, LThK² 9,758).,
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Frankreich,
,
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lat. der Waldmann,
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,
,
Johannes XVII.140,
Johannes XVII.,
Giovanni Sicco,
,
1003,
,
Er verdankt seine Erhebung den Crescentiern, die ihn nach dem Tod von Silvester II. zum Papst machten und von denen er abhängig war (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5,992) .,
,
,
Rom,
,
,
,
,
06.1003,
,
,
12.1003,
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,
St. Johannes im Lateran,
,
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,
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,
Gott ist gnädig (hebr.),
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Johannes XVII.140,
Johannes XVII.,
Giovanni Sicco,
,
1003,
,
Er verdankt seine Erhebung den Crescentiern, die ihn nach dem Tod von Silvester II. zum Papst machten und von denen er abhängig war (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5,992) .,
,
,
Rom,
,
,
,
,
06.1003,
,
,
12.1003,
,
,
St. Johannes im Lateran,
,
,
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,
,
Gott ist gnädig (hebr.),
,
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,
Sergius IV.142,
Sergius IV.,
Pietro,
,
1009-1012,
2 Jahre 10 Monate 12 Tage,
Ernannt von Crescentius III. war auch er völlig von den Crenscentiern in Rom abhängig. Der Kreuzzugsaufruf in einer angeblichen Enzyklika, den er nach der Zerstörung der Grabeskirche in Jerusalem durch Kalif Hakim 1010 abgegeben haben soll, ist eine Fälschung (vgl. Ernst Pulsfort, BBKL 9 (1995) 1441-1442).,
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Luni,
Bischof in Albino,
,
,
,
31.07.1009,
,
,
12.05.1012,
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,
S. Giovanni in Laterano,
,
Heinrich II v. Deutschland,
,
,
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Benedikt VIII.143,
Benedikt VIII.,
Theophylakt II. von Tusculum,
Er war Sohn des Grafen und kaiserlichen Admirals Gregor von Tusculum aus dem Geschlecht der Tuskulaner. Seinen Bruder Romanus ernannte er zum Herzog von Rom.,
1012-1024,
11 Jahre 11 Monate,
Mit Theophylakt als Papst Benedikt VIII., der zum Zeitpunkt der Wahl noch Laie war, setzten sich erstmals die Tuskulaner gegen die Crescentier durch, die ihm vergeblich Gregor als Papst entgegengestellt hatten, der zu König Heinrich floh, von diesem jedoch nicht anerkannt wurde. 1014 krönte Benedikt VIII. Heinrich II. zum Kaiser und pflegte mit ihm beste Kontakte. In Rom konnte er als guter Staatsmann seine Stellung ausbauen und zusammen mit Genueser und Pisaner Seestreitkräften einen wichtigen Sieg gegen die Sarazenen erringen, der die Rückeroberung Sardiniens bedeutete. 1020 reiste er nach Bamberg zu Heinrich II., um ihn in einem Konflikt mit Byzanz zu gewinnen, und weihte bei dieser Gelegenheit den Dom St. Stephan ein. Das Bistum Bamberg erhielt die römische Kirche zum Geschenk. Das Pactum Ottonianum mit den Zugeständnissen für den Kirchenstaat wurde durch Heinrich erneuert. 1021-1022 zog Kaiser Heinrich ein weiteres Mal nach Italien und stabilisierte im Süden die Lage. Der Kaiser drängte den Papst zu Synoden gegen Priesterehe und Ämterkauf. Die Crescentier wurden unterworfen und ihrer bisherigen Macht beraubt (vgl. Friedrich Wilhelm Bautz BBKL 1 (1990) 484,
Th. Schiefer, LThK² 2,175). ,
,
,
Rom,
Zum Zeitpunkt seiner Weihe war er noch ein Laie.,
,
,
,
20.4. 1012,
,
,
9.4.1024,
Rom,
,
,
,
1014 wurde Heinricht II. in der Peterskirche von Benedikt VIII. zum Kaiser gekrönt.,
,
,
,
der Gesegnete (latein.).,
,
,
,
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,
Johannes XIX.144,
Johannes XIX.,
Romanus von Tusculum,
Bruder von Benedikt VIII.,
1024-1032,
8 Jahre ? Monate,
Während des Pontifikats seines Bruders und Vorgängers Benedikt VIII. war er der weltliche Herr Roms: "consul et dux et senator omnium Romanorum", nach dessen Tod wurde er durch Ämterschacher ebenfalls zum Papst erhoben. Auch er war Laie bei seiner Erhebung und vereinigte weltliche und kirchliche Macht in Rom. Er krönte Ostern 1027 Konrad II. zum Kaiser, der sich in der Folge stark in kirchliche Angelegenheit einmischte. In dieser Zeit wurden die Päpste in den liturgischen Gebeten im Gottesdienst nicht mehr genannt, was die beginnende Spaltung ausdrückte, die sich im Morgenländischen Schisma verfestigte. Johannes unterstützte Cluny und die Cluniazensische Reform (vgl.Udo Tavares BBKL 3 (1992) 220-224,
G. Schwaiger LThK² 5, 992). ,
,
,
Rom,
Konsul, Dux et Senator ,
,
ungeistlich, wankelmütig, auf Geld bedacht, ,
,
06.1024,
,
,
08.1032,
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Ostern 1027 krönte er Konrad II. zum Kaiser.,
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Gott ist gnädig (hebr.),
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Benedikt IX.145,
Benedikt IX.,
Theophylakt III. von Tusculum,
Neffe von Benedikt VIII. und Johannes XIX. und Vetter von Gregor VI.,
1032-1044,
12 Jahre ?Monate,
Er war Neffe seiner Vorgänger Benedikt und Johannes und setzte den Tuskulanereinfluss auf das Papsttum fort. Die Frage nach der Legitimität der konkurrierenden Päpste in dieser Zeit ist mit Schwierigkeiten behaftet. Mit Benedikt IX. wird die amtliche römische Papstzählung zur Farce: drei Amtsperioden war Benedikt IX. gültig Papst, unterbrochen von Amtsperioden anderer Päpste. Dies zeigt, dass man in dieser Zeit in der Frage nach dem rechtmäßigen Amtsinhaber nur schwer Entscheidungen fällen kann. Hier ist sein erstes Pontifikat und seine erste Amtszeit 1032-1044 anzuzeigen. 1037-1038 weilte er bei Konrad II. in Oberitalien. Sein Pontifikat verkaufte er für viel Geld an einen Verwandten (vgl. Th. Schiefer, LThK² 2,175). ,
,
,
Rom,
,
,
,
,
27.8.1032,
,
"1. Absetzung nach einem von den Crescentiern ausgelösten Aufstand der Bevölkerung,
",
1055,
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Kaiser Heinrich III., Kg. Konrad II.,
,
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der Gesegnete (latein.).,
,
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Silvester III.146,
Silvester III.,
Johannes,
,
1045,
1 Monat(?),
Die Legitimität dieses Papstes ist unklar, dennoch wird er in der offiziellen Liste der römischen Päpste im Annuario Pontifico geführt. Er war der Gegenkandidat, der von den Crescentiern gegen Benedikt IX. erhoben wurde, konnte sich aber nur wenige Wochen in Rom halten. Er wurde von Kaiser Heinrich III. auf der Synode von Sutri formell abgesetzt, durfte aber sein altes Bistum Sabina behalten (vgl. H. Schmidinger LThK² 9,758-759, Horst Fuhrmann, Die Päpste. Von Petrus zu Benedikt XVI., 3. Auflage München 2005, 301-310: Die Papstliste. Päpste, Gegenpäpste und von der Schwierigkeit der Zählung). ,
,
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Rom,
,
,
,
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20.01.1045,
,
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10.12.1046,
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Benedikt IX.147,
Benedikt IX.,
Theophylakt III. von Tusculum,
,
1045,
?Monate,
Benedikt IX hat nach der Vertreibung von Silvester III. erneut das Pontifikat übernommen, das er vorher schon innehatte. Die zweite Amtszeit dauerte von März - Mai 1045.,
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Rom,
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2. Absetzung 1049 durch eine Synode im Lateran exkommuniziert wurde,
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der Gesegnete (latein.).,
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Gregor VI.148,
Gregor VI.,
Johannes Gratianus,
Vetter von Benedikt IX.,
1045-1046,
1 Jahr 7 Monate 19 Tage,
Er war Taufpate seines Vorgängers Benedikt IX.. Dieser trat ihm vertraglich, unter Zahlung einer beträchtlichen Summe, die päpstliche Würde ab. Er war persönlich würdig und hatte die Anerkennung bedeutender Reformer wie Petrus Damianus. Die noch lebenden "Päpste" Benedikt IX. und der vorher von den Crescentiern installierte Papst Silvester verhielten sich ruhig. Heinrich III. befürchtete ein neuerliches Papstschisma und ließ daher auf der Synode von Sutri am 20.12.1046 Gregor absetzen. In dieser Zeit wuchs Hildebrand in der Obhut der römischen Kirche am Lateran auf. Als Gregor VI. in die Verbannung nach Köln geschickt wurde, ging Hildebrand mit ihm (vgl. Th. Schiefer, LThK² 4, 1182-1183). ,
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Rom,
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1.5.1045,
,
,
20.12.1046,
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der Wachsame (griech. / latein.),
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Clemens II.149,
Clemens II.,
Suitger, Graf von Morsleben und Hornburg,
,
1046-1047,
9 Monate 15 Tage,
Clemens II. ist der zweite deutscher Papst. Er liegt im Bamberger Dom begraben. Er wurde auf den Synoden in Sutri und Rom gemäß dem Willen Heinrichs III. zum Papst gewählt. Damit beginnt die Reihe der vom deutschen Kaiserhaus dominierten aber auch gestützten Reformpäpste, die das darniederliegende Papsttum unter kaiserlichem Blick wieder reorganisierten. Clemens erließ Strafbestimmungen gegen den Ämterkauf. Auf einer Reise Richtung Deutschland starb er und, da er sein Bistum Bamberg nicht aufgegeben hatte, wurde er dort im Dom bestattet. Am 25.12.1046 krönte Clemens II. Heinrich III. zum Kaiser und verlieh ihm den bereits Karl dem Großen zugesprochenen Titel "Patrizier der Römer". Damit wurde ihm de facto das Recht des Eingriffs bei der Papstwahl zugesprochen. Bei Untersuchungen seines Grabes 1942 wurde sein Ornat aus dem Grab geborgen (vgl. Th. Schiefer, LThK² 2,1223). Seine Gebeine sollen einen hohen Bleigehalt aufgewiesen haben, was aber bei der häufigen damaligen Verwendung von Bleigeschirr nicht unbedingt auf eine aktive Bleivergiftung schließen lässt. ,
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Sachsen,
1040 Bischof von Bamberg,
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24.12.1046,
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9.10.1047,
Er verstarb wahrscheinlich an Malaria.,
Kloster des Hl. Thomas in der Nähe von Pesaro,
in der Kathedrale seiner Geburtsstadt Bamberg,
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der Sanftmütige (latein.),
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Benedikt IX.150,
Benedikt IX.,
Theophylakt III. von Tusculum,
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1047-1048,
?Monate,
Nachdem er auf der Synode unter Leitung Heinrichs III. im Dezember 1046 abgesetzt worden war - er hatte vorher schon das Papstamt gegen viel Geld an seinen Nachfolger verkauft -, ergriff er nach dem Tod von Clemens II. 1047 ein drittes Mal den Stuhl Petri. Das 3. Pontifikat, dessen Legitimität theologisch unklar ist, dauerte nur bis 1048, als er auf Druck von Kaiser Heinrich durch Markgraf Bonifaz von Toskana endgültig vertrieben wurde. "An seinem Anspruch scheint er bis zuletzt festgehalten zu haben." (Th. Schiefer, LThK² 2, 175).,
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Rom,
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1055,
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Kloster Grottaferrata,
Kloster in Grottaferrata,
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der Gesegnete (latein.).,
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Damasus II.151,
Damasus II.,
Poppo von Brixen,
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1048,
24 Tage,
Die Reihe der deutschen Päpste an der Leine der deutschen Kaiser führte Damasus II. als dritter deutscher Papst weiter. Heinrich hatte ihn zum Bischof von Brixen ernannt und ihn auf seinem Romzug mitgenommen. Er hatte auf den wichtigen Synoden der vorherigen Jahre Eindruck gemacht und wurde von einer römischen Gesandtschaft als neuer Papst bei Kaiser Heinrich angefragt, woraufhin dieser Weihnachten 1047 ihn in Pöhlde zum Papst erklärte. Währenddessen hatte Benedikt IX. als Papst wieder Rom eingenommen, so dass Damasus mit seiner Weihe in Rom zuwarten musste. Durch Intervention des Kaisers, die Markgraf Bonifatius von Toskana durch Eroberung Roms umsetzte, konnte Damasus schließlich erst im Juli 1048 sein Amt antreten, verstarb aber wenig später an Malaria (vgl. A. Bigelmair, LThK² 3,137).,
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Bayern,
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17.07.1048,
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9.08.1048,
Malariafieber,
Palestrina,
Rom Basilika S. Lorenzo fuori le mura,
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der Diamantene (latein.),
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Leo IX. (Hl.)152,
Leo IX. (Hl.),
Bruno Graf von Egisheim-Dagsburg,
Verwandter von Heinrich III.,,
1049-1054,
5 Jahre 2 Monate 7 Tage,
Leo IX. ist der vierte deutsche Papst. Durch zahlreiche Synoden und Visitationen brachte er die Cluniazensische Reform in der Kirche voran. Politisch war er immer auf der Seite von Kaiser Konrad und seinem Verwandten Heinrich III. Auf dem Wormser Reichstag wurde er von diesem zusammen mit den Fürsten und einer römischen Gesandtschaft 1048 zum Papst gewählt, wobei Bruno-Leo seine Annahme von der Akzeptanz bei den Römern abhängig machte (vgl. B. Sutter, LThK² 6,949-950). Als Bischof von Toul brach Bruno von dort am 27. Dezember 1048 nach Rom auf. "In Pilgerkleidung, barfuß, zog er Anfang Februar 1049 in Rom ein. Er wurde mit Begeisterung empfangen und akklamiert. Am 12. Februar wurde er bereits als Leo IX. geweiht." (Uta-Renate Blumenthal, Gregor VII., Darmstadt 2001, 64) Mit ihm kehrt auch Hildebrand, der spätere Gregor VII., nach Rom zurück. Leo verstärkte den Kampf gegen Ämterschacher, Laieninvestitur (Einsetzung in geistliche Ämter durch Fürsten) und Priesterehe. Wichtige Persönlichkeiten zur Umgestaltung der Kurie im Sinne der Cluniazensischen Reform zog er nach Rom. Die Eucharistielehre des Berengar von Tour wurde durch ihn als irrig verurteilt. Viele Klöster unterstellte er päpstlichem Schutz, durchaus vom Kaiserhaus unterstützt, weil es dabei auch um die Einschränkung bischöflicher Macht ging. Im Konflikt mit den Normannen erlebte Leo eine schwere Niederlange be Civitate am 18.6.1053, in der er selbst gefangengenommen, doch ehrenvoll behandelt wurde. Bald nach seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft am 12.3.1054 nach Rom starb er dort. Nach arrogantem Auftreten der Legaten des Papstes in Konstantinopel eskalierte der Konflikt mit dem Patriarchen von Konstantinopel: Humbert von Silva Candida legte im Bewusstsein, für den Papst zu handeln, ein Bannschreiben gegen den Patriarchen vor, woraufhin dieser jedoch nicht einlenkte, vielmehr seinerseits den Papst bannte. Somit war die endgültige Spaltung zwischen der Westkirche und der Ostkirche eingetreten, die sich in Jahrhunderten angebahnt und vertieft hatte. Nach ihrer Rückkehr mussten die Legaten jedoch den Tod des Papstes zur Kenntnis nehmen. Die Päpste werden in der Folge nur noch von der Westkirche anerkannt. Die Bannflüche des Jahres 1054 werden erst 1965 von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras in einem "Dialog der Liebe" zurückgenommen, so dass das zweite christliche Jahrtausend durch eine gespaltene Christenheit geprägt wurde. ,
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21.06.1002,
Egisheim Oberelsaß,
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12.02.1049,
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19.04.1054,
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Rom,
1087 v.Slg. Viktor III. exhuminiert und wegen der Wunder, die sich auf seinem Grab zugetragen hatten unter den Altar im Petersdom gelegt,
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Kaiser Heinrich III.,
Kaiser Konstantin IX.,
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der Löwe (latein.),
19. April (nicht gebotener Gedenktag im Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet),
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Kirchenmodell und Aussätzige,
Musiker und Organisten,
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Viktor II.153,
Viktor II.,
Gebhard von Dollnstein-Hirschberg,
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1055-1057,
2 Jahre 3 Monate 15 Tage,
Viktor II. war der fünfte deutsche Papst. Vorher war er als Bischof von Eichstätt ein angesehener Berater von Heinrich III. Auf einem Hoftag in Mainz benannte Heinrich ihn gegenüber einer römischen Gesandtschaft unter Leitung von Hildebrand zum neuen Papst. Pfingsten 1055 trat er unter Beibehaltung seines Bistums Eichstätt auf einer Synode in Florenz sein Pontifikat an. Zusammen mit dem Kaiser führte er die Reform durch Eindämmung von Ämterschacher, Priesterehe und Verschleuderung von Kirchengut fort. 1056 traf er in Goslar auf Heinrich III., musste aber bereits am 5. Oktober am Sterbebett des Kaisers stehen, als dieser ihm die Sorge um seinen Sohn Heinrich IV. antrug. Papst Viktor beerdigte Hinrich III. am 28. Oktober in Speyer und krönte Heinrich IV. in Aachen zum neuen Kaiser. Als er Heinrich IV: mit seinen bisherigen Hauptgegnern ausgesöhnt hatte, kehrte er 1057 nach Italien zurück, starb jedoch bald in Arezzo. Er ist im Mausoleum Theoderichs in Ravenna beigesetzt. Mit dem frühen Tod von Kaiser Heinrich III. verlor das deutsche Königtum die Macht, die Päpste einzusetzen (vgl. Th. Schiefer, LThK² 10, 769). In der zeit Viktors II. wurde Hildebrand als Kardinals-Subdiakon Leiter der päpstlichen Kanzlei und führte eine neue Form der Urkundenpflege ein. So entwickelte er die Rota als Unterschriftensymbol der Päpste unter Urkunden weiter, die aus einem Kreis mit einem Tatzenkreuz bestand, in dessen Quadranten die Namen "Jesus", "Christus", "Petrus" und "Paulus" eingetragen wurden und damit feierlich den Anspruch der römischen Kirche zum Ausdruck bringt (vgl. Uta-Renate Blumenthal, Gregor VII., Darmstadt 2001, 74). ,
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Bayern,
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13.04.1055,
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28.07.1057,
Malariafieber,
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Ravenna ,
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der Sieger (latein.),
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Stephan IX. (X.)154,
Stephan IX. (X.),
Friedrich von Lothringen,
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1057-1058,
7 Monate 26 Tage,
Stephan IX. war mit Humbert von Silva Candida einer der Reformer, die Leo IX. nach Rom geholt hatte und Gesandten jeneor unseligen Reise nach Konstantinopel, auf der sich die Westkirche mit der Ostkirche endgültig entzweite. Er war der sechste deutsche Papst. Seine Wahl war aber nicht durch das deutsche Königshaus bestimmt, vielmehr wurde er als Abt von Montecassino, wohin er sich nach seiner Rückkehr aus Konstantinopel zurückgezogen hatte, nach kurzer Rücksprache mit dem deutschen Königshaus in Rom gewählt und am 3.08.1057 zum Papst geweiht, um der Erhebung eines Kandidaten der reformfeindlichen italienischen Adelsparteien zuvorzukommen. Man erhoffte wohl auch, dass Stephan in dieser politisch schwierigen Umbruchzeit als Bruder von Gottfried gegen die Normannen standhalten könnte. Stephan holte Petrus Damianus nach Rom, der als einflussreicher Theologe auch die aufständische Laienbewegung der Pataria in Mailand zum Einlenken bewegen konnte (vgl. K. Reindel, LTHK² 9, 1041) . ,
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um 1020,
Lothringen,
OSB,
Kanonikus in St. Lambert (Lüttich) und Archidiakon,
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2.08.1057,
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29.03.1058,
Malariafieber,
Florenz,
Florenz Dom S. Reparata,
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die Krone (griech.),
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Nikolaus II.155,
Nikolaus II.,
Gerhard von Burgund,
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1058-1061,
2 Jahre 7 Monate 21 Tage,
Nach dem Tod Stephans erhob eine reformfeindliche italienische Adelsgruppe unter Führung der Tuskulaner und des Kardinalbischofs Rainer von Palestrina entgegen den Absprachen mit dem abwesenden Papstlegaten Hildebrand am 5.04.1058 den Kardinalbischof Johannes von Velletri als Papst Benedikt X. Dieser residierte fortan im Lateran und fand auch großen Anklang beim Vatikanklerus. Die Gründe für die heftige Ablehnung von Benedikt durch Petrus Damiani und andere Reformanhänger sind nicht ganz geklärt. Petrus Damiani verspottete die Unbildung von Benedikt in einem Brief an diesen selbst und versicherte, er würde ihm die Fußsohlen küssen, wenn er ihm auch nur einen Satz einer Predikt auslegen könne. Die anderen Kardinalbischöfe jedenfalls erkannten Benedikt nicht an und postulierten auf Betreiben von Hildebrand Gerhard von Florenz zum neuen Papst. Am 12. Juni 1058 gab Kaiserin Agnes ihre Zustimmung zu diesem Vorschlag. Ende des Jahres 1058 (wohl 6.12.1058) wurde Gerhard von Florenz zum Papst gewählt. Herzog Gottfried von Lothringen-Toskana kämpfte ihm den Weg über Sutri nach Rom frei, wo Nikolaus am 24.01.1059 in St. Peter inthronisiert wurde. März 1058 unterwarf sich Benedikt X. dem neuen Papst und durfte sich nach S. Maria Maggiore zurückziehen. Für das Papsttum und sein Selbstverständnis von herausragender Bedeutung ist die Krönung von Nikolaus, die von Hildebrand als dem Archidiakon durchgeführt wurde. Er setzte Nikolaus erstmalig eine Krone auf, die mit zwei Reifen auch politische Machtansprüche zum Ausdruck brachte. "Man las aber auf dem unteren Reif dieser Krone dies: Krone des Königtums aus Gottes Hand, und auf dem anderen so: Diadem des Kaisertums aus der Hand des Petrus ... " (Uta-Renate Blumenthal, Gregor VII., Darmstadt 2001, 88). Nach der "Konstantinischen Schenkung", einer gefälschten Schrift aus dem 12. Jahrhundert, die in der damaligen Zeit akzeptiert wurde, hätte jedoch Papst Silvester I. die Annahme einer goldenen Krone und damit weltlicher Machtansprüche aus der Hand Kaiser Konstantins abgelehnt. Stattdessen war es übliche Praxis, dem neuen Papst eine weiße phrygische Mütze als priesterliche Krone aufzusetzen, die mit der Mitra als bischöflichen Kopfbedeckung korrespondiert. Petrus Damianus und andere polemisierten daher heftig gegen diese Papstkrönung, mit der Hildebrand die Machtansprüche zum Ausdruck brachte, die er später im "Dictatus Papae" auch ins Wort fasste und die Gerhard von Florenz als der neue Papst wohl sicher auch selber unterstützte, der den Mottospruch "Christus vincit" in seine Rota setzte: Christus siegt (vgl. Uta-Renate Blumenthal, Gregor VII., Darmstadt 2001, 85-93). Auf der Lateransynode von 1059 wurde ein neues Papstwahldekret verabschiedet, nach dem das Vorschlagsrecht für die Papstwahl den Kardinalbischöfen zugesprochen wurde, auf deren Vorschlag dieKardinalpriester und Kardinaldiakone in einer Wahl den Papst wählen sollten und dem Kaiserhaus/dt. Königshaus nur mehr eine Bestätigungsfunktion zugesprochen wurde. Auf dieser Synode wurden auch Bestimmungen gegen die Priesterehe, Ämterschacher und Eigenkirchenwesen erlassen und die Eucharistielehre des Berengar von Tours erneut abgelehnt, woraufhin dieser sein theologisches Urteil revidierte. Politisch für das Papsttum von höchster Bedeutung war das Umschwenken in der römischen Normannenpolitik, als Nikolaus mit Robert Guiscard und Richard in Melfi im August 1059 Frieden schloss und ohne Beobachtung bisheriger Rechtslage den Normannen ihre Eroberungen in Süditalien als päpstliches Lehen zusprach, dafür als Lehnsherr den Schutz durch die Normannen erhielt. Papst Nikolaus, der großen Rückhalt in der Mailänder Laienbewegung der Pataria besaß, konnte durch Entsendung von Petrus Damianus und Anselm von Lucca nach Mailand die päpstliche Autorität auch in Norditalien stärken. Durch den Reformkurs und auch die politische Neuausrichtung brachte Nikolaus allerdings das deutsche Königshaus und den deutschen Episkopat gegen sich auf. Dieser Gegensatz sollte nach seinem Tod eskalieren (vgl. Th. Schiefer, LThK² 7, 977-978).. ,
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Burgund/Frankreich,
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6.12.1058,
3. August 1057,
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19./27.07.1061,
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Florenz,
Florenz Dom,
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der Sieger über das/aus dem Volk (griech.),
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Alexander II.156,
Alexander II.,
Anselmo da Baggio,
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1061-1073,
12 Jahre 6 Monate 20 Tage,
Bischof Anselm von Lucca, Mitbegründer der Mailänder Bewegung der Pataria, wurde unter Einfluss der Normannen und des Archidiakons Hildebrand zum Papst gekürt, wobei entgegen dem Wortlaut des Papstwahldekrets von 1059 die Mitwirkung des deutschen Königshauses bei der Wahl umgangen wurde. Daraufhin erhob der deutsche Königshof mit italienischen Adelsparteien den lombardischen Bischof Cadalus von Parma als Honorius II. zum Papst. Bischof Anno von Köln, Hildebrand in Rom mit Unterstützung der süditalienischen Normannen und der norditalienischen Mailänder Pataria-Bewegung konnten jedoch diesen Anspruch zurückdrängen. Auf einer Synode von Mantua erkannte 1064 auch der Reichsepiskopat Alexander als Papst an. Die Reformer um Hildebrand konnten die päpstliche Eigenständigkeit gegenüber Adelsparteien und deutschem Königtum immer weiter steigern, was jedoch auch zu Spannungen mit Heinrich IV. und den deutschen Bischöfen führte, die schließlich später im Investiturstreit gipfelten. Der Papst unterstützte die Eroberung Englands durch Wilhelm I. 1066. Auch das Königreich Aragón wurde 1068 dem Papst lehenspflichtig und die Reconquista in Spanien baute die päpstliche Machtbasis weiter aus, was Alexander durch einen historisch belegten Kreuzablass unterstützte (vgl. G. Schwaiger, LThK², 1,315). ,
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Mailand,
Mitbegründer der Mailänder Pataria,
1057 Bischof v. Lucca,
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1.10.1061,
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21.04.1073,
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Der Wehrmann (griech.),
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Gregor VII. (Hl.)157,
Gregor VII. (Hl.),
Hildebrand von Sovana,
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1073-1085,
12 Jahre 1 Monat 3 Tage,
Hildebrand war an der Lateranschule aufgewachsen und hatte die kirchliche Entwicklung unter den vorangegangenen Päpsten schon stark mitgeprägt. Als Papst Gregor VI. nach Köln in die Verbannung gegangen war, ging Hildebrand mit ihm mit, hielt an dessen Legitimität fest und brachte dies auch später durch seine Namensgebung zum Ausdruck. Hildebrand war der Überzeugteste der Reformer, die gegen Ämterschacher (Simonie), Priesterehe, Verschleuderung von Kirchengut und der Einmischung von Fürsten in der Besetzung von kirchlichen Ämtern vorgingen und das Papsttum als Garanten der Freiheit der Kirche verstanden, wobei Hildebrand jedoch in die andere Richtung ausschlug und die weltliche Macht als von der päpstlichen Macht, die dem Bischof von Rom als Nachfolger Petri durch Christus selbst übertragen worden sei, delegiert verstand. Als Legat in Deutschland, Leiter der päpstlichen Kanzlei, die er reorganisierte und auf Vordermann brachte und Archidiakon in Rom und mit zahlreichen Erfahrungen aus den Reformsynoden dieser Zeit hatte er auch die politische Kompetenz, diesen Anspruch umzusetzen. Seine rigorose Art und die Umstände jedoch führten dazu, dass er zu Lebzeiten nicht die nötige Akzeptanz erringen konnte, jedoch die Weichen stellte, die die herausragende Rolle des Papsttums im europäischen Hochmittelalter prägten. Hildebrand war Anhänger der Kanonikerbewegung, deren vita apostolica als engerer Weg (Mt 7,13ff) eines gemeinschaftlichen Lebens in Armut nach dem Beispiel der Urkirche die innere Erneuerung der Kirche voranbringen wollte (vgl. Uta-Renate Blumenthal, Gregor VII., Darmstadt 2001,106-119) . Als Papst Alexander II. am 21. April 1073 starb und am Tag danach in der Slavatorbasilika im Lateran beigesetzt wurde, wurde Hildebrand von der versammelten Menge einhellig als neuer Papst ausgerufen. "Es war das letzte mal, daß alte römische Traditionen zur Papstwahl zum Durchbruch kamen. Obwohl die kanonische Frist von drei Tagen vor einer Neuwahl nicht eingehalten wurde, lief die Wahl sowohl in bezug auf Wählerkreis als auch auf den Kandidaten in vielem parallel zu den Bedingungen der Paptwahlbestimmungen des römischen Konzils vom Jahre 769 unter Papst Stephan III. ... Nur ein Kardinalpriester oder Diakon darf gewählt werden" (a.a.O. 312). Die versammelten niedrigen Kardinalkleriker (damals zusammengesetzt aus Akoluthen, Subdiakonen, Diakonen und Priester Roms) wählten ihn in Anwesenheit zahlreicher Bischöfe, Äbte und Mönche nach dem Papstwahldekret von 1059 zum Papst. Damit endet diese alte 1000jährige römische Tradition, nach der ein Bischof eigentlich nicht als Papst wählbar war, weil er einer anderen Diözese zugehörte. Hildebrand wurde am 22. Mai zum Priester und am Sonntag den 30. Juni 1073 in der Petersbasilika zum Papst geweiht. Hildebrand fühlte sich überwältigt und stürzte für einige Tage in eine erschöpfungsbedinge Krankheit, aus der er jedoch mit unveränderter Energie wieder heraustrat. Er fühlte sich berufen als prophetischer Mahner und leidender Diener der ganzen Christenheit, der zugleich die Herrschaft Christi unter dem Vorrang des Petrusamtes hochhalten musste. Der universale Herrschaftsanspruch erstreckte sich in Gregors Verständnis auch auf das regnum, das weltliche Königtum. Hildebrand war zugleich jemand, der für die Durchsetzung der kirchlichen Machtansprüche auch nicht vor militärischer Gewalt zurückschreckte und als der kriegerischste Papst gilt, auch wenn er nie einen Angriffskrieg geführt hat (a.a.O. 123). Gregor beanspruchte den päpstlichen Iurisdiktionsprimat (also die rechtliche Unmittelbarkeit des Papstes für die gesamte Kirche) in einer Weise, die über die Kirche auf weltliche Rechte hinausgriff. Im Dictatus Papae, seiner Schrift mit 27 Leitsätzen über das Papsttum, legt er diesen Anspruch offen (Fuhrmann, Die Päpste, 115): "dass allein der Papst kaiserliche Abzeichen tragen soll", "dass allein des Papstes Füße alle Fürsten küssen sollen", "dass ihm erlaubt sei, Kaiser abzusetzen". Gregor geriet folgerichtig in heftigen Konflikt mit Heinrich IV.. 1076 hat Heinrich Gregor aufgefordert, vom Stuhl Petri herabzusteigen, den er sich angemaßt hätte, und hatte Wibert von Ravenna als Gegenpapst anerkannt. Gregor erklärte daraufhin Heinrich IV. für abgesetzt und sprach den Kirchenbann über ihn. Heinrich erkannte, dass er seine Machtbasis gegen die deutschen Fürsten unter dem Kirchenbann nicht halten konnte und ging seinen berühmten "Gang nach Canossa", erschien mit seiner Frau, dem zweijährigen Konrad und dem Gefolge auf Umwegen über Burgund, da die Fürsten die Alpenpässe sperrten, als barfüßiger Büßer vor dem Schloß der Mathilde von Tuszien, in dem der Papst sich aufhielt. Nach drei Tagen musste Gregor als Priester, gedrängt von Mathilde und dem Abt von Cluny, dem König Buße erteilen und reichte ihm die Kommunion. Damit kam eine bisher unbekannte Überordnung des Papsttums gegenüber dem Königtum zum Ausdruck, die überall tiefen Eindruck hinterließ. Andererseits hatte Heinrich klug sein Königtum gerettet und war die Befreiung vom Bann politisch für Gregor VII. letztendlich kein Sieg. Drei Jahre lang konnte Heinrich IV. seine Machtbasis wieder festigen, bevor Gregor im Konflikt 1080 erneut den Bannfluch über ihn aussprach (vgl. Fuhrmann, Päpste, 122). Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden, den Gregor unterstützte, starb bald nach einer Schlacht gegen Heinrich. Dieser zog gegen Rom, schloss Papst Gregor VII. in der uneinnehmbaren Engelsburg ein und ließ sich vom Gegenpapst in der Petersbasilika zum Kaiser krönen. Die zu Hilfe gerufenen Normannen holten Gregor aus der Engelsburg heraus und retteten ihn, während sie Rom plünderten, so dass der isolierte Gregor den Römern noch verhasster wurde. Am 25.05.1085 starb Gregor im Exil in Solerno mit den berühmten letzten Worten: "Ich habe die Gerechtigkeit geliebt und das Unrecht gehasst: deshalb sterbe ich in der Verbannung." Die weitere Entwicklung jedoch wird seinen Ansichten zum Durchbruch verhelfen, die Kirche in eine neue Freiheit führen, das Papsttum dabei jedoch zugleich zu einer auch weltlichen Machtfülle, die ihm nicht gut tat und erst seit der Aufklärung wieder auf ein rechtes Maß korrigiert wurde. ,
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um 1020,
Soana in der Toskana,
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energisches Temperament, ausgeprägtem poligischem Verstand,
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22.04.1073,
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25.05.1085,
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Salerno,
Salerno ,
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König Heinrich IV. wird gebannt und macht seinen "Gang nach Canossa" als Büßer,
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Dictatus Papae,
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der Wachsame (griech. / latein.),
25.05.,
Heiligsprechung 1606 durch Papst Paul V.,
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Viktor III. (sel.)158,
Viktor III. (sel.),
Dauferius,
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1085-1087,
1 Jahr 3 Monate 23 Tage,
Er war vorher Abt von Montecassino und scheint den Umschwung der päpstlichen Normannenpolitik herbeigeführt zu haben. 1082 schloss er sich dem Romzug Heinrichs IV. an, weshalb er anscheinend von Gregor VII. gebannt wurde. Als Gregor VII. 1084 bei seiner Flucht in Montecassino aufgenommen wurde, kam es zur Versöhnung zwischen den beiden. Er war nicht unter den von Gregor genannten Nachfolgekandidaten, wurde aber am 24.05.1086 gewählt. Er nahm die Wahl nach einem Konflikt mit den Normannen erst auf einer Synode zu Capua am 7.3. 1087 endgültig an und wurde am 9. Mai inthronisiert. Bald zog er sich jedoch auch als Papst wieder nach Montecassino zurück, kämpfte von dort gegen Simonie und Laieninvestitur und sprach den Bann über den Gegenpapst Wibert von Ravenna Clemens III. (vgl. K. Reindel, LThK² 10, 769-770). ,
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1027,
Montecassino,
OSB,
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24.05.1086,
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16.09.1087,
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Montecassino,
Montecassino ,
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der Sieger (latein.),
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selig,
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Urban II. (sel.)159,
Urban II. (sel.),
Odo de Chatillon,
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1088-1099,
11 Jahre 4 Monate 17 Tage,
Er musste sein Pontifikat erst gegen den Gegenpapst Clemens III. durchsetzen, der in Folge des Investiturstreits und unterstützt von Heinrich IV. nur langsam an Bedeutung verlor. Urban war Anhänger der Cluniazensischen Reform und bestrebt, die Grundsätze Gregors umzusetzen, wobei ihm an einer Entschärfung der politischen Gegensätze gelegen war. Er musste aufgrund der politischen Situation eigenkirchliche Tendenzen im normannischen Einflussbereich hinnehmen. 1095 sprach die Synode von Clermont unter seiner Leitung ein Lehnseidverbot für Kleriker aus und setzte damit grundsätzliche Forderungen des Investiturverbots kirchenrechtlich um. In seinem Pontifikat wurde die Kurie 1089 das erste Mal erwähnt und das Kardinalskollegium weiterentwickelt. Auf besagter Synode in Clermont 1095 rief Urban II. zum Kreuzzug auf und wurde damit der Initiator der Kreuzzugsbewegung, die die Kirche und die politische Situation durcheinander wirbeln sollte. 1095 setzte sich der erste Kreuzzug in Bewegung und kam 1099 mit der blutigen Eroberung Jerusalems zum Abschluss. Er wollte ab 1088 mit Byzanz das Morgenländische Schisma beenden und strebte eine Wiedervereinigung an, was ihm jedoch auch mit Hilfe der Kreuzzugsbewegung nicht gelang (vgl. A. Becker, LThK² 10, 542-544). Im Gegenteil: die Kreuzzugsbewegung sollte Byzanz, das dem Islam lange standgehalten hatte, später das Rückgrat brechen. ,
Denkmal für Urban II. in Clermont-Ferrand,
um 1042,
in der Nähe von Reims/Frankreich,
Prior von Cluny, 1080 Kardinalbischof von Ostia, 1084-1085 päpstlicher Legat in Deutschland,
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12.03.1088,
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29.07.1099,
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der Städter (latein.),
29.07.,
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Paschalis II.160,
Paschalis II.,
Raniero di Bieda,
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1099-1118,
18 Jahre 4 Monate 8 Tage,
Er wuchs im Kloster auf, wurde unter Gregor VII. Kardinalpriester von S. Clemente und dort am 13.08.1099 zum Papst gewählt und am folgenden Tag geweiht. Jerusalem war 1099 erobert worden. Papst Paschalis rief weiterhin zur Unterstützung der Kreuzfahrer auf. Als 1100 der kaiserliche Gegenpapst Wibert von Ravenna starb, erlosch das kaiserliche Schisma, weil die in Rom ausgerufenen Gegenpäpste Thoderich (1100), Alber (1102) und Maginulf (Silvester IV) keine Anerkennung fanden und auch Heinrich IV. sie nicht unterstützte. Der Investiturstreit, der sich in der Frage zuspitzte, wer einen neuen Bischof einsetzen und ihm Ring und Stab überreichen dürfe, eskalierte weiter. Heinrich nahm die Investitur für sich als König in Anspruch, der Papst erneuerte den Bann über den Kaiser und unterstützte sogar den Aufstand Heinrichs V. gegen seinen Vater. Die von maßvollen Theologen entwickelte Scheidung von geistlicher und weltlicher Investitur (Lehnseid des Bischofs gegenüber dem König) konnte sich langsam anbahnen, auch wenn Heinrich V. auf der Investitur durch den König beharrte. Anlässlich der Kaiserkrönung am 12. 02.1111 wollte Paschalis durch das Konkordat von Sutri, das am 9.2. 1111 ausgehandelt worden war, die Situation klären, doch führte die Verlesung in der Petrusbasilika zu lautstarken Protesten von Gregorianern, Bischöfen und Fürsten, so dass die Kaiserkrönung nicht durchgeführt wurde. Der Papst wurde von Heinrich gefangen gesetzt und musste das Privileg von Ponte Mammolo erteilen, nachdem dem König die Investitur frei gewählter Bischöfe zustünde und der Papst Heinrich nie bannen würde. Am 13.04.1111 erfolgte die Kaiserkrönung. Auf innerkirchlichen Druck der Gregorianer nahm Paschalis bis 1116 diese Zugeständnisse zurück und betonte wieder das Investiturverbot. Vor Kämpfen in Rom musste Paschalis nach Benevent flüchten. Der Erzbischof Mauritius von Braga, der als Gregor VIII. als Gegenpapst erhoben wurde, führte Ostern 1117 die feierliche Festkrönung Heinrichs V. durch und wurde von Papst Paschalis gebannt. Kurz nach seiner Rückkehr in die noch umkämpfte Stadt starb Paschalis in der Engelsburg (vgl. Th. Schiefer LThK² 8, 128-129) ,
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stammte aus Romagna // (in der Gegend von Forlí (wikipedia)),
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14.08.1099,
14.08.1099,
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21.01.1118,
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Rom,
Lateran,
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der Österliche (an Ostern geboren) (hebr.-latein.),
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Tiara 1. Krone Symbol geistl. Macht,
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Gelasius II.161,
Gelasius II.,
Johannes von Gaeta,
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1118-1119,
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Er war treuer Anhänger von Papst Paschalis II. un schützte ihn gegen die Angriffe von Bruno von Segni während des Investiturstreits. Vor den kaiserlichen Truppen Heinrichs V. musste er unmittelbar nach seiner Wahl, nachdem er aus der Kerkerhaft der kaisertreuen Frangipani freigekommen war, aus Rom fliehen. Am 10.03.1118 wurde er in Gaeta zum Priester und Papst geweiht und kämpfte von dort gegen die Ansprüche des Gegenpapstes Gregor VIII. Nach seiner Rückkehr wurde er wieder von den Frangipani überfallen und musste daher Rom verlassen. Seine Flucht führte ihn über Pisa, Genua und Lyon nach Vienne, wo er eine Synode durchführte. Zuletzt war er in Cluny, wo er am 29.01.1119 starb und auch beigesetzt wurde (vgl. O. Engels, LThK² 4, 631).,
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vermutlich in Gaeta,
1088-1118 Kardinaldiakon, Leiter der päpstlichen Kanzlei,
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24.01.1118,
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29.01.1119,
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Cluny mit Mönchskutte bekleidet in bloßer Erde begraben ,
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Calixtus II.162,
Calixtus II.,
Guido,
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1119-1124,
5 Jahre 10 Monate 11 Tage,
Guido wurde von den beim Tod des Gelasius II. in Cluny anwesenden Kardinalbischöfen gewählt und am 9. Februar 1119 in Vienne zum Papst gekrönt. Verhandlungen zur Lösung des Investiturstreits scheiterten und führten zu neueren Bannflüchen auf der Synode von Reims im Oktober 1119. Nach der Rückkehr 1120 nach Rom konnte er 1121 Gegenpapst Gregor VIII. besiegen. Auf Drängen der Reichsfürsten konnte der Investiturstreit im Wormser Konkordat vom 23.09.1122 endlich geregelt werden. Das Erste Laterankonzil (1123) bestätigte diesen Friedensschluss und erließ zahlreiche Reformbestimmungen (vgl. Th. Schiefer, LThK² 2, 884).,
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Burgund,
1088 Erzbischof von Vienne,
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Lateran,
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„der schönste“ (griechisch/lateinisch).,
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Honorius II.163,
Honorius II.,
Lamberto Scannabecchi,
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1124-1130,
5 Jahre 1 Monat 29 Tage,
Er war mit Gelasius II. nach Frankreich gegangen und hat unter Calixtus II. als Legat in Deutschland zum Abschluss des Wormser Konkordats beigetragen, mit dem der Investiturstreit beigelegt werden konnte. Er wurde als Gegenkandidat zu Kardinal Theobald Buccapecus, dem Kandidaten der Franipani, ausgerufen und hat sich nach dessen Verzicht gemäß dem Papstwahlgesetz wählen lassen. Er unterstützte König Lothar gegen den deutschen Gegenkönig Konrad von Staufen, den er 1128 mit dem Bann belegte. Er wollte ein süditalienisches Normannenreich verhindern, was aber nicht gelang: Im Frieden von Benevent vom 22.08.1128 musste er Roger II. von Sizilen Apulien als Lehen geben. 1126 bestätigte er den Prämonstratenserorden, weshalb er in Prämonstratenserkirchen häufig dargestellt ist (vgl. H. Schmidinger LThK²5, 476). ,
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Imola,
1117 Kardinalbischof von Ostia,
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21.12.1124,
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13.02.1130,
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Lateranbasilika,
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"""der Ehrenhafte"".",
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Innozenz II.164,
Innozenz II.,
Gregorio Papareschi di Guidoni,
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1130-1143,
13 Jahre 7 Monate 10 Tage,
Auch er war 1122 einer der Unterhändler auf dem Reichstag in Worms, der zur Beendigung des Investiturstreits führte. Nach dem Tod von Honorius II. wurde er von jüngeren Kardinälen aus Frankreich und Italien angeführt von Kanzler Haimerich formal unrechtmäßig gewählt. 22 ältere süditalienische und römische Kardinäle erhoben daraufhin Petrus Pierleone zum Papst, der sich Anaklet der II. nannte. Innozenz floh nach Frankreich, fand aber umfangreiche Unterstützung bei der dynamischen Reformbewegung, die sich mit den Namen Bernhard von Clairvaux, Petrus Venerabilis verbindet. Lothar III. schlug sich, dem Rechnung tragend auf die Seite von Innozenz II und versprach März 1131 einen Romzug, konnte jedoch Rom nicht vollständig einnehmen. Am 4.6.1133 krönte Innozenz in der Lateranbasilika Lothar zum Kaiser und übertrug ihm die Gebiete der Mathilde von Tuszien als Lehen. Nach Lothars Abzug konnte sich Innozenz in Rom nicht halten und floh nach Pisa. Wieder rief er Kaiser Lothar um Hilfe, der 1136 Unteritalien eroberte. 1138 starb Gegenpapst Anaklet II. und dessen Nachfolger Viktor IV. gab sein Papstanspruch bald auf. Auf dem Zweiten Laterankonzil (1139) konnte das Schisma endgültig beendet werden. Als Innozenz II. Roger II. von Sizilien unterwerfen wollte, wurde er selbst gefangen genommen. Im Vertrag von Mignano 27.07.1139 erkannten beide die Ansprüche des anderen an: Roger als König, der Papst als sein Lehnsherr. 1141 sprach Papst Innozenz II. im Konflikt mit Ludwig VII. über den päpstlichen Besitz in Frankreich das Interdikt aus, das keinerlei liturgische Dienste dort erlaubte (vgl. F.-J. Schmale, LThK² 5,686). ,
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vor 1116,
Rom,
Kardinaldiakon in S. Angeli,
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14.02.1130,
23.02.,
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24.09.1143,
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Rom,
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König Ludwig VI.+VII. v. Frankreich, Heinrich I. v. England, König Lothar III. v. Deutschland, ,
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der Unschuldige (latein.),
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Coelestin II.165,
Coelestin II.,
Guido de Città di Castello,
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1143-1144,
5 Monate 13 Tage,
Guido war Schüler und Freund des bedeutenden Gelehrten Abaelard, der aufgrund der Gegnerschaft des Bernhard von Clairvaux heftigen Anfeindungen ausgesetzt war. Bernhard warnte Guido in Ep. 192 (PL 182,358), nicht dem Einfluss Abaelards zu erliegen. Coelestin hob das Interdikt gegen die Gebiete des französischen Königs wieder auf. Er dachte in den Bahnen von Abt Petrus Venerabilis und Gerhoh von Reichersperg (vgl. H. Wolter LThK ² 2, 1254) ,
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Umbrien,
1127 Kardinaldiakon S. Maria in via lata, 1133 Kardinalpriester S. Marcus, 1131 Legat in Köln und Aachen,
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26.09.1143,
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08.03.1144,
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Er hinterließ seine gesamte Privatbibliothek (56 Bände, darunter 2 Werke Abaelards) der Kirche von Città di Castello.,
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der Himmlische (latein.),
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Lucius II.166,
Lucius II.,
Gherardo Caccianemici dal Orso,
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1144-1145,
11 Monate 3 Tage,
Er war vorher Legat in Deutschland und Kanzler sowie Bibliothekar der Kirche von Rom. Er suchte den Ausgleich im Konflikt mit König Roger II. von Sizilien. Rom hatte sich gegen die päpstlichen Ansprüche einen Status als Republik erstritten und konnte diese Autonomie durch die Berufung von Giordano Pierleoni, dem Bruder des vormaligen Gegenpapstes Anaklet II., als Patricius festigen. König Konrad III. konnte dem Papst nicht wie gefordert zu Hilfe eilen. In den Kämpfen um die Vorherrschaft in Rom wurde Lucius durch einen Steinwurf getroffen und tödlich verwundet (vgl. G. Schwaiger LThK² 6,1176). ,
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Bologna,
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12.03.1144,
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15.02.1145,
An den Folgen einer Verletzung, die ihm während des Kampfes von einem Stein beigebracht worden war, starb er kurz darauf im Kloster S. Gregorio.,
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S. Giuvanni in Laterano,
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der Leuchtende (latein.),
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Eugen III. (sel.)167,
Eugen III. (sel.),
Bernhard Paganelli di Montemagno,
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1145-1153,
8 Jahre 4 Monate 23 Tage,
Eugen III. war als Schüler Bernhard von Clairvaux gewesen. Bernhard schrieb für ihn nach seiner Papstwahl den "Papstspiegel" de consideratione. Nach dem Tod von Papst Lucius in den römischen Aufständen wurde er noch während der Wirren zum Papst gewählt und floh aus der Stadt. Am 18.02.1145 wurde er in Farfa geweiht und blieb bis 1146 meist in Viterbo. Von dort aus rief er zum 2. Kreuzzug auf. In Rom wurde unter Einfluss von Arnold von Brescia die römische Republik weitergeführt. Eugen reiste durch Frankreich und Deutschland und hielt große Synoden ab. Die Fühlungnahme mit König Roger II. von Sizilien zur Rückeroberung von Rom führte nicht zum Ziel, erlaubten ihm aber einige Aufenthalte in Rom. Endgültig konnte Eugen erst 1152 nach Rom zurückkehren. In Verhandlungen mit Konrad III. und dessen Nachfolger Friedrich I. Barbarossa konnte er am 23.03.1153 im Vertrag von Konstanz die gemeinsame Arbeit für die Wiederherstellung ihrer Rechte gegen Römer, Sizilianer und Griechen vereinbaren (vgl. Th. Schiefer LThK² 3,1172). ,
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Pisa,
Identität mit OSBCam v. S. Zeno in Pisa (bezeugt 1115,als Prior 1128 ebd., 1135 bis 1137 Vicedominus) wahrscheinlich. Schüler des Hl. Bernhard in Clairvaux,
Abt v. S. Anastasio vor Rom,
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15.02.1145,
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8.7.1153,
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Tivoli/Italien,
Rom St. Peter vatikanische Grotten,
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Kaiser Ludwig I.,
Vor allem unter Eugen III. und Innozenz III. wurde der erste Palast errichtet, der gegen Ende 1200 - Anfang 1300 erweitert wurde.,
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der Edelgeborene (griech.),
8.7.,
Seligsprechung 28. September 1872 Papst Pius IX.,
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Anastasius IV.168,
Anastasius IV.,
Conrado della Suburra,
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1153-1154,
1 Jahr 4 Monate 21 Tage,
Gegenüber Kaiser Friedrich I. Barbarossa war er nachgiebiger und verlieh den Erzbischöfen von Magdeburg und York das noch von Eugen III. verweigerte Pallium als Bestätigung ihrer erzbischöflichen Würde (vgl. G. Schwaiger LThK² 1, 493).,
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Rom,
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12.07.1153,
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3.12.1154,
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Lateran (Sein Leib sei in die Urne der Hl. Helena gelegt worden!),
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Hadrian IV.169,
Hadrian IV.,
Nikolas Breakspear,
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1154-1159,
4 Jahre 8 Monate 28 Tage,
Er war der bisher einzige englische Papst. Als Delegierter des Papstes in Schweden und den nordischen Kirchen konnte er eine stärkere Bindung an Rom erreichen. Hadrian wollte die päpstliche Vorrangstellung wieder stärker zum Ausdruck bringen, was ihn in Konflikt mit Friedrich I. Barbarossa führte. Er konnte jedoch die Ausweisung Arnolds von Brescia aus Rom erreichen. 1153 konnte er Friedrich I. Barbarossa als Beschützer gegen die Normannen gewinnen und krönte ihn in Rom zum Kaiser. Doch nach der Rückkehr des Kaisers musste Hadrian mit den Normannen im Vertrag von Benevent am 18.06.1155 Frieden schließen und Wilhelm I mit dem Königreich Sizilien/Unteritalien belehnen. Mit der wiedergewonnenen normannischen Unterstützung gelang ihm dann eine Festigung des Kirchenstaates, doch erzeugte das Spannungen mit dem Kaiser. Weil der Konflikt 1157 zu eskalieren drohte, als Hadrian das Kaisertum in einem Beschwerdeschreiben als Lehen des Papstes bezeichnete, wirkten die Reichsbischöfe auf Hadrian ein, der schließlich einlenkte. Hadrian starb in Anagni, bevor er Kaiser Friedrich I. Barbarossa, wie er es plante, mit dem Bann belegen konnte. Das Kardinalskollegium war am Ende des Pontifikats gespalten und zerstritten (vgl. G. Schwaiger LThK² 4, 1307-1308). ,
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London,
Prior und Abt in S. Rufinus bei Avignon, 1149 Kardinalbischof von Ostia.,
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04.12.1154,
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1.09.1159,
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Kaiserkrönung von Friedrich Barbarossa durch Papst Hadrian IV.,
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Bewohner von Hadria (latein.).,
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Alexander III.170,
Alexander III.,
Rolando Bandinelli,
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1159-1181,
11 Jahre 11 Monate 23 Tage,
Als Gesandter von Papst Hadrian IV. war er auf dem Reichstag in Besançon 1157 federführend im Konflikt mit Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Die kaiserfeindliche Mehrheit im Kardinalskollegium erhob ihn nach dem Tod von Hadrian zum Papst, woraufhin die kaiserliche Fraktion der Kardinäle Oktavian als Gegenpapst Viktor IV. erhob, der noch drei Nachfolger haben sollte und die Sympathie des Kaisers besaß. Der Kampf zwischen Papst und Kaiser wurde immer heftiger. 1161-1165 ging Alexander III. nach Frankreich und konnte immer mehr Anhängerschaft in ganz Europa gewinnen. Im Frieden von Venedig 1177 kam eine Verständigung von Kaiser und Papst zustande. Auf dem Dritten Laterankonzil (1179) wurden die Papstwahlbestimmungen geändert: Zukünftig solle der in 2/3-Mehrheit durch die Kardinäle gewählte Kandidat Papst sein. Gegen die Katharer wurden erste Maßnahmen ergriffen. Das Schisma konnte erst 1180 beendet werden. Als früherer Jurist hat Papst Alexander III. das katholische Kirchenrecht maßgeblich weiterentwickelt (vgl. G. Schwaiger, LThK² 1, 315-316).,
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Siena,
1150 Kardinal, 1153 Kanzler der römischen Kirche, ,
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7.09.1159,
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30.08.1181,
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Lateran,
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Der Wehrmann (griech.),
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Lucius III.171,
Lucius III.,
Ubaldo Allucingoli,
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1181-1185,
4 Jahre 2 Monate 24 Tage,
Sein ausgleichendes Wesen war hilfreich bei der Beilegung des Konflikts zwischen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und Papst Alexander, dessen bekennender Anhänger er war. In Rom konnte er sich wegen der städtischen Revolten nur bis März 1182 kurz halten. Die großen Konflikte mit dem Kaiserhaus konnten unter diesem älteren Übergangspapst nicht geklärt werden (vgl. G. Schwaiger LThK² 6, 1176-1177).,
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Lucca,
SOCist, 1141 Kardinalpriester, 1159 Kardinalbischof von Ostia,
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1.9.1181,
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25.11.1185,
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Verona Kathedrale,
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der Leuchtende (latein.),
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Urban III.172,
Urban III.,
Humbert Crivelli,
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1185-1187,
1 Jahr 10 Monate 25 Tage,
Er wurde am 25.11.1185 in Verona zum Papst gewählt und behielt sein Erzbistum Mailand auch als Papst bei, nahm wegen der Kämpfe in Rom Residenz in Verona. Die Spannungen mit Kaiser Friedrich I. Barbarossa wurden immer heftiger, als der Papst gegen frühere Absprachen im Trierer Bischofsstreit den vom Kaiser installierten Kandidaten verwarf. Nun ließ Kaiser Friedrich seinen Sohn Heinrich VI. in den Kirchenstaat einmarschieren und Urban in Verona einschließen. Urban starb, bevor Verhandlungen mit dem Kaiser die Situation verbessern hätten können (vgl. K. Ganzer, LThK² 10, 544).,
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Mailand,
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25.11.1185,
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20.10.1187,
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Ferrara,
Ferrera Kathedrale,
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„der Städter“ (lateinisch).,
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Gregor VIII.173,
Gregor VIII.,
Albertus de Morra,
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1187,
1 Monat 26 Tage,
In Benevent gründete er für Kanoniker nach den Regeln des Augustinus, zu denen er vorher gehörte, eine neue Augustinerkongregation. Im schwelenden Konflikt mit Kaiser Friedrich I. Barbarossa und seinem Sohn versuchte er zu einer friedlichen Einigung zu kommen, um nach dem Fall Jerusalems am 2.10.1187 den Weg für einen neuen Kreuzzug frei machen zu können. Er starb jedoch, bevor er dies umsetzen konnte (vgl. Th. Schiefer LThK ² 4, 1186).,
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Benevent,
CanAug, 1155 Kardinal, 1178 Kanzler der röm. Kirche,
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21.10.1187,
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17.12.1187,
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Pisa,
Pisa Dom,
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der Wachsame (griech. / latein.),
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Clemens III.174,
Clemens III.,
Paolo Scolari,
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1187-1191,
3 Jahre 3 Monate 11 Tage,
Er führte die Friedenspolitik seines Vorgängers gegenüber den Staufern weiter. 1188 konnte mit Hilfe von Friedrich I. Barbarossa und dem römischen Konsul Leo de Monumento ein Friede zwischen dem Papst und der Stadt Rom erreicht werden, so dass nach jahrzehntelangen städtischen Kämpfen Clemens III. als erster Papst wieder in Rom residieren konnte. Im Vertrag von Straßburg 1189 wurde die Rückgabe des Kirchenstaates durch Heinrich VI. festgelegt, nachdem man ihm die kaiserlichen Rechte und die Kaiserkrönung zugesagt hatte. Clemens bereitete die Festigung der päpstlichen Machtposition vor, die Innozenz III. ausbauen konnte (vgl. G. Schwaiger LThK² 2, 1224).,
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Rom,
1179 Kardinal,
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19.12.1187,
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03.1191,
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der Sanftmütige (latein.),
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Coelestin III.175,
Coelestin III.,
Giacinto Bobone/Hyazinth Bobo,
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1191-1198,
6 Jahre 9 Monate 9 Tage,
Er war in Juristerei und Kurienangelegenheit erfahren. Als Schüler des Theologen Abaelard verteidigte er diesen gegen die Angriffe des Hl. Bernhard von Clairvaux auf der Synode von Sens 1140. 1141 krönte er Heinrich VI. zum Kaiser. Als dieser Sizilien eroberte und vom Papst den Verzicht auf traditionelle päpstliche Lehensgebiete in Mittelitalien erreichen wollte, kam es wieder zu einer Verschärfung im Konflikt zwischen Papsttum und Staufern. Er schaffte es bis zum frühen Tod von Heinrich 1197 durch diplomatische Kunst, den Konflikt durchzuhalten. Die Kreuzzugsbewegung richtete Coelestin Richtung Südspanien aus, um die Reconquista zu verstärken. Die Kardinäle gingen auf sein Angebot zur Resignation, wenn sie die Wahl von Johannes von. S. Prisca zum Papst versprächen, nicht ein (vgl. P. Zerbi LThK² 2, 1254-1255). ,
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Rom,
1126 Subdiakon der Lateranbasilika, 1144 Kardinaldiakon,
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03-04.1191,
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8.1.1198,
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Lateran Basilica S. Giovanni,
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der Himmlische (latein.),
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Innozenz III.176,
Innozenz III.,
Lothar Graf von Segni,
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1198-1216,
18 Jahre 6 Monate 8 Tage,
Papst Innozenz III. ist einer der selbstbewussten Päpste der gesamten Kirchengeschichte. In seiner Schrift "Das Elend des Menschen", die bereits vor seiner Wahl eine große Verbreitung in zahllosen Handschriften gefunden hatte, entwarf er ein sehr negatives und abwertendes Menschenbild, von dem er dann das Papsttum als "geringer als Gott, aber größer als der Mensch" deutlich abheben konnte. Diese Formulierung aus seiner Antrittsrede am Weihetag kennzeichnet sein Selbstbewusstsein als "Stellvertreter Christi", dem alle Christen im Endgericht Rechenschaft schuldig seien. Petrus ist für ihn sein "Amtskollege", wie es Horst Fuhrmann formulierte (Horst Fuhrmann, Die Päpste, 3. Auflage, 128-129). Innozenz wurde noch am Todestag des 92-jährig verstorbenen Coelestin mit 37 Jahren einstimmig zum Papst gewählt. Er hatte seine theologischen Studien in Paris (das damals einer konservativeren Theologie verschrieben war) absolviert und eine kanonistische Ausbildung in Bologna absolviert. Gerade diese Kompetenz hat er, der als "Vater der Urkundenlehre" gilt, in seinem Papsttum eingesetzt. Die Dekretalienflut bei seinen Vorgängern und die zahlreichen Fälschungen von Papsturkunden, die im Umlauf waren, veranlasste ihn, klare Regeln für die Rechtsgültigkeit von päpstlichen Dekreten aufzustellen, wobei er vor allem auf die Gültigkeit der päpstlichen Siegel abhob. Das verstreute Kirchenrecht sammelte er in einer Dekretaliensammlung, die für lange Zeit die Basis des Kirchenrechts werden sollte. Die Willkür an der Kurie dämmte er mit einer Gebührenordnung ein. Für ihn ist die päpstliche Macht die höchste von Gott verliehene Macht auf Erden. Sogar das Kaisertum sei dem Papsttum insofern unterstellt, als der Papst den Kaiser weihe, und daher sei auch der Papst für die deutsche Königswahl verantwortlich, da der deutsche König ja zum Kaiser geweiht werde. Diese päpstliche Einmischung in die deutsche Königswahl hatte Bestand bis 1356, als Kaiser Karl IV. sie in der "Goldenen Bulle" zurückwies (vgl. Fuhrmann, 132). Innozenz konnte diese päpstliche Einflussnahme vor allem deshalb durchsetzen, weil mit dem Staufer Philipp von Schwaben und dem Welfen Otto IV. zwei Kandidaten um die deutsche Königswürde stritten und der Papst mit seiner "apostolischen Gunst" als Schiedsrichter auftreten konnte. Innozenz förderte die jungen Bewegungen in der Christenheit, wie die Armutsbewegung eines Franziskus, um den zugleich damit gegebenen Ketzerströmungen ihre Kraft zu nehmen. Gegen die Albigenser jedoch, die Katharerbewegung um die südfranzösische Stadt Albi, ließ er einen Kreuzzug zusammenstellen, der jedoch unter dem fanatischen Legaten Arnaldus Amalrici und dem Heerführer Simon von Montfort in ein Gemetzel ausartete, das Innozenz selbst beschämte (vgl. F. Kempf, LThK² 5, 687-689). Er erstritt sich die Oberhoheit über ganze Länder wie Sizilien, Aragon, Portugal, Bulgarien und England, von denen die päpstliche Kurie auch große Abgaben einstreichen konnte. Völlig entglitt ihm der sog. vierte Kreuzzug, der von der Transportflotte der Venezianer statt nach Palästina geschickt zu einem Eroberungsfeldzug gegen Konstantinopel und das oströmische Reich umgeleitet wurde, Die Unionsbestrebungen des Innozenz waren damit in ihr Gegenteil verkehrt worden und der Schaden, der für die Ost-West-Ökumene eingetreten war, prägt die Kirchengeschichte bis in die Gegenwart. Der Politiker Innozenz dehnte den Kirchenstaat bis zur Adria aus und unterstützte früh Friedrich von Sizilien, der 1211 zum deutschen König gewählt und später als Friedrich II. Kaiser wurde. Das vierte Laterankonzil als das theologisch bedeutsamste Konzil des Mittelalters krönte 1215 die Lebensleistung von Innozenz. Innozenz hat innerkirchlich das synodale Element nachhaltig gestärkt, Landes- und Regionalsynoden unterstützt und auch die Bischöfe gegen päpstliche Appellationen geschützt. Er entwickelte Rechtsordnungen, die die Kirche jahrhunderte lang prägten. Nach Innozenz und den von ihm extrem ausgebauten päpstlichen Vorrechten konnte jedoch nur eine Gegenreaktion eintreten, die diese überzogene Stellung des Papsttums wieder zurechtrückte. ,
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22.02.1161,
Gavignano in Latium,
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16.07.1216,
Malariafieber,
Perugia,
Perugia Kathedrale 1891 überführt nach Rom in die Basilika S. Giovanni in Laterano (Grab von Bildhauer Guiseppe Lucchetti),
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Vor allem unter Eugen III. und Innozenz III. wurde der erste Palast errichtet, der gegen Ende 1200 - Anfang 1300 erweitert wurde.,
"Das Elend des Menschseins", eine sehr negative Anthroplogie mit weiter Verbreitung in vielen Handschriften.,
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der Unschuldige (latein.).,
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IV. Laterankonzil,
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Honorius III.177,
Honorius III.,
Cencio Savelli,
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1216-1227,
10 Jahre 8 Monate,
Honorius setzt die Kirchenpolitik von Innozenz III. fort. Der auf dem 4. Laterankonzil beschlossene Kreuzzug lässt sich nicht verwirklichen, weil Kaiser Friedrich II. sein Kreuzzugsversprechen nicht einlösen will. Honorius III. brachte die Integrationsbemühungen Innozenz bzgl. der neuen religiösen Bewegungen weiter voran und bestätigte die modifizierte Regel der Dominikaner, Franziskaner und des Karmelitenordens. Damit waren diese religiösen Aufbrüche, die oft am Rande der Kirche und mit fließenden Übergängen zu häretischen Bewegungen wie Waldensern und Katharern vor sich gingen, großteils in die Kirche integriert worden. Honorius bewog den frz. König Ludwig VIII. zum Eingreifen in die Albigenserkrieger gegen die Katharer um Albi. Den Ausgang der Albigenserkriege erlebte er jedoch nicht mehr. Wie sein Vorgänger ließ er eine Sammlung seiner Dekretalen vornehmen und setzte die Konsolidierung des Rechts weiter fort (vgl. P. Mikat, LThK² 5,476-477). ,
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Rom,
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S. Maria Maggiore,
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""der Ehrenhafte",
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Gregor IX.178,
Gregor IX.,
Hugo(lino) Graf von Segni,
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1227-1241,
14 Jahre 5 Monate 3 Tage,
Er war als Neffe von Innozenz III. und Onkel Alexanders IV. in Rom bekannt. Unter Honorius III. war er Legat in Norditalien und verkündete die harte Ketzergesetzgebung von Kaiser Friedrich II., ohne die erhoffte Unterstützung für den 6. Kreuzzug von ihm zu erhalten. Gregor förderte die neuen geistlichen Bewegungen der Kamaldulenser, Zisterzienser, Joachims von Fiore, Dominikus und Franziskus als Halt vor den aufstrebenden Häresien. Er bemühte sich um eine eigene Sammlung päpstlicher Dekrete und verbot die Anlage privater Sammlungen päpstlicher Dekretalien, um Fälschungen zurückzudrängen und Rechtssicherheit herzustellen. Er zentralisierte den Inquisitionsprozess und unterstützte die missionarischen Bestrebungen im Norden und Osten durch die Bettelorden und den Deutschen Orden. Er rief zu einem europäischen Kreuzzug nach Litauen auf (vgl. O. Bonmann, LThK² 4, 1186-1187).,
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um 1167,
Anagni,
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19.03.1227,
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22.08.1241,
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Rom,
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der Wachsame (griech. / latein.),
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Coelestin IV.179,
Coelestin IV.,
Goffredo Castiglione,
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1241,
17 Tage,
Coelestin IV. konnte im viertkürzesten Pontifikat der Geschichte (17 Tage) wenig bewegen. Er starb noch vor der anberaumten Weihe. ,
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Mailand,
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der Himmlische (latein.),
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Innozenz IV.180,
Innozenz IV.,
Sinibald Fieschi,
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1243-1254,
11 Jahre 5 Monate 12 Tage,
Gewählt in Anagni nach einer langen Sedisvakanz. Er setzte rücksichtslos seine Ziele durch. Der Konflikt mit den Staufern erreichte unter ihm im Konflikt mit Friedrich II. seinen Höhepunkt. Friedrich erhoffte sich anfänglich von Innozenz die Lösung vom Kirchenbann und eine Verständigung mit dem Papsttum, was jedoch wegen der Unvereinbarkeit und Übersteigerung der Ansprüche auf beiden Seiten scheiterte. 1244 floh Innozenz nach Lyon, um von dort in größerer Unabhängigkeit den Kampf gegen den Kaiser zu führen. Auf dem Ersten Konzil von Lyon (1245), das als 13. allgemeines Konzil gilt, das jedoch nur schlecht besucht war, wurde der Dauerkonflikt mit den Staufern, der Verlust Jerusalems 1244 an die Muslime und der Mongoleneinfall behandelt. Man erklärte Friedrich wegen angeblichem Eidbruch, Sakrileg und Häresie für abgesetzt und forderte die deutschen Fürsten zur Neuwahl auf. Friedrich sprach dem Papst die Kompetenz ab, über diese zeitlichen Dinge zu richten, woraufhin Innozenz in der Bulle "Eger, cui lenia" scharf die Zwei-Schwerter-Lehre akzentuierte und die Delegierung der weltlichen Macht durch die geistliche herausstellte. Der päpstliche Kampf gegen Friedrich war mitschuld am Scheitern des Kreuzzugsunternehmens von Ludwig IX von Frankreich 1248. Innozenz unterstützte die Gegenkönige Heinrich Raspe (1246-47) und Wilhelm von Holland (1247-56) und setzte seinen Kampf gegen die Staufer sogar nach dem Tod von Friedrich II. fort. Die Missionierung Litauens brachte er voran, sein utopisches Projekt der Missionierung der Mongolen war indirekt auch gegen den Islam gerichtet, dessen expansive Kraft er dadurch eingrenzen wollte. Das katholische Kirchenrecht hat Innozenz als bedeutendster Kanoniker sener Zeit in seinen Werken umfassend vorangebracht. Sein Papstwahldekret scheiterte jedoch an der Nichtakzeptanz bei den Kardinälen (vgl. Michael Hanst BBKL II (1990) 1286-1289, P. Mikat LThK² 5, 689-690).,
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um 1195,
Genua,
1227 Kardinal, 1228 Vizekanzler der röm. Kirche,
Studium in Parma und Bologna, Professor für Kirchenrecht in Bologna,
engstirnig, habgierig, feig, durchtrieben und rachsüchtig,
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25.06.1243,
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7.12.1254,
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Neapel,
Neapel Kathedrale,
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der Unschuldige (latein.).,
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Alexander IV.181,
Alexander IV.,
Rainald Graf Segni,
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1254-1261,
16 Jahre 5 Monate 13 Tage,
Alexander setzte die antistaufische Politik seiner Vorgänger fort bis hin zum katastrophalen Scheitern: 1255 konnte König Manfred, den der Papst mehrfach mit dem Bann belegt hatte, seine Herrschaft in Italien und Sizilien festigen und sich 1258 in Palermo krönen lassen. Der Kirchenstaat wurde großteils zerschlagen und Rom von wüsten Machtkämpfen heimgesucht. Alexander griff zugunsten von Wilhelm von Holland in den Nachfolgestreit in Deutschland ein und opponierte gegen die Wahl Ottokars II. von Böhmen. Nach dem Tod von Wilhelm verbot er die Wahl des Staufers Konradin. Nach der Doppelwahl 1257 hatte er eine Tendenz zu Richard von Corwall, verhielt sich aber zumeist neutral. Seine Initiativen zu Kreuzzugsunternehmen wurden ignoriert, die lateinische Besetzung Konstantinopels wurde durch die byzantinische Rückeroberung beendet. Alexander schloss einige Kanonikerkongregationen zu den Augustinereremiten zusammen und schlug sich auf die Seite der Bettelorden im Kampf mit dem Weltklerus an der Universität Paris (vgl. G. Schwaiger, LThK² 1, 316-317).,
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Segni in Latium,
"1227 Kardinalsdiakon durch seinen Onkel Gregor IX. 1231 Kard.Bisch. V. Ostia,
",
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12.12.1254,
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25.5.1261,
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Viterbo,
Viterbo Dom,
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König Wilhelm v. Holland,
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Der Wehrmann (griech.),
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Urban IV.182,
Urban IV.,
Jacques Pantaléon,
,
1261-1264,
3 Jahre 1 Monat 3 Tage,
Er wurde in Viterbo gewählt, residierte eine Weile in Orvieto, kam aber als Papst nie nach Rom. Mit Manfred konnte er sich nicht einigen, weshalb er das Königreich Sizilien an Karl von Anjou übertrug und dies am 15.08.1264 vertraglich festlegte. In seinem Pontifikat beginnt das Übergewicht der Franzosen in der Kurie. Am 11. August 1264 ordnete er das Fronleichnamsfest als Fest für die gesamte Kirche an. Die Verhandlungen über eine Kirchenunion zwischen Ost- und Westkirche, die Kaiser Michael VIII. Palaiologos angestrengt hatte, konnten nicht zum Erfolg geführt werden (vgl. H. Schmidinger, LThK² 10, 544-545).,
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vor 1200,
Troyes/Frankreich,
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29.08.1261,
14.09.1261,
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2.10.1264,
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Perugia,
in der Nähe von Perugia,
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„der Städter“ (lateinisch).,
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Clemens IV.183,
Clemens IV.,
Guido Fulcodi,
,
1265-1268,
3 Jahre 9 Monate 24 Tage,
Nach dem Tod seiner Frau um 1256 wurde Clemens Priester. In Perugia wurde er in Abwesenheit zum Papst gewählt. Er ist als Feind des Nepotismus herauszustellen. Er setzte die Tendenz zu Frankreich fort, belehnte Karl von Anjou 1265 mit dem Königreich Sizilien und bannte 1268 den Staufer Konradin, unterstützte wohl auch das Urteil gegen ihn. Karl von Anjou griff jedoch von Sizilien auch auf Mittelitalien über, was nicht im Interesse des Papstes war (vgl. A. Nitschke, LThK² 2,1224). ,
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vermutlich in Nimes/Frankreich,
1257 Bischof von Le Puy, 1259 Erzbischof von Norbonne, 1261 Kardinal,
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5.2.1265,
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29.11.1268,
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Viterbo Dominikanerkirche,
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der Sanftmütige (latein.),
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Gregor X.184,
Gregor X.,
Tebaldo Visconti,
,
1271-1276,
4 Jahre 4 Monate 9 Tage,
Nach der bisher längsten Sedisvakanz von 3 Jahren wurde er in Viterbo als Kompromisskandidat zum Papst gewählt, obwohl er weder Priester noch Kardinal war und gerade sein Kreuzzugsgelübte in Palästina einlöste. Erst Februar 1272 kam er nach Viterbo und wurde am 27.03.1272 in Rom gekrönt. Er gilt als begeisterter Anhänger der Kreuzzüge und fähiger Papst, wobei er den Pontifikat in den Dienst der Kreuzzugsidee stellte. Auf dem 2 Konzil von Lyon 1274 brachte er die Union mit den Griechen auf dem Papier zum Abschluss, doch blieb sie ohne Akzeptanz bei den Griechen und war nur ein politischer Akt der Eingrenzung westlicher Expansionsgelüste vor allem von Karl I. von Anjou nach Konstantinopel. Gregor erkannte die Wahl von Rudolf I. von Habsburg zum deutschen König an, um einen Gegenpol zu Karl aufbauen zu können. Die versprochene Kaiserkrönung Rudolfs und der vorbereitete Kreuzzug scheiterten am frühen Tod des Papstes (vgl. G. Schwaiger, LThK² 4,1187-1188).,
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um 1210,
Piacenza,
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1.9.1271,
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10.01.1276,
,
Arezzo,
Arezzo Dom,
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der Wachsame (griech. / latein.),
10.01.,
bei Katholiken als Seliger verehrt,
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Innozenz V.185,
Innozenz V.,
Pierre de Tarantaise,
,
1276,
5 Monate 1 Tag,
Er trat in den jungen Dominikanerorden ein und war Zeitgenosse von Albertus Magnus und Thomas von Aquin, mit denen er als Dozent in Paris die theologische Ausbildungsordnung der Dominikaner verfasste. Bereits am ersten Tag des Konklaves (nach der überlangen Sedisvakanz zuvor) wurde er als erste Dominikaner in Arezzo zum Papst gewählt. Aufgrund seiner großen Abhängigkeit von Karl I. von Anjou kam es zu einer Trübung des Verhältnisses zu Rudolf I. von Habsburg. Die Unionsverhandlungen mit Byzanz war eine Hauptaufgabe seines Pontifikats. Erfolgreich konnte er zwischen den oberitalienischen Städten Frieden vermitteln (vgl. P. Mikat LThK² 5, 690). ,
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Moutier/Frankreich,
OP, 1272 Erzbischof von Lyon, 1273 Kardinalbischof von Ostia,
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21.1.1276,
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22.6.1276,
,
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Rom Lateransbasilika,
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der Unschuldige (latein.).,
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Seligsprechung 1898 bestätigt,
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Hadrian V.186,
Hadrian V.,
Ottobono Fieschi,
,
1276,
,
Der Neffe Innozenz IV übte an der Kurie großen Einfluss aus. Er vermittelte Frieden in England zwischen Heinrich III. und den Baronen. Er starb vor der Priesterweihe und Papstkrönung in Viterbo an Malaria (vgl. G. Schwaiger LThK² 4, 1308-1309). ,
,
,
Genua,
1251 Kardinaldiakon,
,
,
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11.07.1276,
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18.08.1276,
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Viterbo irche des S. Francesco Sarkophag v. Arnolfo di Cambio,
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Bewohner von Hadria (latein.).,
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Johannes XXI.187,
Johannes XXI.,
Petrus Juliani "Petrus Hispanus",
,
1276-1277,
,
"Petrus Hispanus" war als Wissenschaftler hoch angesehen und hat durch seine philosophischen Untersuchungen den Nominalismus mit vorbereitet. Papst Gregor X vertraute ihm als medizinischem Fachmann sein Leben als Leibarzt an. Johannes nahm seine Residenz in Viterbo, wo er durch den Einsturz einer Decke ums Leben kam (vgl. N. Picard LThK² 5, 992-993). ,
,
1210/20,
Lissabon,
Dekan in Lissabon, 1273 Erzbischof von Braga und im gleichen Jahr Kardinalbischof von Tusculum (Leibarzt Gregors X.) ,
medizinisches Studium in Salerno, 1242-52 Dozent für Medizin in Siena, Philosoph und Theologe,
,
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8.9.1276,
8. September 1276,
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20.05.1277,
Johannes residierte in Viterbo, wo er durch Deckeneinsturz umkam.,
Rom,
Viterbo Kathedrale,
,
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Er gab Anregungen zur Studienreform an den Universitäten und förderte Stipendien für besonders begabte Studenten und nahm seine eigenen Studien wieder auf. Dazu ließ er an die Rückseite des Papstpalastes eine Privatbibliothek anbauen.,
Summulae logicales (um 1250 verfasst) ein weitverbreitetes philosophisches Handbuch,
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Gott ist gnädig (hebr.),
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Nikolaus III.188,
Nikolaus III.,
Giovanni Gaetano Orsini,
,
1277-1280,
2 Jahre 8 Monate 28 Tage,
Seit 1244 Kardinal prägte er die Kurie unter seinen Vorgängern. Er schaffte es, die Macht Karl I. von Anjou endlich einzudämmen und konnte ihn zwingen, das Reichsvikariat in Tuskulum und das Senatorenamt in Rom niederzulegen. Rudolf von Habsburg nötigte er den Verzicht auf die Romagna ab und vermittelte einen Ausgleich zwischen ihm und Karl, der mit der Province belehnt wurde. Er konnte die schon lange schwelenden Angriffspläne von Karl gegen Byzanz verhindern. Im Armutsstreit unter den Franziskanern, zu denen er Sympathien hegte, versuchte er ebenso zu vermitteln. Wegen seines Nepotismus war er Dante verhasst, der ihm daher in seinem Werk einen Platz in der Hölle zuwies. Nikolaus engagierte sich sehr beim Umbau im Vatikan und im Lateran und bei der Anlage der Vatikanischen Gärten (vgl. H. Schmidinger LThK² 7,978). ,
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Rom,
1244 Kardinal,
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25.11.1277,
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22.8.1280,
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Soriano,
Viterbo (gestorben) Grab??,
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der Sieger über das/aus dem Volk (griech.),
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Martin IV.189,
Martin IV.,
Simon de Brion,
,
1281-1285,
4 Jahre 1 Monat 6 Tage,
Er wurde durch den Einfluss von Karl I. von Anjou in Viterbo zum Papst gewählt, war von ihm abhängig und brachte durch die frankreichfreundliche Politik der Kirche großen Schaden. Die Römer verweigerten ihm den Zugang zur Stadt, so dass er in Orvieto gekrönt werden musste. 1282 wollte er Sizilien unbedingt für Karl I. von Anjou retten und bannte Peter III. von Aragón in dessen Konflikt mit Frankreich. Sogar die Angriffspläne von Karl gegen Byzanz unterstützte er und sprach den Bann über Kaiser Michael VIII. Palaiologos aus, so dass die 1274 in Lyon eingefädelte Union mit Byzanz zerbrach (vgl. G. Schwaiger LThK² 7, 113-114).,
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Brion bei Angers,
1260 Kanzler Königs Ludwig IX von Frankreich, 1261 Kardinal,
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22.2.1281,
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28.3.1285,
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Stadt Perugia Kathedrale,
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dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.),
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Honorius IV.190,
Honorius IV.,
Giacomo Savelli,
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1285-1287,
2 Jahre 1 Tag,
Er war Großneffe des Honorius III. und hat sich in seiner Namensnennung an ihn angeschlossen. Er war bei seiner Wahl schon sehr alt und gebrechlich, war jedoch gegenüber der Familie der Anjou eigenständig. Mit Rudolf von Habsburg konnte er einen Kompromiss herbeiführen. Da er sich im Streit von Weltklerus und Bettelorden nicht auf die Seite der Bettelorden stellte, zog er sich die Opposition der Bettelorden zu, die ihn in ihrer Geschichtsschreibung daher sehr negativ zeichneten (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5, 477).,
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Rom,
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2.4.1285,
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3.4.1287,
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Kirche Aracoeli,
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"""der Ehrenhafte"".",
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Nikolaus IV.191,
Nikolaus IV.,
Girolamo Masci,
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1288-1292,
4 Jahre 1 Monat 13 Tage,
Nikolaus wurde nach 11 Monaten der Sedisvakanz gewählt. Am 29.5.1289 krönte er Karl II. von Anjou in Rieti zum König von Neapel und Sizilien, das aber trotz Unterstützung durch den Papst aragonesisch blieb. Verhandlungen mit Rudolf von Habsburg wegen der Kaiserkrönung scheiterten ebenso wie Kreuzzugspläne. Verhängnisvoll für das kommende Zeitalter des päpstlichen Nepotismus war die Übertragung der Hälfte der Einkünfte der römischen Kirche an die Kardinäle (vgl. H. Schmidinger, LThK² 7,978-979). ,
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* 30. September 1227 in Lisciano (Wikipedia),
Ascoli Piceno,
OFM, 1274 Ordensgeneral der Franziskaner, 1278 Kardinal,
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22.2.1288,
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4.4.1292,
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Rom,
Basilika Liberiana in Rom (Grabmal von Domenico Fontana).,
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"Realisierung der Mosaiken der Basiliken S. Giovanni in Laterano und S. Maria Maggiore,
Bau des Domes zu Orvieto;",
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der Sieger über das/aus dem Volk (griech.),
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Coelestin V. (Hl.)192,
Coelestin V. (Hl.),
Pietro del Murrone,
Familie der Angeleri,
1294,
5 Monate 5 Tage,
Papst Coelestin war ein Kompromisskandidat im Streit zwischen den Adelsfamilien der Colonna und Orsini, fühlte sich als vormaliger Einsiedler und spiritueller Mensch jedoch vom Papstamt und der Kurienpolitik überfordert. Auf ihn geht die Gründung des Ordens der Coelestiner zurück. Karl II. holte ihn nach Neapel und wollte ihn dort vereinnahmen. Coelestin reagierte auf seine eigene politische Unfähigkeit, erließ unterstützt von seinem späteren Nachfolger eine Konstitution über die Möglichkeit einer Abdankung von Päpsten und ist dann vom Amt zurückgetreten. Er war eine wichtige Figur für die Spiritualen, die von seinem Rücktritt enttäuscht waren. Sein Nachfolger Bonifaz VIII., dem das Odium des Rücktritts seines Vorgängers immer anhing, der jedoch das Machtbewusstsein der Päpste auf die Spitze trieb, hat Coelestin bis zu seinem Tod in Haft halten lassen, um der Gefahr einer Spaltung vorzubeugen (vgl. A. Dieckmann, LThK² 2,1255-1256). ,
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1215,
Isernia,
OSB, 1276-79 Abt in Faifoli (Benevent), Einsiedler auf dem Murrone u. der Maiella b. Sulmona,
,
,
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5.7.1294,
in Aquila gekrönt,
13.12.1294,
19.05.1296,
Er starb nach 1 1/2 Jahren Gefangenschaft vielleicht eines gewaltsamen Todes.,
Castello di Fumone,
Aquila Kirche Collemaggio,
,
Karl II. v. Neapel,
,
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der Himmlische (latein.),
19.05.,
5. Mai 1313 wurde Coelestin V. unter dem Namen Pietro del Murrone von Papst Clemens V. in Avignon heilig gesprochen,
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der Buchbinder und der Stadt L'Aquila,
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Bonifaz VIII.193,
Bonifaz VIII.,
Benedetto Caetani,
,
1294-1303,
8 Jahre 9 Monate 17 Tage,
Papst Bonifaz VIII. kumuliert die Machtansprüche, die seine Vorgänger seit Gregor VII. aufgebaut haben, und entwickelt sie zu einer "päpstlichen Weltherrschaft", die jedoch bereits das Scheitern in sich birgt. Der kirchenrechtlich gebildete Papst hatte als Kardinal seinem Vorgänger beratend zur Seite gestanden, als dieser seinen Rücktritt erklären wollte. Sofort nach Pontifikatsbeginn erteilte Bonifaz die Anweisung zur Erstellung eines Grabmals und von Statuen für seine Person. Da erstmalig ein Papstrücktritt der Wahl eines Papstes vorausgegangen war, kann man in vielen seiner Maßnahmen auch einen Ausdruck für den Anspruch seiner Legitimität sehen (vgl. Fuhrmann, Die Päpste, 3. Auflage, 139-151). Seine Feindschaft zur Familie der Colonna und zu Frankreich sollte ihn von Anfang bis Ende seiner Amtszeit begleiten. Er sorgte nepotistsch für die Versorgung seiner Familie und war um seine eigene Gesundheit und Wohlergehen sehr besorgt. Im Jahr 1300 rief er als erster Papst ein "Heiliges Jahr" aus und verband es mit einem Jubelablass bei mehrmaligem Besuch der päpstlichen Basiliken. Ab 1296 entwickelte sich zwischen Bonifaz und König Philipp IV. von Frankreich ein heftiger Kampf. Philipp belegte für seine Kriege die Kirchen mit Steuern und nahm ihnen den Zehnten weg, sperrte auch alle Geldzahlungen nach Rom. In einem Brief an Philipp schrieb Bonifaz: "Gott hat den Papst über die Könige und ihre Reiche gesetzt ... Daher kannst Du nicht sagen, o König, daß du keinen über dir hättest,
auch du unterstehst dem Papst. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein Narr oder ein Ungläubiger" (Fuhrmann, Päpste, 148) Hier zeigt sich sein Anspruch einer absoluten Oberhoheit des Papstes über die weltliche Macht. In der Bulle "Unam Sanctam" spitzt Bonifaz den päpstlichen Anspruch sogar soteriologisch zu: "Es ist zum Heile für jegliches menschliche Wesen durchaus unerläßlich, dem römischen Papst unterworfen zu sein." (Fuhrmann, Päpste, 148). Am 7.9.1303 kam der Gegenschlag: Als Bonifaz in seiner Residenz in Anagni weilte, drangen Landsknechte um seinen Todfeind Sciarra Colonna, dessen Familie von Bonifaz zeitlebens verfolgt wurde und dessen Stammsitz zerstört worden war, und den Ratgeber des frz. Königs, Wilhelm von Nogaret, in den Papstpalast ein. Die Kardinäle konnten entkommen, bis zum Abend wurde der Papstpalast erobert und Bonifaz in die Gewalt der Eindringlinge gebracht. Tagelang musste der Papst hungern. Am Morgen des dritten Tages befreiten die Bürger von Anagni den Papst und brachten dem Hungernden und Dürstenden auf seine Bitte hin Unmengen zu essen und zu trinken. Bonifaz war nach diesem Attentat ein gebrochener Mann und starb bereits einen Monat nach seiner Rückkehr nach Rom. "Er war eine polit. ausgerichtete Herrschernatur, hatte aber den Blick für die Realitäten verloren,
indem er die Weltherrschaft anstrebte, leitete er sowohl den polit. als auch innerkirchl. Niedergang der päpstl. Autorität ein." (P. Mikat LThK² 2, 589-591) Die überhöhten Ansprüche von Bonifaz VIII. wurden schnell an der Wirklichkeit zerbrochen: Bald kam das Papsttum unter französische Herrschaft, verlegte seine Residenz nach Avignon und es begann das "Avignonensische Exil".,
Päpstl. Wappen Tiara eingefügt //2.Krone gesetzt bedeutet königliche Macht //Die Grabstatue von Bonifatius gefertigt von Arnolfo di Cambio. Sie ist heute im Museo dell'Opera del Duomo in Florenz zu sehen. Bei ihr kann man zum ersten Mal sagen, dass eine Statue porträthafte Züge eines Papstes hat, wenn noch alterslos, wobei diese Alterslosigkeit einen Mann um die 30 zeigen soll, also so lange wie Jesus lebte. //Papst Bonifatius VIII. auf einem Fresko von Giotto di Bondone im Lateran//,
1235 in Anagni,
Anagni (Latium),
"Kardinal Caetani,
",
Jurist,
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11.10.1303,
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Rom,
Das Grabmal von Bonifatius von Arnolfo di Cambio gestaltet. Es befindet sich heute in den vatikanischen Grotten,
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Philipp der Schöne,
"Gründung der Universität ""La Sapienza"" in Rom;",
Bulle ""Unam sanctam",
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der Wohltäter (latein.),
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2. Reif in der Tiara von Bonifatius VIII. hinzugefügt, die die königliche Macht darstellt.,
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Benedikt XI.194,
Benedikt XI.,
Nikolaus Boccasini,
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1303-1304,
8 Monate 15 Tage,
Er war Anhänger von Papst Bonifaz VIII. und hielt 1297 zu ihm. Beim Überfall in Anagni blieb er beim Papst und ging mit ihm nach Rom. Er wurde, nachdem die Colonna wegen ihres Angriffs auf Bonifaz von der Wahl ausgeschlossen waren, einstimmig gewählt, musste aber vor den Colonna aus Rom nach Perugia weichen. Während der Vorbereitungen zum Prozess gegen die Colonna ist er dort plötzlich gestorben (vgl. F. Bock, LThK²2, 176). ,
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Treviso,
5.12.1298 Kardinal von S. Sabina, 2.3.1300 Bischof von Ostia,
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,
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22.10.1303,
,
,
7.7.1304,
Er starb nach dem Genuß von getrockneten Feigen, die eventuell vergiftet waren.,
Perugia,
Kirche S. Domenico,
,
,
,
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,
der Gesegnete (latein.).,
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1736 selig gesprochen,
,
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Clemens V.195,
Clemens V.,
Bertrand de Got,
,
1305-1314,
8 Jahre 10 Monate 15 Tage,
Papst Clemens V. wurde am 15.11.1305 in Lyon in Anwesenheit von König Philipp dem Schönen gekrönt. Er ernannte am 5.12.1305 einen englischen und neun französische Kardinäle, wodurch die italienischen Kardinäle erstmals in die Minorität gerieten. Seine Residenz verlagerte er 1309 nach Avignon, Damit begann das Exil der Päpste in Avignon, das sich über 70 Jahre hinzog. Auf dem Konzil von Vienne 1311-12 hob Papst Clemens V. auf Drängen Philipp´s IV. den Templerorden auf, deren Reichtümer sich der König bemächtigen wollte (vgl. A. Nitschke LThK² 2,1224-1225). ,
,
um 1250-1264,
Villandraut/Frankreich,
1295 Bisch. V. Comminges, 1299 EB v. Bordeaux, ,
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5.6.1305,
15.11.1305 in Lyon,
,
20.4.1314,
,
Roquemaure,
gestorben in Bordeaux beerdigt in Uzes ,
,
"Heinrich VII.,
Philipp d. Schöne, Eduard I. u. II.,
",
"Gründung der Universitäten Perugia, Oxford und Orléans;",
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der Sanftmütige (latein.),
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Johannes XXII.196,
Johannes XXII.,
Jacques Duèze,
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1316-1334,
18 Jahre 3 Monate 29 Tage,
Johannes wurde als französischer Kandidat in Lyon zum Papst gewählt. Durch die Ernennung weiterer französischer Kardinäle brachte er das Papsttum in noch stärkere Abhängigkeit von Frankreich und festigte das Avignonensische Exil, obwohl er vor seiner Wahl die Rückkehr nach Rom versprochen hatte. Johannes war ein guter Kanonist und Politiker und unterstützte trotz seines universalen Machtanspruchs die französischen Interessen im Kampf gegen Ludwig den Bayern, in dessen Folge die Schieflage der Kirche sich immer mehr verstärkte. Als Ludwig die Ansicht des Papstes über die Approbation der deutschen Königswahl nicht teilen wollte, erklärte Johannes 1323 das Reich für aufgelöst und sprach 1324 die Exkommunikation und Absetzung von Ludwig aus. Ludwig dagegen war Johannes Ketzerei vor und appellierte an ein Allgemeines Konzil. Die Anhänger von Ludwig wie Marsilius von Padua entwickelten in München einflussreiche Konzepte, die später in Konziliarismus und Landeskirchentum ihre Wirkung entfalten sollten. Der Papst verurteilte Schriften des P.J. Olivi und einige Ansätze von Meister Eckhart, sicherte jedoch im Armutsstreit die Kirchlichkeit der Franziskaner. Er dachte sehr zentralistisch und reorganisierte die römische Kirche in diesem Sinne (vgl. P. Mikat LThK² 5,993-994). ,
,
1245,
Cahors/Frankreich,
1300 Bischof von Fréjus, 1308-10 Kanzler Karls II. u. Roberts von Anjou, 1310 Bischof von Avignon, 1312 Kardinal-Bischof von Porto,,
,
,
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7.8.1316,
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4.12.1334,
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Avignon,
Avignon Kathedrale,
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Ludwig von Bayern, Friedrich der Schöne v. Österreich, ,
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Gott ist gnädig (hebr.),
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Benedikt XII.197,
Benedikt XII.,
Jacques Fournier,
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1334-1342,
7 Jahre 4 Monate 5 Tage,
Benedikt begann eine Kurienreform mit klarer Regelung von Stellenbesetzungen und Kuriengebühren. Er schärfte den Klerikern die Residenzpflicht ein. Er wollte anfänglich Avignon aufgeben, begann aber dann doch mit dem Neubau des Papstpalastes in Avignon. Selbst nach der Verständigung zwischen Ludwig von Bayern und Frankreich scheiterte eine Aussöhnung zwischen ihm und dem Papst (vgl. P. Mikat LThK² 2,176-177). ,
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Saverdun,
SOCist,
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20.12.1334,
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25.4.1342,
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Avignon,
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der Gesegnete (latein.).,
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Clemens VI.198,
Clemens VI.,
Pierre Roger,
"der spätere Papst Gregor XI.,
",
1342-1352,
10 Jahre 6 Monate 29 Tage,
Er war ein großer Unterstützer der Künste und Wissenschaft. Durch die Ernennung von 21 französischen Kardinälen, darunter vier nahen Verwandten, bei nur vier Kardinälen aus anderen Nationen festigte sich die französische Einflussnahme auf das Papsttum. Clemens VI. genehmigte den Jubelablass alle 50 Jahre (vgl. J. Lenzenweger LThK² 2,1225).,
,
1292,
vermutlich in Rotiers-d´Égletons,
OSB,1326 Abt v. Fécamp,1328 Bischof von Arras,
1329 Erzbischof v. Sens,
1330 v. Rouen, gleichzeitig Kanzler von König Philipp VI.,
1338 Kardinalpriester in Avignon,
,
energisch, diplomatisch, großherzig, mildtätig, freigebig b. z. Verschwendung, Freund v. Kunst u. Wissenschaft,,
,
7.5.1342,
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6.12.1352,
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Avignon,
Avignon,
,
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der Sanftmütige (latein.),
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Innozenz VI.199,
Innozenz VI.,
Étienne Aubert,
,
1352-1362,
9 Jahre 8 Monate 25 Tage,
Erstmalig stellten die Kardinäle zur Wahl in Avignon eine Wahlkapitulation auf, die den neu gewählten Papst zu bestimmten Handlungen verpflichtete. Innozenz erklärte sie als Papst 1353 für nichtig. Er war persönlich fromm und setzte einige Maßnahmen zur Reform der Kirche und auch der Kurie um. Einige Privilegien der Kardinäle schränkte er wieder ein. Gegen die spiritualistischen Bewegungen am Rand der Bettelorden (Spiritualen und Fratizellen) ließ er die Inquisition streng vorgehen. Karl IV. ließ er 1355 in Rom zum Kaiser krönen. Innozenz bemühte sich um eine Rückkehr nach Rom und ließ den Kirchenstaat daher von Kardinal Aegidius Alboronoz wieder unter päpstlichen Gehorsam zwingen. Diese Maßnahmen verschlechterten jedoch stark die finanzielle Situation des Papsttums. Die Ignorierung des päpstlichen Bestätigungsrechts der deutschen Königswahl und das Reichsvikariat für Italien nicht mehr erwähnte, hat Innozenz dies akzeptiert. Im Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich konnte er den Frieden von Brétigny vermitteln. Die französische Herrschaft in Unteritalien unterstützte er (vgl. G. Schwaiger LThK² 5,690-691). ,
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Monts Beyssac,
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18.2.1352,
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12.9.1362,
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Avignon in der Kartause Villeneuve-les-Avignon,
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der Unschuldige (latein.).,
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Urban V.200,
Urban V.,
Guillaume de Grimoald,
,
1362-1370,
8 Jahre 2 Monate 21 Tage,
Urban V. wurde in Avignon gewählt und gekrönt. Nach G. Schwaiger war er fromm und sittenstreng, der "beste der Avignon-Päpste". Nach der Rückeroberung des Kirchenstaates durch Kardinal Aegidius Alboronoz führte Papst Urban V. die Residenz 1367 gegen den Widerstand des französischen Königshauses und der mehrheitlich französischen Kardinäle von Avignon nach Rom zurück. Rom, das in einem trostlosen Zustand war, wollte er wieder zur Weltmetropole aufbauen, doch musste er vor den Kämpfen in Rom und Italien 1370 sich wieder nach Avignon zurückziehen. Seit 1372 bis zur Zerstörung in der französischen Revolution befand sich sein Grabmal in St-Victor in Marseille (vgl. G. Schwaiger LThK² 10,545-546). ,
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Grisac/Frankreich,
OSB,,
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28.9.1362,
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19.12.1370,
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Marseille ,
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der Städter (latein.),
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Gregor XI.201,
Gregor XI.,
Pierre Roger de Beaufort,
Neffe von Papst Clemens VI.,
1370-1378,
7 Jahre 2 Monate 27 Tage,
Gregor XI. war der letzte Papst im Avignonensischen Exil. Er war Neffe von Papst Clemens VI. und wurde durch diesen zum Kardinal ernannt. Er war persönlich fromm und sittenstreng und ein ausgezeichneter Kirchenjurist. Er verurteilte 18 Thesen Wyclifs. Zwischen Karl IV. und Ludwig von Ungarn konnte er Frieden stiften. Intensiv arbeitete er an der Rückführung der Kurie nach Rom. Am 13.9.1376 verließ er Avignon und brachte am 17.1.1377 das Papsttum nach Rom zurück (vgl. J.B.Villiger LThK² 4,1188). ,
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Maumont in Frankreich,
1348 Kardinal,
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30.12.1370,
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27.3.1378,
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Rom Kirche S. Maria Nova,
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der Wachsame (griech. / latein.),
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Urban VI.202,
Urban VI.,
Bartolomeo Prignano,
,
1378-1389,
11 Jahre 6 Monate 8 Tage,
Unter tumultuarischen Umständen und starkem Druck der römischen Bevölkerung, die einen Römer oder zumindest Italiener als Papst wollte, wählten ihn die Kardinäle zum Papst. Er regierte selbstherrlich und brachte besonders die französischen Bischöfe gegen sich auf, bis schließlich nach langen Bedenken am 2.8.1378 sich 13 französische Kardinäle von ihm lossagten und am 9.08.1378 in einem Manifest an die Christenheit die Wahl von Urban als ungültig bezeichneten. Außerdem sei Urban "wegen offenkundiger Geistesstörung unfähig (incapax) .., das höchste Kirchenamt zu bekleiden. Dieses Argument muss durchaus erst genommen werden" schreibt G. Schwaiger (LThK² 10,546). "Die fast an despotischen Größenwahnsinn grenzende Regierungsweise dieses Papstes" (O. Engels, Die Obedienzen des Abendländischen Schismas, in: H. Jedin/K.S. Latourette/J. Martin, Atlas der Kirchengeschichte, Freiburg u. a. 1987, 48*-52*:48* und Karte 66) war also neben der völlig unklaren Rechtslage ein Hauptgrund für die Spaltung im Kardinalskollegium. Am 20.9.1378 wählten die französischen Kardinäle in Fondi Robert von Genf als Clemens VII. zum Papst. Auch einige italienische Kardinäle waren mit dieser Wahl einverstanden, so dass die Anhängerschaft der beiden Päpste unter den Kardinälen etwa gleich groß war. Damit begann das große Abendländische Schisma, das ganz Europa in Regionen der avignonensischen Obedienz, der römischen Obedienz und der Indifferenz teilte und das Ansehen des Papsttums schwer beeinträchtigte, was letztlich im Konziliarismus gipfelte und den Grund legte für die Kritik am Papsttum in der Reformation. Papst Urban VI. ließ im Streit sechs Kardinäle, die ihn unter Beobachtung stellen wollten, verhaften, foltern und fünf hinrichten (vgl. G. Schwaiger LThK² 10,546-547). ,
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ca. 1318 ,
Neapel,
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28.09.1378,
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15.10.1389,
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Rom,
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der Städter (latein.),
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Bonifaz IX.203,
Bonifaz IX.,
Pietro Tomacelli,
,
1389-1404,
14 Jahre 10 Monate 29 Tage,
Bonifaz konnte die Herrschaft des Papstes über Rom und den Kirchenstaat wiederherstellen. Er nahm Partei für Ladislaus im Kampf um Neapel gegen Ludwig II. von Anjou, den der Gegenpapst Clemens VII. unterstützte. Damit gewann Bonifaz Italien als Anhänger des römischen Papsttums. Zur Gewinnung von Geldern führte er neue bedenkliche Mittel wie Ablässe zu finanziellen Zwecken ein. Auf die Beseitigung des Abendländischen Schismas verwendete er nur wenig Mühe, sorgte sich vielmehr um die Anerkennung seiner Rechtmäßigkeit hauptsächlich in England und Deutschland (vgl. J.B. Villiger LThK² 2, 591). ,
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Neapel,
,
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2.11.1389,
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1.10.1404,
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St. Peter,
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Kaiser Karl VI.,
"Restaurierung der Engelsburg in Rom,
Gründung der Universität in Ferrara,
",
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der Wohltäter (latein.),
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Innozenz VII.204,
Innozenz VII.,
Cosimo dei Migliorati,
,
1404-1406,
2 Jahre 19 Tage,
Vor seiner Wahl hatte sich Innozenz eidlich verpflichtet, das Abendländische Schisma zu beenden und notfalls dafür auch abzudanken. Die Einigungsvorschläge Benedikts XIII. von der avignonensischen Papstlinie lehnte er nach der Wahl ab. Ein Aufstand der Römer zwang Innozenz zur Flucht nach Viterbo, von wo er erst im Sommer 1406 nach Rom zurückkehren konnte (vgl. G. Schwaiger LThK² 5, 691-692). ,
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Sulmona in den Abruzzen,
1387 Erzbischof von Ravenna, 1389 Erzbischof von Bologna und Kardinal, 1390 Legat in Oberitalien,
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Interesse und Liebe zum Studium,
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17.10.1404,
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6.11.1406,
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"Neuorganisation der Universität von Rom, mit neuen Fakultäten Medizin, Philosophie und Griechisch;",
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der Unschuldige (latein.).,
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Gregor XII.205,
Gregor XII.,
Angelo Correr,
,
1406-1415,
10 Jahre 11 Monate 18 Tage,
Er wurde als Nachfolger von Innozenz VII. zum Papst gewählt und hatte sich mit allen Kardinälen verpflichtet, abzudanken, wenn auch der Papst Benedikt XIII aus der Papstlinie in Avignon dies täte. Auf dem Konzil von Pisa 1409-1410 wurde er abgesetzt und Alexander V. eingesetzt, doch scheiterte die Pisaner Lösung und es gab nunmehr 3 konkurrierende Päpste mit ihren Obedienzen. Am 4.7.1415 resignierte Papst Gregor XII. auf dem Konzil von Konstanz (1414-1418) und wurde zum päpstlichen Legaten auf Lebenszeit ernannt. Damit war endlich das Abendländische Schisma beendet. Bis heute ist die Beurteilung der Rechtmäßigkeit der einzelnen Linien des Papsttums nur schwer möglich (vgl.J.B. Villiger LThK² 4, 1188).,
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Venedig,
,
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30.11.1406,
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4.7.1415,
18.9.1417,
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Stadt Recanati Dom,
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,
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der Wachsame (griech. / latein.),
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,
,
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Martin V.206,
Martin V.,
Oddo di Colonna,
,
1417-1431,
13 Jahre 3 Monate 9Tage,
Seine Wahl beendete das Abendländische Schisma. Er hatte auf dem Konzil von Pisa sehr für die Einheit gearbeitet und, auch wenn der Pisaner Einigungsversuch letztendlich gescheitert ist, sich hohe Anerkennung erworben. Daher wurde er auf dem Konzil von Konstanz (1414-1418) trotz des schwierigen Wahlmodus bereits nach dreitägigem Konklave zum Papst gewählt. Er fand allgemeine Anerkennung und beendete das Abendländische Schisma, das zuletzt sogar drei gleichzeitige Päpste hervorgebracht hatte. Er schloss das Konzil am 22.4.1418 erfolgreich ab und verließ Konstanz am 16.5.1418. Am 28.9.1420 zog er in Rom ein. Er stellte den Kirchenstaat wieder her, musste jedoch viel Aufwand zur Niederschlagung von Aufständen verwenden. Die konziliaristische Strömung auf dem Konzil von Konstanz hatte im Konzilsdekret Frequens durchgesetzt, dass in einem festen Abstand von 5 Jahren Generalkonzile durchgeführt werden sollten. Martin hielt sich daran und berief nach 5 Jahren die Synode von Pavia, die er bald nach Siena verlegte und schließlich auflöste. Auch 1431 berief er zeitgerecht ein Konzil nach Basel. Er bemühte sich um die Durchführungen der Reformen nach den Konstanzer Reformdekreten. Er ließ die heruntergekommenen großen Basiliken und den Vatikanpalast restaurieren und die Infrastruktur ausbauen (vgl. K.A. Fink LThK² 7, 114-115).,
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1368,
Genazzano in Latium,
,
,
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11.11.1417,
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20.02.1431,
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Rom,
S. Giovanni in Laterano,
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Gründung des apostolischen Sekretariats, das heute Staatssekretariat heißt,
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dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.),
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Eugen IV.207,
Eugen IV.,
Gabriele Condulmer,
Neffe Gregors XII.,
1431-1447,
15 Jahre 11 Monate 20 Tage,
Während sein Vorgänger erfolgreich und diplomatisch an der Wiedergewinnung der Rolle des Papsttums gearbeitet hatte, zeigte Eugen im Umgang mit dem Konziliarismus kein großes Geschick und stürzte dadurch das Papsttum in neue Konflikte. Er ließ 1431 das Basler Konzil eröffnen, beendete es aber im Dezember 1431 ohne ersichtlichen Grund. Das Konzil tagte trotzdem weiter, fast alle Kardinäle und Fürsten schlugen sich auf die Seite des Konzils gegen den Papst, so dass er am 15.12. 1433 die Auflösung des Konzils zurücknehmen und das Konzil anerkennen musste. 1437 verlegte Eugen das Konzil gegen den Willen der Konzilsmehrheit nach Ferrara und schließlich nach Florenz., wo er sich seit der Revolution in Rom 1434 bis 1443 meist aufhielt. Hier wurden 1439 die Unionsdekrete mit den Griechen abgeschlossen. Die in Basel verbliebene Restsynode radikalisierte sich bis zur Absetzung von Eugen und zur Wahl eines Gegenpapstes Amadeus VIII. von Savoyen, der sich Felix V. nannte. Eugen setzte sich jedoch durch, besonders als ihn 1545 König Friedrich III. und 1447 die Kurfürsten anerkannten. Der Konziliarismus des Konzils von Basel war damit besiegt. Das Kreuzzugsheer des Papstes erlitt im Kampf gegen die Türken bei Varna 1444 eine schwere Niederlage (vgl. G. Schwaiger LThK² 3,1172-1173). ,
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1383,
Venedig,
Augustiner, 1407 Bischof v. Siena, 1408 Kardinal,,
,
fürsorglich, tief religiös, sparsam, sehr entschlossen, autoritär, ,
,
3.3.1431,
11.03.1431,
,
23.02.1447,
,
Rom,
Zunächst in der Peterskirche am Vatikan. Beim Neubau der Kirche im 16. Jahrhundert gingen seine sterblichen Überreste verloren,
Teile seines Grabdenkmals gelangten in die römische Kirche San Salvatore in Lauro.,
,
"Kaiser d. Orients, Johannes VII.,
",
Der Bildhauer Antonio Averlino, genannt Filarete, schuf für Eugen IV. eine monumentale Bronzetür, die noch heute das Hauptportal der Peterskirche am Vatikan schmückt. Für den päpstlichen Hof arbeiteten damals auch die Maler Pisanello, Jean Fouquet und Fra Angelico. Restauration des Pantheon und des Kolloseums,
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Nikolaus V.208,
Nikolaus V.,
Tommaso Parentucelli,
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1447-1455,
8 Jahre 19 Tage,
Er gilt als sittenstrenger Papst, der den Humanismus auf den Stuhl Petri brachte. Er konnte die Zerwürfnisse aus der unglücklichen Politik seines Vorgängers Eugen schnell beseitigen und erlangte auch die Anerkennung von König Friedrich III, mit dem er 1448 das Wiener Konkordat schloss. 1449 unterwarf sich Gegenpapst Felix V. und das Basler Restkonzil löste sich auf. Am 19.4.1452 vollzog er an Friedrich III. in St. Peter die letzte Kaiserkrönung in Rom. Am 29.5.1453 wurde Konstantinopel von den Türken erobert, womit sich die lateinische Welt schnell abfand. Nikolaus sorgte als Humanist und Kulturliebhaber nicht nur für die Restaurierung von Kirchen und Anlagen in Rom, sondern holte auch bedeutende Künstler und Gelehrte an seinen Hof und gilt als der eigentliche Begründer der Vatikanischen Bibliothek. Er versäumte jedoch die notwendigen innerkirchlichen Reformen (vgl. G. Schwaiger LThK² 7, 979-980).,
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15.11.1397,
Sarzana in Ligurien,
1444 Bischof von Bologna, 1446 Kardinal ,
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6.3.1447,
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24.03.1455,
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Rom,
im äußeren südlichen Seitenschiff der Konstantinsbasilika in Rom,
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Krönung Friedrich d. III. v. Österreich zum Kaiser,
"Gründer der Vatikanischen Bibliothek, Restaurierung aller 40 Stationskirchen, durchgreifende Neugestaltung des Vatikan und seiner Umgebung sowie Ausbau der Befestigungsanlagen. Fraglos gelang es Nikolaus V. in seinem kurzen Pontifikat nicht, dieses umfassende Projekt auch nur ansatzweise zu verwirklichen. Doch übertraf er seine Vorgänger als Bauherr bei weitem. So baute er am Vatikan einen großen neuen Flügel des päpstlichen Palastes und begann mit der Erweiterung der frühchristlichen Peterskirche. Nikolaus V. sorgte nicht nur für die Kirchen und Paläste von Rom, sondern auch für den Ausbau von Straßen, Brücken, Wasserleitungen, Brunnen sowie Verteidigungsanlagen. Unter den Malern schätzte Nikolaus V. besonders Fra Angelico, den er nach dem Tod seines Vorgängers, Papst Eugens IV., ohne Unterbrechung weiterbeschäftigte. Der Maler schuf für Nikolaus V. u. a. die berühmten Fresken der Laurentius- und Stephanuskapelle im Vatikanischen Palast.,
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Kalixt III.209,
Kalixt III.,
Alonso Borgia,
Onkel von Rodrigo de Borja vom späteren Papst Alexander VI.,
1455-1458,
3 Jahre 3 Monate 29 Tage,
Er war ein guter Jurist, Theologe und Diplomat und konnte Clemens VIII. zum Verzicht auf das Papsttum bewegen, so dass das Abendländische Schisma endgültig beendet werden konnte. Die Päpste haben ihm dafür ihre Dankbarkeit gezeigt: Martin V. verlieh ihm 1429 Das Bistum Valencia, Eugen IV. ernannte ihn 1444 zum Kardinal. Seine Bemühungen um eine Abwehr des expansiven Islam und der Türkeninvasion wurde durch die nationalstaatlichen Bestrebungen unterlaufen, die ein gesamteuropäisches Handeln nicht mehr zuließen. Die päpstlichen Mittel ließen im Kampf gegen die Osmanen nur Teilerfolge zu. Der Nepotismus grassierte unter Kalixt und lieferte den Kirchenstaat der katalanischen Adelsfamilie der Borja aus. In Rom selbst und in Deutschland entfaltete sich daher die antikuriale Stimmung immer weiter (vgl. G. Schwaiger LThK² 2,884-885). ,
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31.12.1378 ,
Játiva bei Valencia Spanien,
1444 kardinal,
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8.4.1455,
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6.8.1458,
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Kapelle Santa Maria della febbre neben der Peterskirche am Vatikan beigesetzt Nach dem Neubau St. Peter 16.-17.Jhdt.überführt in die römische Kirche Santa Maria di Montserrato,
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„der schönste“ (griechisch/lateinisch).,
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Pius II.210,
Pius II.,
Enea Silvio Piccolomini,
,
1458-1464,
5 Jahre 11 Monate 27 Tage,
Pius II. war zuerst ein eifriger Verfechter des Konziliarismus. 1432 begleitete er Kardinal D. Capranica zum Baseler Konzil, auf dem er auch wichtige Ämter innehatte. Er war zu diesem Zeitpunkt ein Gegner von Papst Eugen IV.. Als Sekretär der kaiserlichen Kanzlei Friedrichs III. schrieb er 1444 die Liebesnovelle Euryalus und Lucrezia. 1445 veränderte er sein Leben grundlegend, er gab sein früheres sehr weltliches Leben auf und lies sich zum Priester weihen. Auch theologisch kehrte er sich von den Anhängern der Überordnung von Konzilien über die Päpste (Konziliarismus) ab. Weiterhin im diplomatischen Dienst Friedrichs III. arbeitete er nun Papst Eugen IV. zu und konnte Friedrich als Anhänger Eugens gewinnen. Nach der Einnahme Konstantinopels 1453 durch die Osmanen wollte Pius nochmals einen Kreuzzug in Gang bringen und warb bei allen europäischen Fürstenhäusern intensiv dafür, fand jedoch kaum Gehör. Daher stellte er sich persönlich an die Spitze eines päpstlichen Kreuzzugsheeres, starb jedoch in Ancona vor der versammelten Kreuzzugsflotte. Seine Geburtsstadt Corsignano wurde nach ihm in Pienza umbenannt. Pius II. verschaffte dem Papsttum hohes Ansehen vor allem durch sein eifriges Wirken für die Einheit der Christenheit. Nach Georg Schwaiger ist dieser Papst als einer der bedeutendsten Päpste anzusehen (vgl. G.Schwaiger LThK²,8,528-529. ,
In der Piccolomini-Bibliothek des Domes von Siena sind auf Fresken von Pinturicchio (Bernardino di Betto di Biagio,* um 1454 in Perugia,
† 11. Dezember 1513 in Siena) bedeutende Stationen seines Lebenswegs dargestellt.,
18.10.1405 ,
Corsignano in der Toskana,
,
Er war einer der bestausgebildetsten Päpste und humanistisch gebildet.,
,
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19.08.1458,
3.9.1458,
,
14.08.1464,
,
Ancona,
Seine sterblichen Überreste wurden zuerst im Petersdom beigesetzt. 1614 wurden sie in die römische Kirche Sant'Andrea della Valle überführt.,
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1444 schrieb er die Liebesnovelle "Euryalus und Lucrezia". Nach seiner Priesterweihe dokumentierte er in der Epistola retractationis seine Abkehr vom früheren Leben. In der Bulle Execrabilis von 1460 verbot er den Missbrauch der Appellation an ein allgemeines Konzil und damit die Grundthese des Konziliarismus. 1463 veröffentlichte er die Bulle In minoribus agentes, in der er nochmals seine Abkehr vom Konziliarismus dokumentierte, da sich die Konziliaristen auf seine frühere Haltung beriefen.,
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der Fromme (latein.),
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Venetianische Schiffe legen ab zum Kreuzzug gegen die Türken - Pius II. wird auf der sedia gestatoria getragen.,
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Paul II.211,
Paul II.,
Pietro Barbo,
Neffe von Papst Eugen IV.,
1464-1471,
6 Jahre 10 Monate 26 Tage,
Vor seiner Wahl legte das Kardinalskollegium eine Wahlkapitulation nieder, die alle Kardinäle beschworen. Unmittelbar nach seiner Wahl jedoch widerrief er als Papst diese kirchenrechtliche unhaltbaren Bestimmungen, was ihn vom Kardinalkollegium entfremdete. Da er die Subventionierung der Humanisten am päpstlichen Hof zurückdrängte, machte er sich die Humanisten zum Feind, die sich in ihrer Publizistik an ihm rächten und ihn schlecht machten. Mit Kaiser Friedrich III. hielt er gute Beziehungen und konnte ihn bei dessen Rombesuch 1468 empfangen. Er tat nichts zur Verbesserung der schlechten innerkirchliche Situation. Unter seinem Pontifikat wurde die erste Druckerpresse in Rom eingerichtet. Er erließ die Bestimmung, ab 1475 alle 25 Jahre ein Jubeljahr zu feiern (vgl. G. Schwaiger LThK² 8, 198).,
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23.02.1417,
Venedig,
1435 Bischof von Cervia, 1440 Kardinal,
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30.8.1464,
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26.7.1471,
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der Kleine (griech./latein.),
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Sixtus IV.212,
Sixtus IV.,
Francesco della Rovere,
,
1471-1484,
13 Jahre 3 Tage,
Er veranlasste den Bau der nach ihm benannten Sixtinischen Kapelle. Doch ist ihm die Vernachlässigung der drängenden innerkirchlichen Aufgaben vorzuwerfen. "Mit S. begann der dunkelste Abschnitt des Renaissancepapsttums" (G. Schwaiger). Besonders der grassierende Nepotismus höhlte die Autorität des Papsttums im Familiengeschacher aus. Mitglieder seiner Familie wurden mit Geld und Gütern überhäuft und auch Kardinalstitel in der Familie vergeben (z.B. an Giuliano della Rovere, der spätere Papst Julius II.). Die Opposition der Colonna wurde selbst militärisch von den mit den "päpstlichen Familien" verbundenen Orsini bekämpft. Zur Kompensation der finanziellen Engpässe, die aus dieser Mißwirtschaft resultierten, wurden theologisch fragwürdige Konstrukte wie häufige Ablässe, Besteuerungen und käufliche Ämter eingeführt. Eine Seite der päpstlichen Mißwirtschaft war die Förderung der Künste in Rom, die heutige Romtouristen mit Freude betrachten können: die fatalen Auswirkungen dieser Maßnahmen darf man jedoch nicht vergessen (vgl. G. Schwaiger LThK² 9,810-811) ,
Antonio Pollaiollo schuf das Bronzegrabmal von Sixtus IV. in St. Peter 1493 im Auftrag von dessen Neffen Giuliano della Rovere (dem späteren Papst Julius II.). Es zeigt den Papst, um den sich die Tugenden und die freien Künste scharen.,
21.07.1414 ,
Celle bei Savona,
OFM,
1464 Ordensgeneral OFM, 1467 Kardinal,
,
Er betrieb uneingeschränkten Nepotismus (versorgte seine Familienangehörigen mit Ämtern und Pfründen). Sixtus IV. war rhetorisch ein brillanter Prediger.,
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9.8.1471,
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12.8.1484,
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Rom,
St. Peter,
,
Papst zu Lebzeiten Martin Luthers,
"1483 von Papst Sixtus IV. eingeweihte Kapelle, die in ihren Dimensionen dem Tempel Salomos entsprechen sollte. Ebenso heißt der Chor, der in der Papstliturgie singt. Bau des Hospitals S. Spirito u. der Kirchen S. Maria del Popolo, S. Maria della Pace. Förderung v. Kunst u. Wissenschaft (Förderung der Vatikanischen Bibliothek);",
Theologisch vertrat er mit viel Energie die Lehre, das Maria zum Zeitpunkt ihrer Empfängnis frei von Erbsünde war (Bulle Grave nimis), und brachte damit die Mariologie der Bettelorden zum Durchbruch.,
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Sixtus = der Sechste (latein.) bzw. Xystus = der Geglättete (griech.),
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Innozenz VIII.213,
Innozenz VIII.,
Giovanni Battista Cibo,
verheiratete seinen leiblichen Sohn mit einer Medici-Tochter,
1484-1492,
7 Jahre 10 Monate 26 Tage,
Die finanzielle Situation der Kurie wurde auch unter Innozenz immer schlechter. Die innerkirchlichen Fehlentwicklungen, zu der die Missstände an der Kurie beitrugen, erfuhren unter seinem Pontifikat keine Korrektur, die nötige Kirchenreform blieb aus. Seine Förderung der Inquisition und Hexenprozesse durch die Bulle "Summis desiderantes affectiones" führte besonders in Deutschland zur Eskalation der Hexenverfolgung. 1487 veröffentlichte der Dominikaner Jakob Sprenger den "Hexenhammer" (vgl. G. Schwaiger LThK² 5, 692). ,
Denkmal im Petersdom: Grabstätte von Papst Innozenz VIII. von Pollaiulo im Durchgang v. Querschiff (Petersdom),
1432,
Genua,
1473 Kardinal,
,
Persönlich unselbständig, kränklich und in steter Finanznot, hatte Innozenz kein Gefühl für die Kirchenreform.,
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29.8.1484,
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25.7.1492,
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Papst zu Lebzeiten Martin Luthers,
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der Unschuldige (latein.).,
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Alexander VI.214,
Alexander VI.,
Rodrigo de Borja,
Neffe Calixtus III., seine Kinder Lukrezia und Cesare Borja,
1492-1503,
11 Jahre 8 Tage,
Er verstand als einer der Renaissancepäpste das Papsttum als ""private Herrschaft". Sein Pontifikat ist der absolute Tiefpunkt des Papsttums. Alexander V. kam durch Simonie (Kauf kirchlicher Ämter) auf den Thron und war ein kluger und skrupelloser Machtpolitiker. Das half ihm trotzt Aufstrebens von Frankreich und Spanien den Kirchenstaat zu halten und den politischen Einfluss des Papsttums zu sichern. Zielbewusst unterstützte er vor allem seine Kinder Lukrezia und Cesare Borja, der dem Kirchenstaat die Romagna und die Marken zuführte. 1494 setzte Alexander die Aufteilung Lateinamerikas zwischen Portugal und Spanien fest. Während Alexanders Amtszeit erreichte der Sittenverfall der Kurie nicht zuletzt durch seinen offenen unmoralischen Lebenswandel seinen Höhepunkt, auch wenn einzelne Reformmaßnahmen eine nur negative Beurteilung des Papstes nicht erlauben (vgl. H. Lutz LThK² 1, 317-318). ,
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11.01.1431,
Játiva bei Valencia/Spanien,
1455 Kardinal, 1456 Vizekanzler der Kirche,
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1492,
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18.08.1503,
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Rom,
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Papst zu Lebzeiten Martin Luthers,
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der Wehrmann (griech.),
18.08.,
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Pius III.215,
Pius III.,
Francesco de' Piccolomini Todeschini Piccolomini,
Neffe v. Pius II.,
1503,
27 Tage,
Pius III. war als römischer Legat häufig in Deutschland und Frankreich. 1497 trat er als einziger Kardinal dem nepotistischen Ansinnen von Papst Alexander VI. entgegen, Benevent als Teil des Kirchenstaates an dessen illegitimen Sohn Juan Borja zu vergeben. Pius III. war öfters unter den papabile, wurde aber erst in seinen späten Lebensjahren als Nachfolger des Skandalpapstes Aexander VI. gewählt. Aufgrund einer schwren Krankheit konnte er jedoch sein päpstliches Amt in den 27 Tagen, in denen er es innehatte, nie aktiv ausüben. "Mit ihm sanken berechtigte Reformhoffnungen ins Grab" urteilt Georg Schwaiger (LThK² 8,529-530:530). ,
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1439,
Siena,
1460 Erzbischof von Siena und Kardinaldiakon durch Pius II. 1495 Bischof von Pienza 1471 Legat auf dem Regensburger Christentag.,
Studium der Rechtswissenschaft in Perugia,
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Papst zu Lebzeiten Martin Luthers,
Pius III. gab Michelangelo den Auftrag Statuen für den Dom in Siena zu fertigen. ,
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der Fromme (latein.),
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Julius II.216,
Julius II.,
Giuliano della Rovere,
Neffe von Sixtus IV.,
1503-1513,
9 Jahre 3 Monate 19 Tage,
Julius II. war Gegner Alexanders VI. und der Borja-Familie. Er entmachtete Cesare Borja und zwang die Borja zur Rückgabe der vatikanischen Ländereien. Obwohl bei seiner eigenen Wahl Bestechung im Spiel war, verbot er unter Androhung hoher Strafen simonistische Papstwahlen. Zum Ausbau des Petersdoms ab 1506 rief er einen vollkommenen Ablass aus, der den Stiftern erteilt und weltweit verkündet werden sollte, um der globalen Bedeutung des Baus Rechnung zu tragen - mit ein Anlass für Luthers Kritik. Er förderte die Künste und holte die bedeutendsten Künstler seiner Zeit (z.B. Bramante, Michelangelo und Raffael) an den päpstlichen Hof, die Rom zum damaligen Mittelpunkt der Kunstwelt machten. Im Fünften Laterankonzil (1512-1517) versuchte er vergeblich, dringend anstehende Fragen zu klären und eine Reform einzuleiten. Er war ein fähiger Kirchenfürst und Diplomat, der den Kirchenstaat als Basis eines freien Papsttums sichern und daher die Fremdeinflüsse auf Italien zurückdrängen wollte. 1509 paktierte er zunächst mit Ludwig XII. von Frankreich und Kaiser Maximilian I. gegen Venedig in der Liga von Camabrai, schwenkte aber nach Rückgabe der besetzten Romagna an den Kirchenstaat durch Venedig um und schloss mit Venedig Frieden. 1511 beriefen neun papstfeindliche Kardinäle ein allgemeines Konzil nach Pisa ein, so dass ein neuerliches Schisma drohte. Um diesem zu begegnen, berief Julius im Juli 1511 das 5. Laterankonzil für den Mai 1512, wofür er auch die Unterstützung des Kaisers gewann. 1511 gelang ihm mit Hilfe der Schweizer die Vertreibung der Franzosen aus dem Kirchenstaat, bereitete aber damit indirekt der spanischen Vorherrschaft in Italien vor, das sich in der Hl. Liga mit Venedig zusammengeschlossen hatte (vgl. Georg Schwaiger LThK² 5,1204-1205). . ,
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5.12.1443,
Albissola bei Savona ,
1471 Kardinal,
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1.11.1503,
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21.02.1513,
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Rom,
Rom Peterskirche,
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Papst zu Lebzeiten Martin Luthers,
Durch seine Aufträge hat er Bramante für den Umbau des Vatikanpalastes und den Plan für einen Neubau des Petersdoms (Grundsteinlegung 1506) gewonnen, Michelangelo u.a. für das Riesenwerk der Deckenfresken in der Sixtinischen Kapelle und Raffael für die Arbeit an den Stanzen im Vatikan.,
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aus dem Geschlecht der Julier (latein.),
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Leo X.217,
Leo X.,
Giovanni de' Medici,
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1513-1521,
8 Jahre 8 Monate 20 Tage,
Er war von seinem Vater Lorenzo de' Medici als 2. Sohn für den geistlichen Stand bestimmt und wurde bereits mit 14 Jahren Kardinal und erhielt eine hervorragende humanistische Ausbildung. Seine Familie wurde 1494 in Florenz gestürzt, was auch sein Leben radikal veränderte: Er floh nach Bologna und reiste dann mit seinem Vetter Giulio (Clemens VII) durch Deutschland, Flandern und Frankreich. Von Julius zum Legaten nach Bologna geschickt führte er seit 1511 das spanisch-päpstliche Heer, das die Franzosen vertreiben sollte, doch wurde er in der Schlacht von Ravenna am 11.4.1512 besiegt und gefangen genommen. In Mailand gelang ihm die Flucht, worauf er nach Rom zurückkehrte. Von hier aus gelang ihm die Widererstarkung der Medici in Florenz zu betreiben. Erst nach seiner kanonischen Papstwahl am 11.3.1513 wurde er am 15.3.1513 zum Priester und am 17.3.1513 zum Bischof geweiht. Bei der Kaiserwahl 1519 unterstützte er Franz I. von Frankreich, kurz auch den sächsischen Kurfürsten Friedrich den Weisen. Mai 1521 verbündete er sich mit Kaiser Karl V. gegen Frankreich. Sein Wahlspruch lautete: ""Da Gott Uns das Papsttum verliehen hat, so lasst es Uns denn genießen." Das 5. Laternkonzil von 1515-1517, das nochmals eine Chance zur Kirchenreform geboten hätte, erfuhr durch ihn keine Förderung und lief sich 1517 langsam tot. Sein Ablasshandel, den er aus finanziellen Gründen als Kunstmäzen förderte, gab mit einen Anlass für Luthers Hervortreten, dessen Bedeutung als Reformer und Sprachrohr einer weit verbreiteten romfeindlichen Stimmung er und die Kurie nicht erkannten. Leo verurteilte 1520 über 40 Schriften Luthers und exkommunizierte ihn 1521. Bei seinem plötzlichen Tod hinterließ er so viele Schulden, dass nicht einmal die Kerzen zu seiner Beerdigung bezahlt werden konnten. Nach G. Schwaiger war er einer der verhängnisvollsten Päpste der Kirchengeschichte, dessen Mäzenatentum und Bautätigkeit darüber nicht hinwegtäuschen kann (vgl. Georg Schwaiger LThK² 6,950-952). ,
Denkmal im Petersdom, Statue Papst Leos X. in der römischen Kirche Santa Maria in Aracoeli,
11.12.1475,
Florenz,
1489 (14jährig) Kardinal,
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11.03.1513,
19.03.1513,
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1.12.1521,
Er verstarb plötzlich,vermutlich durch Gift, ohne die Sakramente erhalten zu haben.,
Rom,
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Papst zu Lebzeiten Martin Luthers,
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der Löwe (latein.),
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Hadrian VI.218,
Hadrian VI.,
Adriaan Florisz Boeyens,
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1522-1523,
1 Jahr 8 Monate 5 Tage,
Er wird aufgrund der Zugehörigkeit der Niederländer zur deutschen Sprachgruppe in Rom gerne als siebter deutscher Papst bezeichnet. Er stammt aus Utrecht in den Niederlanden. Er war der letzte nichtitalienische Papst bis 1978. Er war fast 20 Jahre Theologieprofessor in Löwen und wurde 1507 der Erzieher von Karl V. von Spanien und führte mit Kardinal Ximenes und ab 1516 alleine die Regierungsgeschäfte in Spanien. 1517 wurde er zum Kardinal ernannt. Aufgrund der allgemeinen Wertschätzung und seiner Position in Spanien wurde er in Abwesenheit zum Papst gewählt. Den Umbrüchen durch die Reformation versuchte er durch eine innerkirchliche Reform zu begegnen, wofür es jedoch zu spät war. Die sich immer weiter steigende Türkengefahr war ein weiterer Schwerpunkt seines Pontifikats. Seine nach den Auswüchsen seiner Vorgänger ungewohnte Sparsamkeit und finanzielle Solidität führten zu heftigen Konflikten mit der Kurie und den Römern, die durch Abneigung gegen den Ausländer noch verstärkt wurde. Mit Frankreich kam es unter Hadrian zum Bruch, weshalb er sich mit Karl V. verbünden musste und er sich am 3.8.1523 der Liga anschloss. Hadrian anerkannte die innerkirchlichen Missstände in einer Klarheit, die in der Kurie selbst auf Ablehnung stieß, konnte aber in der verfahrenen Situation und der Kürze seines Pontifikats die Eskalation der Reformation nicht mehr verhindern (vgl. R.R. Post LThK² 4,1309). ,
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2.3.1459,
Utrecht Niederlande,
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Hadrian VI. besaß eine äußerst gründliche theologische Ausbildung. Er war Professor der Theologie in Löwen 1491-1507.,
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9.1.1522,
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14.9.1523,
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Rom,
Er wurde zunächst im Petersdom, später in der deutschen Nationalkirche Santa Maria dell'Anima in Rom beigesetzt.,
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Papst zu Lebzeiten Martin Luthers,
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Bewohner von Hadria (latein.).,
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Mit einer Kirchenreform versuchte er, die Reformation in Deutschland einzudämmen, konnte aber die Durchführung des Wormser Ediktes von 1521 (Verhängung der Reichsacht über Luther unter Leo X.) nicht durchsetzen, weil der Reichstag die Entscheidung nur im Rahmen eines Konzils akzeptierte.,
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Clemens VII.219,
Clemens VII.,
Giulio de' Medici,
"Vetter v. Leo X. u. Neffe von Lorenzo il Magnifico,
illegitimer Sohn des Stadtherren Giuliano di Medici, ",
1523-1534,
10 Jahre 10 Monate 6 Tage,
Papst Clemens VII. versuchte durch Bündnispolitik mit den Franzosen die kaiserliche Einflussnahme in Italien zu verhindern, was jedoch scheiterte und schließlich sogar zum "Sacco di Roma" führte, der Einnahme und Plünderung Roms durch die kaiserlichen Truppen und der Gefangennahme des Papstes. Nachdem Karl V. ihm den Kirchenstaat zurückgegeben hatte, krönte Clemens ihn 1530 zum Kaiser. Karl V. forderte vom Papst die Einberufung eines Konzils. Dieser blockierte jedoch die Forderung nach einer Erneuerung der Kirche in einem Konzil und hat damit große Mitschuld an der weiteren Entzweiung der Konfessionen in Deutschland. Auch in der Ablösung der englischen Kirche wegen der Ehescheidung Heinrichs VIII, die schließlich 1533 zum Schisma führte, agierte er sehr unglücklich und verlor sogar die Unterstützung des englischen Episkopats (vgl. H. Lutz LThK² 2,1226). Er ist sozusagen zum Papst der europäischen Kirchenspaltung geworden. ,
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26.05.1478,
Florenz,
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18.11.1523,
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25.09.1534,
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Kirche Santa Maria sopra Minerva,
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Papst zu Lebzeiten Martin Luthers,
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der Sanftmütige (latein.),
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Paul III.220,
Paul III.,
Alessandro Farnese,
mehrere Kinder aus Kardinalszeiten,
1534-1549,
15 Jahre 28 Tage,
Paul III. aus der Familie der Farnese führte den typischen Lebensstil der Renaissance-Päpste. Aus Kardinalszeiten hatte er mehrere Kinder. Seine Familie versorgte er durch einen exzessiven Nepotismus mit zahlreichen Ämtern. Zugleich war er ein Förderer der Künste und Kultur. Unter ihm wurde Michelangelo oberster Architekt, Bildhauer und Maler des Vatikans. In Pauls Amtszeit dürfte das ""Jüngste Gericht"" entstanden sein, die Peterskirche wurde weitergebaut. Als kluger Humanist erkannte er zwar die Krisensituation der Kirche und ersann ein Reformprogramm für die Kirche, das im Kampf gegen die Häresie, Kirchenreform durch ein Konzil, Friedensbestrebungen und Abwehr der türkischen Invasionen bestand, doch scheute er vor den Konsequenzen der Durchführung für Papsttum und Kurie zurück. Das Konzil von Trient (Tridentinum) begann in seinem Pontifikat mit der 1. Sitzungsperiode (1545–1547). Papst Paul bannte Heinrich VIII. von England und verlangte seine Absetzung. 1542 wurde zur Reinerhaltung des Glaubens das sanctum officium gegründet, der auch die Inquisitionsverfahren zugeordnet wurden. Die Berufung guter Kardinäle und Förderung reformfreudiger Orden geht auf sein Konto. Paul kam nach dem Konzil mit Kaiser Karl immer stärker in Konflikt, wozu die mit Waffengewalt erzwungene Installation seines Enkels Ottavio in Urbino und seines lasterhaften Sohnes Pierluigi in Piacenca, das er dafür aus dem Kirchenstaat herauslöste, erheblich beitrug. Der Spanierfeind Pierluigi wurde ermordet und Kaiser Karl ließ Piacenca besetzen. Alle Bemühungen Pauls III. wurden durch seinen Versuch, die Familie der Farnese als mächtige Adelsfamilie zu etablieren, unterlaufen. (Vgl. G. Schwaiger, LThK² 8, 198-200) ,
Denkmal im Petersdom: An der linken Seite des Cathedra-Altares das Grabmal von Papst Paul III., der ein besonderer Schirmherr Michelangelos war.,
29.02.1468,
Canino / Rom,
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13.10.1534,
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10.11.1549,
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Rom,
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Papst zu Lebzeiten Martin Luthers,
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der Kleine (griech./latein.),
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Obwohl persönlich wenig reformfreudig, sah er die Notwendigkeit der Reform der Kirche. Infolgedessen setzte er eine Kommission eine und berief als Antwort auf die Reformation das Konzil von Trient ein. (1.Sitzungsperiode 1545-1547).,
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Julius III.221,
Julius III.,
Giovanni Maria del Monte,
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1550-1555,
5 Jahre 1 Monat 18 Tage,
Als Kardinalslegat des Papstes hatte er die erste Sitzungsperiode des Konzils von Trient am 13.12.1545 in Trient eröffnet und unter steter Betonung der päpstlichen Autorität gegenüber Konzil und Kaiser geleitet. Die Verlegung des Konzils nach Bologna, die viele negative Konsequenzen nach sich zog, hat er damals mitbetrieben. Erst nach 60 Wahlgängen und heftigem Ringen zwischen kaiserlich-spanischer Kardinalspartei und der französischen Kardinalspartei wurde er gewählt. Julius III. gilt als heiterer und kulturliebender Papst, der die Künste förderte (z.B. durch den Bau der Viilla Giulia), doch zugleich mit seinen unberechenbaren und wankelmütigen Entscheidungen oft aneckte. Die Förderung seines Adoptivneffen Innocenzo del Monte wurde bereits damals als Skandal wahrgenommen. Julius III. wollte die Einheit der Christenheit wieder erreichen und die Abwehr der Türkengefahr organisieren. Anders als Paul III. setzte er dabei anfänglich auf die Unterstützung Kaiser Karl V. Seinem Wahlversprechen entsprechend berief er eine 2. Sitzungsperiode (1551–1552) des Konzils von Trient, um die innerkirchlichen Reformen weiterzuführen. Die Ablehnung des französischen Königs Heinrich II., sich daran zu beteiligen und der zugleich einsetzende Machtverlust des Kaisers brachte Julius dazu, in eine Neutralitätspolitik einzuschwenken, die ihm Misstrauen von allen Seiten eintrug. Wegen des französisch-habsburgischen Krieges löste er am 15.4.1552 das Konzil auf und versuchte Frieden zu vermitteln, wozu er auch kirchliche Zugeständnisse zu machen bereit war und dies auch im Passauer Vertrag von 1552 umsetzen ließ. 1550 bestätigte er endgültig die Jesuiten und beförderte einige Reformen in der Kirche (vgl. G. Schwaiger, LThK² 5, 1205-1206). ,
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10.09.1487,
Rom,
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7.02.1550,
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23.03.1555,
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aus dem Geschlecht der Julier (latein.),
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Marcellus II.222,
Marcellus II.,
Marcello Cervini,
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1555,
20 Tage,
Als Kardinal war er in der Leitung des Konzils von Trient tätig. Als Gelehrter und Mentor der Farnese-Familie wurde er von Paul III. mit immer wichtigeren Ämtern betraut und konnte als wichtige Persönlichkeit der römischen Reformgruppe die innerkirchlichen Reformen voranbringen. Sein kurzes Pontifikat war zugleich der Durchbruch der Reformpartei in Rom (vgl. H. Lutz, LThK² 7, 3-4),
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16.05.1501,
Montepulciano nahe Siena,
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dem (römischen Kriegsgott) Mars geweiht (latein.),
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Paul IV.223,
Paul IV.,
Giampietro Caraffa,
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1555-1559,
4 Jahre 2 Monate 26 Tage,
Paul IV. stammte aus der Adelfamilie der Caraffa und war Neffe des Kardinals Oliviero Caraffa, dem er seinen Aufstieg an der Kurie verdankte. Er war von Reformeifer durchdrungen und zugleich von einer heftigen Abneigung gegen habsburgisch-spanische Hegemonialansprüche und die Politik Kaiser Karls V: Er war an der Kurie 1520 mit der causa Luther befasst. Als Mitbegründer des Ordens der Theatiner verzichtete er nach dem Eintritt in den Orden auf seine Pfründe. Nach dem sacco di Roma, als die Söldner Kaiser Karls Rom überfielen und ausplünderten, floh er nach Venedig, von wo aus er für die Reform der Kirche wirkte. Papst Paul III. erhob ihn 1536 zum Kardinal und berief ihn in die Reformkomission, die nach der Neuordnung der römischen Inquisition gegen häretische und schismatische Tendenzen vorgehen sollte. In Italien wurde der Protestantismus mit Gewalt ausgerottet. 79-jährig wurde er zum Papst gewählt. Die Erwartungen an ihn als Reformpapst konnte er jedoch nicht erfüllen. Mit rigoristischer Härte wirkte er im Sinne seiner Ideale gegen Missstände, versuchte die Kirchenreform voranzubringen, kämpfte gegen die Reformation und war kompromisslos bei jedem Anschein von Heräsie. Aufgrund seiner Aversion gegen die Spanier war er zeitlebens auf Seiten Frankreichs. Aufgrund seines von mittelalterlichen Ansprüchen des Papsttums getragenen Vorstellungen traute er das Konzil von Trient wenig zu und meinte, autokratisch als Papst mehr erreichen zu können. Den Augsburger Religionsfrieden lehnte Papst Paul IV. ab. Als er die Abdankung von Karl V. und die Nachfolge Ferdinands I. im Kaisertum ablehnte, zog Herzog Alba in den Kirchenstaat und erzwang einen Frieden mit dem Papst. Frankreich musste sich aus Italien zurückziehen und Paul IV. seine politischen Bande mit Frankreich lösen. Wie viele Päpste jener Zeit frönte auch Paul IV. einem ausufernden Nepotismus. Als er seinem Neffen Carlo Caraffa, der unmoralisch und skrupellos agierte, die Leitung der politischen Geschäfte übertrug, missbrauchte dieser seine Macht zu erpresserischen Umtrieben im Kirchenstaat. Kurz vor seinem Lebensende, als er von diesem Missbrauch durch seine Nepoten erfuhr, vertrieb er sie aus ihren Ämtern und starb erschüttert über den dunklen Schatten, den deren Wirken über sein Reformwerk gezogen hatten (vgl. G. Schwaiger, LThK² 8, 200-202). ,
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28.06.1476 ,
Benevento,
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asketisch, energisch, unbeugsam, rücksichtslos, ,
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23.05.1555,
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18.08.1559,
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Rom,
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der Kleine (griech./latein.),
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Pius IV.224,
Pius IV.,
Giovanni Angelo Medici,
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1559-1565,
5 Jahre 11 Monate 13 Tage,
Nach den rigorisitschen Einseitigkeiten unter seinem Vorgänger Papst Paul IV. revidierte er den Index und schränkte die Inquisition wieder ein. Das gestörte Verhältnis mit den Kaisern konnte er wieder sanieren und schloss sich politisch an Kaiser Ferdinand I. und Philipp II. von Spanien an. Zwar hat Pius IV. durch scharfes Gericht dem Caraffa-Nepotismus Einhalt geboten und zwei Hinrichtungen angeordnet, selbst jedoch protegierte er in nepotistischer Attitude seinen eigenen Neffen Karl Borromäus. Doch konnte dieser herausragende Theologe aus seiner Familie ihn im Sinne der katholischen Reform beeinflussen. Pius IV. rief zu einer Fortsetzung des Konzils von Trient und konnte das Tridentinum mit der 3. Sitzungsperiode (1561–1563) erfolgreich zu Ende bringen. Pius IV. veröffentlichte einen neuen (eingeschränkten) Index der verbotenen Schriften, bereitete den neuen Katechismus Catechismus Romanus vor und ordnete die Ablegung des Glaubensbekenntnisses nach der Professio fidei Tridentinae an, mit der die im Tridentinum gefundene gemeinsame Gestalt der Glaubenslehre des Katholizismus überall umgesetzt werden sollte. Auf Antrag von Kaiser Ferdinand I. und Herzog Albrecht V. von Bayern gewährte er für weite Bereiche des Hl. römischen Reiches deutscher Nation sowie Ungarn die Kommunion unter beiderlei Gestalten ("Laienkelch"). Die Umgestaltung von Kurie und Kirchenstaat ging nicht ohne Konflikte ab und führte sogar zu einer gescheiterten Verschwörung gegen diesen Papst. Doch begann mit diesem Papst die Umgestaltung der Kirche nach den Grundsätzen der katholischen Reform. vgl. Georg Schwaiger, LThK²,8,530-531. ,
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31.03.1499 ,
Mailand,
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1527 Medizin und Jura in Rom,
sanftmütig, ,
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Er ruht in Rom in der Basilika S. Maria degli Angeli.,
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der Fromme (latein.),
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Pius V. (Hl.)225,
Pius V. (Hl.),
Antonio Michele Ghislieri,
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1565-1572,
6 Jahre 3 Monate 28 Tage,
Pius V. war ein asketischer und radikaler Papst, der die Reform der katholischen Kirche durch das Konzil von Trient (Tridentinum) umsetzen wollte. Seine Karriere begann er in der päpstlichen Inquisition bis hin zum Großinquisitor. Nachdem er zwischenzeitlich unter Papst Pius IV. in Ungnade gefallen war, verdankte er seine Papstwahl dem überragenden Kardinal K. Borromäus. Durch die Aufnahme reformeifriger und religiös integrer Personen in das Kardinalskollegium, eifrigstem Kampf gegen den Nepotismus und einer radikalen Reform des päpstlichen Hofes konnte er die Misstände zurückdrängen. Er gründete neue Kongregationen zur Umsetzung der Reformanweisungen des Konzils von Trient und ordnete in der Gesamtkirche Visitationen und Synoden an, um die Missstände in der gesamten katholischen Kirche einzudämmen. Laxe Praxis in Fragen des Zölibats, der klösterlichen Klausur und der Residenzpflicht der Kleriker, die oft ihren seelsorgerlichen Pflichten nicht nachkamen, bekämpfte er scharf. 1567 erhob er Thomas von Aquin zum Kirchenlehrer. Am 28.2.1570 exkommunizierte er Elisabeth I. von England, konnte jedoch ihre Absetzung nicht durchsetzen, verursachte jedoch großes Leid für die englischen Katholiken. Der Sieg über die osmanische Flotte in der Seeschlacht vor Lepanto am 7.10.1571 war sein größter politischer Triumph. Er baute den Petersdom weiter und begann 1568 den Bau der Jesuitenkirche Al Gesù, womit der Übergang zur barocken Kirchenbaukunst eingeläutet war. Pius V. gilt als großer Reformpapst nach dem Tridentinum, der den Missständen in der katholischen Kirche, die mitverantwortlich waren für die Reformation, energisch entgegengetreten ist. Die Seligsprechung 1672 und die Heiligsprechung 1712 manifestieren seine Bedeutung für die katholische Kirche der Neuzeit.,
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17.01.1504,
Bosco Marengo bei Alessandria in Italien ,
1518 Dominikaner,
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7.1.1566,
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1.5.1572,
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Rom,
Er ist in der Sixtinischen Kapelle in S.Maria Maggiore in Rom begraben.,
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der Fromme (latein.),
30. Apr,
Seligsprechung 10.5.1672, Heiligsprechung 22.5.1712,
Rosenkranz,
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Gregor XIII.226,
Gregor XIII.,
Ugo Buoncompagni,
Er ernannte mehrere seiner Neffen zu Kardinälen, seinen Sohn Giacomo zum Gouverneur der Engelsburg,
1572-1585,
12 Jahre 10 Monate 28 Tage,
Papst Gregor XIII. führte 1582 den Gregorianischen Kalender ein, der den julianischen Kalender ablöste und die über die Jahrhunderte eingetretenen Zeitverschiebungen korrigierte. Da die Ostkirchen diese Kalenderreform nicht nachvollziehen wollten, gingen die Zeitpunkte für Ostern und Weihnachten in der Folgezeit zwischen Ost- und Westkirche noch weiter auseinander. ,
'Denkmal im Petersdom: am Ende des rechten Seitenschiffes,
Das von Camillo Rusconi 1723 fertiggestellte Grabmal zeigt 2 allegorische Darstellungen, die Religion und die Stärke, und unterhalb des Sarkophags den Drachen, das Wappentier der Familie.',
1.1.1502,
Bologna,
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10.04.1585,
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Rom,
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"Auf dem Quirinalshügel ließ er den Quirinalspalast als päpstlichen Sommersitz errichten. Er förderte die Studien des Klerus durch Einrichtung von Priesterseminaren, Internaten und Schulen z.B. ""Collegio Romano"", ""Universitá Gregoriana"". Er ließ innerhalb des Vatikans den ""Turm der Winde"" errichten, den 1. Vorläufer der berühmten Sternwarte",
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der Wachsame (griech. / latein.),
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Sixtus V.227,
Sixtus V.,
Felice Peretti di Montalto,
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1585-1590,
5 Jahre 4 Monate 3 Tage,
Sixtus V. führte drastische Reformen durch. Er sorgte rigoros für den Kampf gegen die Banditen, die Rom und Italien zu Beginn seines Pontifikats noch heimsuchten. Durch harte Strafen und Kopfgeldprämien für solche Banditen hat er diesen "Terrorismus" innerhalb von fünf Jahren beseitigt. Er forderte hohe Geldstrafen für Vergehen wie Ehebruch und verschiedene Lappalien, wodurch er so hohe Einnahmen erhielt, das er als Papst am Ende seiner kurzen Herrschaft als reichster Herrscher Europas gelten konnte. Das Geld wurde jedoch durch seine Nachfolger schnell wieder ausgegeben. Unter seinem Pontifikat wurde die Kuppel des Petersdoms fertig gestellt, weshalb unter der Kuppel sein Name eingemeißelt steht. Er baute Rom barock aus und wollte es zur schönsten Stadt machen. Besonders bedeutsam ist seine Reform der Kurie. In der Bulle Immensa aeterni (22.1.1588) schuf er 15 eigenständige Kardinalskongregationen, in denen gleichberechtigte Kardinäle sich mit klar abgegrenzten Zuständigkeiten trafen, um Entscheidungen des Papstes vorzubereiten. Die im Mittelalter so wichtigen Einrichtungen des Kardinalkonsistoriums und der Papstkanzlei verloren dadurch an Bedeutung. Er setzte 1586 die Zahl der Kardinäle auf 70 fest und begründete dies mit der allegorischen Auslegung der 70 Ältesten Moses auf die Kardinäle (Num 11,16). Diese Zahl hatte bis zum Konsistorium Papst Johannes XXIII 1958 Bestand, als dieser den weltkirchlichen Entwicklungen endlich entsprach und den Kardinalskreis erweiterte. Er regelte die bischöflichen Besuche in Rom neu und forderte bei diesen Besuchen "ad limina" einen Status-Bericht ein. Seine hektisch herausgebrachte Edition der Vulgata, wie sie vom Tridentinum gefordert worden war, war von so schlechter Qualität, dass sie später eingestampft werden musste. Er drängte Philipp II. von Spanien zum Kampf gegen England, was diesen in den Untergang der Armada und Spanien langfristig zum Bedeutungsverlust führte, Im theologisch wesentlichen Gnadenstreit jener Zeit vermied Sixtus jegliche Positionierung (vgl. G. Schwaiger LThK² 9, 811-812). ,
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13.12.1521,
Grottammare in der Provinz Ancona,
OFMConv. 1566 General u. Bischof, 1570 Kardinal, 1571 bis 1577 Bisch. von Fermo,
Er wurde neunjährig in das Minoritenkloster Montalto aufgenommen und im Orden erzogen.,
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24.03.1585,
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27.08.1590,
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Rom,
Rom S.Maria Maggiore,
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Philipp II. v. Spanien im Kampf gegen England (Untergang der spanischen Armada),
Heinrich IV. von Frankreich,
Sixtus war einer der gewaltigsten Bauherren unter den Päpsten. Er wollte Rom zur schönsten Stadt Europas u. zum rel. Mittelpunkt der Welt machen. Durch ihn vernehmlich entstand ein neues barockes Rom. Sixtus errichtete die Vatikanische Druckerei, unter Sixtus V. wurde der 25,5 m hohe Obelisk von Heliopolis (er wurde 37 n.Chr. nach Rom gebracht) von Demenico Fontana und 900 Arbeitern am 18.09.1586 aufgestellt. Er ließ 1589 den Querbau im Belvederehof fertigstellen, wo sich heute der große Lesesaal der Biblioteca Apostolica befindet.,
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Sixtus = der Sechste (latein.) bzw. Xystus = der Geglättete (griech.),
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Urban VII.228,
Urban VII.,
Giovanni Battista Castagna,
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1590,
12 Tage,
Papst Urban VII. führte das zweitkürzeste Pontifikat der Geschichte (12 Tage) bei Berücksichtigung von Stephan II. (752). Er ließ ein Verzeichnis der ärmsten Familien aufstellen und kümmerte sich um die Armenvorsorge. ,
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04.08.1521,
Rom,
1553-1573 EB von Rossano, 1583 Kardinal,
studierte Recht, hoher Funktionär der Apostolischen Signatura,
gütig, fromm, sanftmütig, wohltätig,,
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Malaria,
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der Städter (latein.),
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Gregor XIV.229,
Gregor XIV.,
Niccolò Sfondrati,
,
1590-1591,
10 Monate 11 Tage,
Der Papst war mit Karl Borromäus und Filippo Neri befreundet. Aufgrund seiner kränklichen Natur überließ der politisch unerfahrene Papst vieles dem Kardinal aus seiner Familie P.E. Sfondrati. Verbündet mit den Spaniern unter König Philipp II. unterstützte er die "Heilige Liga" der französischen Katholiken mit Geld und Truppen und bannte Heinrich IV. von Frankreich erneut, was in die Sackgasse führte (vgl. G. Schweiger, LThK² 4, 1190). ,
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11.02.1535 ,
Somma in der Lombardei,
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5.12.1590,
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16.10.1591,
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Rom Grabmal im Petersdom,
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der Wachsame (griech. / latein.),
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Innozenz IX.230,
Innozenz IX.,
Giovanni Antonio Facchinetti,
,
1591,
2 Monate 1 Tag,
Er war nach juristischen Studien im Dienst von Kardinal Alessandro Farnese, des späteren Papstes Paul III. Als Nuntius in Venedig (1566-1575) warb er für die Türkenliga von Paul V., 1576 wurde er lateinischer Patriarch von Jerusalem, 1583 Kardinal. Aufgrund der übergroßen Einflussnahme von König Philipp II. von Spanien (vgl. BBKL http://www.bautz.de/bbkl/p/PhilippIIa.shtml) wollten die Kardinäle mit der Wahl des todkranken Innozenz IX. Zeit gewinnen, um sich nach einem absehbar kurzen Pontifikat neu orientieren zu können (vgl. G. Schwaiger LThK² 5,692). ,
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20.07.1519 ,
Bologna,
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29.10.1591,
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30.12.1591,
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der Unschuldige (latein.).,
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Clemens VIII.231,
Clemens VIII.,
Ippolito Aldobrandini,
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1592-1605,
13 Jahre 1 Monat 5 Tage,
Er war vorher als Jurist in der Rota und in der Signatur tätig. Trotz seiner persönlichen Frömmigkeit führte seine Repräsentationssucht zu übergroßen finanziellen Belastungen für die Kurie. Er verteilte die Ämter nach der nepotistischen Unsitte jener Zeit an Mitglieder seiner Familie. Politisch gelangen ihm zahlreiche Vermittlungs- und Friedenserfolge, weshalb sein Pontifikat als ein politisch höchst erfolgreiches gilt. Theologisch hat er jedoch im schwelenden Gnadenstreit nicht entschieden und die Reformen des tridentinischen Konzils nicht engagiert weitergeführt. Während seines Pontifikats wurde Giordano Bruno hingerichtet (vgl. K. Eder, LThK² 2,1226-1227). ,
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24.02.1536 ,
Fano,
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30.1.1592,
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5.3.1605,
Er verstarb plötzlich während einer Sitzung des Inquisitionsgerichts an einem Gehirnschlag.,
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der Sanftmütige (latein.),
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Leo XI.232,
Leo XI.,
Alessandro Ottaviano de' Medici,
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1605,
26 Tage,
Papst Leo XI. war unter den Vorgängerpäpsten Gesandter des Großherzogs Cosimo de Medici an der Kurie und später Legat in Frankreich, wo er gegen die Hugenotten wirkte und den Frieden zu Spanien herzustellen mithalf. Unter französischem Einfluss wurde er auch gewählt, konnte jedoch wegen eines Reitunfalls nur kurz wirken. Er gewährte Kaiser Rudolf II. eine große finanzielle Unterstützung in der Verteidigung vor den Türken (vgl. G. Schwaiger LThK²6,952). ,
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2.6.1535,
Florenz,
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1.4.1605,
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27.4.1605,
Er verstarb wenige Tage nach einem Sturz vom Pferd, auf dem Weg zu seiner Krönung im Lateranspalast.,
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der Löwe (latein.),
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Paul V.233,
Paul V.,
Camillo Borghese,
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1605-1621,
15 Jahre 8 Monate 12 Tage,
Papst Paul V. wurde als Konkurrent der großen Kardinäle R. Bellarmin und C. Baronius gewählt. Die katholische Gegenreformation und Durchführung der Tridentinischen Beschlüsse waren ihm ein großes Anliegen. Im Gnadenstreit zwischen Jesuiten und Dominikanern weigerte er sich eine nicht mögliche Entscheidung zu fällen, hob die von papst Clemens VIII eingesetzte Kongregation zur Überwachung des Gnadenstreits über das Verständnis der göttlichen Gnade auf und unterband die weitere Fortführung dieses "Gnadenstreits". Im ersten Prozess gegen Galileo Galilei wurde das kopernikanische Weltbild verurteilt. Er kümmerte sich um eine Verbesserung von Verwaltung und Infrastruktur (z.B. der Wasserversorgung Roms) und konnte den Bau des Petersdoms vollenden. Seine Verwandten unterstützte er nepotistisch und begründete damit den Reichtum der Familie der Borghese. Im 30jährigen Krieg unterstützte er Kaiser Ferdinand II. und die Liga geleitet von Maximilian I. von Bayern mit großen Hilfsgeldern. Die nationalstaatlichen Entwicklungen gegen die im Mittealter aufgebauten Ansprüche des Papsttums nahm er nicht intensiv genug war, so dass er in große Konflikte mit den politischen Mächten geriet. Er belegte die ganze Republik Venedig mit dem Interdikt und den Senat mit dem Bann, als man dort ein nationalkirchliches System aufbauen wollte. Doch hatte er keinen Erfolg, Jesuiten, Theatiner und Kapuziner wurden aus Venedig ausgewiesen. Durch Vermittlung von Frankreich und Spanien konnte ein Kompromiss mit größten Zugeständnissen des Papstes herbeigeführt werden. "Es war das letztemal, daß ein Papst gg. einen großen Staat ma. Hoheitsansprüche mit schärfsten Maßnahmen durchzusetzen versuchte" (G. Schwaiger LThK² 8, 202-203:202).,
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17.9.1552 ,
Rom,
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16.5.1605,
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28. 01.1621,
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Rom,
Rom Basillika S. Maria Maggiore,
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der Kleine (griech./latein.),
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Gregor XV.234,
Gregor XV.,
Alessandro Ludovisi,
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1621-1623,
2 Jahre 4 Monate 29 Tage,
Der Papst ließ wegen seines Alters und angeschlagenen Gesundheitszustandes die Amtsgeschäfte von Kardinal Ludovico Ludovisi führen, der dem Pontifikat seinen Stempel aufdrücken konnte. Innerkirchliche Reform und gegenreformatorische Aktion wurden von ihm gefördert. 1622 errichtete er die Sacra Congregatio Propaganda Fidei, die heutige Glaubenskongregation. Für die Unterstützung schenkte Maximilian I. von Bayern dem Papst die Bibliotheca Palatina. Im frz. spanischen Konflikt war Gregor streng auf Neutralität bedacht. Er regelte in zwei Bullen die Papstwahl neu und erhob Ignatius von Loyola, Franz Xaver, Filippo Neri und Theresa von Avila zu Heiligen (vgl. D. Albrecht, LThK² 4,1190). ,
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9.1.1554,
Bologna,
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9.2.1621,
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8.7.1623,
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Rom S.Ignazio,
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der Wachsame (griech. / latein.),
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Urban VIII.235,
Urban VIII.,
Maffeo Barberini,
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1623-1644,
20 Jahre 11 Monate 23 Tage,
Während des Pontikats von Papst Urban VIII. waren die schwersten Zeiten des 30-jährigen Krieges. Während seine Vorgänger noch intensiv finanziell mit Geld und Truppen eingegriffen hatten, ließ er zunächst keine fremden Truppen mehr unterstützen, weshalb auch die päpstl. Truppen von französischen Truppen aus dem Veltlin vertireben wruden. Zwischen Frankreich und Spanien konnte er durch Legaten vermitteln und 1626 einen Friedensschluss erreichen. Urban VIII. verurteilt 1633 Galileo Galilei und zwingt ihn zum Widerruf und führt den päpstlichen Nepotismus zur schlimmsten Eskalation. 1626 konnte Urban VIII. den Petersdom einweihen (vgl. A. Kraus LThK² 10, 547-548). ,
Denkmal im Petersdom an der rechten Seite des Cathedra-Altares.,
5.4.1568,
Florenz,
1604 EB von Nazareth u. Nuntius in Paris, 1606 Kardinal,
1608-17 Bischof v. Spoleto,
1611-14 Legat von Bologna,
Jesuitenschule,
Doktor des Kirchenrechts,
Er gilt als Dichter und Freund der Wissenschaft, war jedoch auch sehr selbstbewusst, autoritär, prachtliebend und freigebig.,
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6. 08.1623,
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29.07.1644,
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beigesetzt in St. Peter,
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"Papst Urban VIII. hat den Bronzebaldachin, ein Jugendwerk Berninis anfertigen lassen, um die ""Leere"" unter der Kuppel auszufüllen. Für die Herstellung wurden wahrscheinlich aus der Decke der Vorhalle des Pantheons die bronzenen Kassetten eingeschmolzen, was den berühmten Satz zur Folge hatte: ""Quod non fecerunt barbari fecerunt Barberini"" d.h. ""Was die Barbaren nicht schafften, das schafften die Barberini.""",
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der Städter (latein.),
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Wappen mit 3 Bienen,
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Innozenz X.236,
Innozenz X.,
Giovanni Battista Pamfili,
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1644-1655,
10 Jahre 3 Monate 23 Tage,
Er wurde als Nuntius in Spanien am 30.8.1627 in pectore (ohne Veröffentlichung des Namens) vom Papst zum Kardinal erhoben, am 19. 11. 1629 öffentlich genannt. Der französische Einspruch gegen seine Wahl kam zu spät an: nach 37 Tage Konklave war er bereits gewählt worden. Im französisch-spanischen Konflikt versuchte er eine vermittelnde Rolle einzunehmen. Trotz angespannter Finanzen unterstütze er Venedig und Polen gegen die türkische Bedrohung. Unter seinem Pontifikat wurde die Innenausstattung des Petersdoms vollendet und die Lateranbasilika renoviert. Die Villa Pamphili und den Bernini-Brunnen auf der Piazza Navona gehen auf ihn zurück (vgl. B. Sutter LThK² 5,692-693). ,
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7.5.1574 ,
Rom,
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15.9.1644,
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7.1.1655,
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Sant 'Agnese, Rom,
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der Unschuldige (latein.).,
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Alexander VII.237,
Alexander VII.,
Fabio Chigi,
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1655-1667,
12 Jahre 1 Monat 15 Tage,
Er nahm als Nuntius in Köln 1639-51 an den Verhandlungen des Westfälischen Friedens in Münster und Osnabrück teil, protestierte jedoch gegen die dort den Protestanten gemachten Zugeständnisse, ohne dass dies von den politischen Mächten noch groß ernst genommen worden wäre. Als Kardinal von Papst Innozenz X. mit den Staatsgeschäften betraut kämpfte er gegen den Jansenismus. Als vermeintlicher Gegner des Nepotismus zum Papst gewählt erlag er jedoch den Versuchungen der päpstlichen Macht alsbald und versorgte seine Verwandtschaft mit einträglichen Ämtern in Rom. Aufgrund eines Konflikts der päpstlichen Leibwache und dem Gefolge des frz. Botschafters, bei der es auf frz. Seite Tote gab, kam es zu Verstimmungen zwischen Frankreich und dem Vatikan, zur Konfiskation päpstlicher Besitzungen in Frankreich (Avignon) und Ausweisung des Nuntius. Der Papst war mit Spanien verbündet und weigerte sich die Ablösung Portugals anzuerkennen. Er gilt als großer Kunstfreund und Mäzen, was in der von ihm gegründeten Bibliothek Chigi in der Vatikanischen Bibliothek und den wichtigen Berninibauten (Kolonaden, Cathedra Petri) ablesbar ist. Theologisch nahm unter seinem Pontifikat die Kongregation für die Glaubenslehre zugunsten der jesuitischen Chinamission und ihrer Akkomodationstheorie Stellung, was ihn im Ritenstreit auszeichnet. Letztendlich ist aber wegen der Ablehnung der Akkomodation durch die Päpste die Chinamission der Jesuiten doch gescheitert. Wichtige Weichenstellungen gegen den Jansenismus gehen auf Alexander VII. zurück (vgl. K. Repgen LThK² 1,318). ,
"Denkmal im Petersdom: Im linken Querschiff ein künstlerisch sehr bedeutendes Grabmal von Papst Alexander VII.. Es ist das letzte Werk Berninis. Es zeigt das Skelett und die Klessidra, die unterhalb des drapierten roten Tuches zu sehen sind, versinnbildlichen die Vergänglichkeit der Zeit und ide Unausweichlichkeit des Todes. Auf der rechten Seite steht die Religion, die mit ihrem Fuß auf der Weltkugel England zudeckt,
denn der Papst hatte vergeblich versucht, einen Konflikt religiöser Natur mit der anglikanischen Kirche beizulegen. Kollonaden,;",
13.02.1599 ,
Siena,
"1628 in päpstl. Dienst,
1629 Vizelegat in Ferrara, 1635 Inquisator auf Malta,
1639 Nuntius in Köln,
1643 außerordentlicher Nuntius als Vermittler für den westfälischen Frieden,
1651 Staatssekretär,
1652 Kardinal;",
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7.4.1655,
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22.5.1667,
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St. Peter,
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Unter Papst Alexander VII. wurde von Bernini zwischen 1656 und 1667 der Petersplatz angelegt. Der Cathedra-Altar entstand 1666 unter Papst Alexander VII..,
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Der Wehrmann (griech.),
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Clemens IX.238,
Clemens IX.,
Giulio Rospigliosi,
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1667-1669,
2 Jahre 5 Monate 19 Tage,
Papst Clemens IX. bemühte sich um einen Friedensschluss zwischen Spanien und Frankreich in Aachen (2.5.1668) und konnte nach der Anerkennung der Selbständigkeit Portugals durch Spanien die portugiesische Kirche reorganisieren. Eine französisch-päpstliche Streitmacht nach Kreta, die der Papst zustande gebracht hatte, konnte den Verlust der Insel nicht verhindern. Er brach mit dem Nepotismus seiner Vorgänger (vgl. A. Cornaro, LThK² 2, 1227). ,
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27.1.1600 ,
Pistoia,
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20.6.1667,
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9.12.1669,
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der Sanftmütige (latein.),
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Clemens X.239,
Clemens X.,
Emilio Altieri,
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1670-1676,
6 Jahre 2 Monate 23 Tage,
Clemens X. wählte sich wegen seines hohen Alters Kardinal Paluzzi degli Albertoni als Gehilfen, dessen Diplomatie jedoch die Beziehungen zu Frankreich verschlechterte. Polen unterstützte der Papst in seinem Befreiungskrieg gegen die osmanische Bedrohung (vgl. A. Cornaro LThK² 2, 1227).,
Denkmal im Petersdom,
13.07.1590 ,
Rom,
1626/27 Bischof von Camerino, Nuntius in Neapel und Polen, 1669 Kardinal,
Juristisches Studium in Rom,
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Er wurde nach einem über 4 Monate langen Konklave gewählt.,
29.4.1670,
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22.7.1676,
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der Sanftmütige (latein.),
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Innozenz XI.240,
Innozenz XI.,
Benedetto Odescalchi,
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1676-1689,
12 Jahre 10 Monate 22 Tage,
Er hat sich in der Hungersnot in Ferrara als Freund der Armen gezeigt. 1670 im Konklave war er durch den Einspruch Frankreichs gescheitert. Persönlich integer brachte er als Papst die Verwaltung in Ordnung, verteidigte die päpstlichen Rechtsansprüche gegen Übergriffe. Die schon traditionellen Konflikte mit dem frz. Königshaus bestanden weiter fort, was vor allem der Abwehr der Türken schadete. Trotz frz. Intrigen gegen das Kaiserhaus gelang dem Papst ein Bündnis des polnischen Königs Johann Sobieski mit Kaiser Leopold I, was zum Sieg über die osmanische Armee vor Wien führte. Innozenz XI. "ist der größte Papst seines Jh., einer der edelsten aller Päpste" (G. Schwaiger LThK² 5, 693-695).,
Denkmal im Petersdom,
19.05.1611 ,
Como,
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21.9.1676,
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12.08.1689,
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Rom,
Petersdom,
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der Unschuldige (latein.).,
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1956 Seligsprechung durch Papst Pius XII.,
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Alexander VIII.241,
Alexander VIII.,
Pietro Ottoboni,
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1689-1691,
1 Jahr 3 Monate 26 Tage,
Für die Vatikanische Bibliothek kaufte er große Teile der Bibliothek Christines v. Schweden auf. Mit ihm begann die Annäherung an Frankreich und die Distanzierung vom Kaiser (vgl. K. Repgen, LThK² 1,318-319). ,
Denkmal im Petersdom,
22.04.1610,
Venedig,
1630-1638 Sekretär des Dekans der Rota (Jurist),1652 einflussreicher Kardinal,
1654-64 Bischof v. Brescia, seitdem venezian. Kardinalprotektor in Rom,
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6.10.1689,
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1.2.1691,
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St. Peter,
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Der Wehrmann (griech.),
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Innozenz XII.242,
Innozenz XII.,
Antonio Pignatelli,
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1691-1700,
9 Jahre 2 Monate 15 Tage,
Innozenz XII. wurde nach fast halbjährlichem Konklave und schweren Unruhen in Rom in einem Kompromiss von frz. und spanisch-kaiserlicher Partei gewählt. Durch eine Konstitution, die alle Kardinale beschwören mussten, versuchte er den Nepotismus und Ämterschacher in der Kirche einzudämmen und reformierte Orden und Hierarchie. Den Streit mit Frankreich konnte er beilegen und die vielen vakanten Bistümer dort besetzen. Er opponierte gegen Quietismus und Jansenismus und bereitete die Entscheidungen gegen die jesuitische Praxis im sog. Ritenstreit mit vor (vgl. G. Schwaiger LThK² 5,695).,
Denkmal im Petersdom,
13.03.1615,
Spinazzola in Apulien,
1652 Nuntius in Florenz, 1660 Warschau, 1668 Wien, 1672 Bischof von Lecce, 1681 Kardinal, Bischof von Faenza, Legat Bologna, 1687 Erzbischof Neapel,
,
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dauerte fast ein halbes Jahr,
12.7.1691,
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27.9.1700,
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der Unschuldige (latein.).,
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Clemens XI.243,
Clemens XI.,
Giovanni Francesco Albani,
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1700-1721,
20 Jahre 3 Monate 24 Tage,
Er gilt als fromm, gelehrt und pflichtbewusst, war jedoch den politischen Schwierigkeiten nicht gewachsen. Den spanischen Erbfolgekrieg konnte er nicht verhindern. Er geriet als Herr des Kirchenstaates in kriegerische Auseinandersetzungen mit dem Kaiser Karl III. und musste im Frieden vom 15.1.1709 Karl III. als König von Spanien anerkennen, was ihn mit Philipp V. entzweite. Er entschied in Bullen gegen den Jansenismus und opponierte gegen die Jesuiten (vgl. A. Cornaro LThK² 2,1227-1228).,
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22.07.1649,
Urbino ,
1687 Brevensekretär, 1690 Kardinal,
,
gelehrt, fromm, pflichteifrig, liebenswürdig, frei von Nepotismus, aber den Schwierigkeiten seiner Zeit nicht gewachsen.,
Er nahm die Wahl erst nach starkem Widerstreben an.,
23.11.1700,
,
,
19.03.1721,
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Rom,
Rom unter dem Fußboden des Chors der Peterskirche,
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der Sanftmütige (latein.),
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,
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,
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Innozenz XIII.244,
Innozenz XIII.,
Michelangelo dei Conti,
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1721-1724,
2 Jahre 9 Monate 25 Tage,
Innozenz XIII. suchte nach dem konfliktreichen Pontifikat von Clemens XI. friedlichen Ausgleich mit den politischen Mächten. Er opponierte im Ritenstreit gegen die Jesuiten (vgl. G. Schwaiger LThK² 5,695-696).,
,
13.05.1655,
Poli im Latium,
1695 Titular-EB von Tarsus, Nuntius in Luzern, 1698 in Lissabon, 1706 Kardinal, 1709 Bischof von Osimo, 1712 Viterbo,
,
,
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8.5.1721,
,
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7.3.1724,
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der Unschuldige (latein.).,
,
,
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Benedikt XIII.245,
Benedikt XIII.,
Pietro Francesco Orsini,
,
1724-1730,
5 Jahre 8 Monate 23 Tage,
Er kämpfte erfolgreich gegen die Strömung des Jansenismus. Für die übergroße Kompromissbereitschaft im Konkordat mit Piemont wegen des Friedens mit Sardinien und Sizilien wird er kritisiert. Innerkirchlich katastrophal war sein blindes Vertrauen in den habgierigen Kardinal N. Coscia, der der römischen Bevölkerung aufgrund seiner Geldgier verhasst war (vgl. dazu ausführlich: Judith Ostermann, COSCIA, Niccoló in: BBKL XXVII (2007) 285-292, http://www.bautz.de/bbkl/c/coscia n.shtml). Dieser musste nach dem Tod des Papstes aus Rom fliehen. ,
,
2.2.1649 ,
Gravina in Apulien,
1667 OP, 1672 Kardinal, 1675 Erzbischof von Manfredonia, 1680 Bischof von Cesena, 1686 Erzbischof von Benevent.,
,
scheute klare Entscheidungen, politisch zu kompromißbereit.,
Er wurde mit 75 Jahren zum Papst gewählt. Er nahm die Wahl aus Gehorsam an, trug jedoch weiterhin die Mönchskutte und behielt seine klösterlichen Gewohnheiten bei.,
29.05.1724,
04.06.1724,
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21.02.1730,
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Rom,
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,
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der Gesegnete (latein.).,
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,
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0,
,
Clemens XII.246,
Clemens XII.,
Lorenzo Corsini,
,
1730-1740,
9 Jahre 6 Monate 24 Tage,
Er regelte am 5.10.1732 durch die Const. Apostolatus officium das Konklave (Papstwahl) und beschränkte dabei die Rechte der Kardinäle während der Sedisvakanz. Die unter Benedikt XIII. eingerissenen Missbräuche stellte er ab. Den habgierigen Kardinal N. Coscia (vgl. dazu ausführlich: Judith Ostermann, COSCIA, Niccoló in: BBKL XXVII (2007) 285-292, http://www.bautz.de/bbkl/c/coscia n.shtml) bestrafte er. Zu seiner Zeit wurde die Fassade der Lateransbasilika vollendet. Die Vereinigungsbemühungen mit den orientalischen Kirchen im Libanon (Maroniten) förderte er sehr (vgl. H. Raab LThK² 2, 1228-1229). ,
,
16.04.1652,
Florenz,
1690 Titularerzbischof von Nikomedia, 1691 Nuntius in Wien, 1706 Kardinal,
Studium in Pisa, Florenz und Rom,
,
Bereits in den vorhergehenden Konklaven als möglicher Kandidat betrachtet wurde er 1730 schon 78 Jahre alt und fast blind nach einem langen und schwierigen Konklave zum Papst gewählt.,
1730,
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Rom im inneren der Lateransbasilika,
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Fassade von S. Giovanni in Laterano, Corsinikapelle, Einrichtung des Kapitolinischen Museums,
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der Sanftmütige (latein.),
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Benedikt XIV.247,
Benedikt XIV.,
Prospero Lorenzo Lambertini,
,
1740-1758,
17 Jahre 8 Monate 16 Tage,
Papst Benedikt XIV überarbeitete die Gesetzgebung der Kirche und reorganisierte viele Bereiche (vgl. P. Mikat LThK² 2, 177-178).,
,
31.03.1675 ,
Bologna,
seit 1701 an der Kurie, 1727 Erzbischof von Ancona, 1726 Kardinal (Publikation 1728) , 1731 Erzbischof von Bologna, ,
,
persönlich bescheiden und fromm und mildtätig,,
,
17.08.1740,
,
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3.5.1758,
,
Rom,
,
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,
Er unterstützte die Gründung ausländischer Kulturakademien, baute Bibliotheken aus, hob das Aufführungsverbot über die römischen Theater auf und reformierte die Universitäten. Auch die Fertigstellung des Trevi-Brunnens, die Renovierung antiker Bauwerke und die Trockenlegung der Pontinische Sümpfe gehen auf seine Anweisung zurück.,
Durch seine kanonistischen Schriften wurde er zum Begründer der Kirchenrechtsgeschichte und hatte großen Einfluss auf die Kirchenrechtspraxis, insbesondere durch 'De servorum Dei beatificatione et beatorum canonisatione' (4 Bde [Bol 1734-38]) und sein Hauptwerk 'De Synodo dioecesana' (Rom 1755).,
,
der Gesegnete (latein.).,
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,
,
,
,
Die von ihm eingeleitete Reform erstreckte sich u.a. auf Liturgie, Bußpraxis, Ehe (Benedictina), Ordenswesen, Reorganisation der Kuriualbehörden, Herausgabe eines neuen Index.,
,
Clemens XIII.248,
Clemens XIII.,
Carlo della Torre Rezzonico,
,
1758-1769,
10 Jahre 6 Monate 27 Tage,
Seine Wahl kam nach der Wahrnehmung des Ausschließungsrechts des frz. Kardinals P. d'Albert de Luynes gegen Kardinal Cavalchini zustande. Die Unterdrückung der Jesuiten in frz. beeinflussten Staaten konnte Clemens XIII. nicht verhindern, ebenso die staatskirchlichen Übergriffe und nationale Bestrebungen in den Kirchen Frankreichs und Deutschlands nicht wirklich eindämmen (vgl. H. Raab LThK² 2,1229).,
Denkmal im Petersdom im rechten Seitenschiff,
Auf dem Sarkophag (nach dem Vorbild der berninischen Grabmäler von Antonio Canova geschaffen) sieht man die Statue des knienden Papstes und ihm zur Seite zwei allegorische Figuren: die Religion, die ein Kreuz in der Hand hält, und der Geist des Todes, der die Fackel des Lebens auslöscht.,
7.03.1693,
Venedig,
1737 Kardinal, 1743 Bischof von Padua, ,
Studium in Bologna, Padua und Rom,
,
,
06.07.1758,
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2.2.1769,
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der Sanftmütige (latein.),
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Clemens XIV.249,
Clemens XIV.,
Lorenzo Ganganelli,
,
1769-1774,
5 Jahre 4 Monate 3 Tage,
Er wurde in der Erwartung gewählt, dass er den Jesuitenorden auflösen werde, was er nach langem Streit erst am 21.7.1773 im Breve Dominus ac Redemptor Noster anordnete. Diese Maßnahme steht wie das ganze Pontifikat unter dem Einfluss der staatskirchlichen Auseinandersetzungen (vgl. H. Raab LThK² 2,1229-1230). ,
,
31.10.1705,
Sant´Arcangelo bei Rimini,
1723 Minorit, 1746 Konsultor des Hl. Offiziums, 1759 Kardinal,,
,
liebenswürdig, fromm, mildtätig, theol. Wissen, ,
,
19.05.1769,
,
,
22.09.1774,
Er verstarb auf so mysteriöse Weise, dass man von Gift sprach, und die Schuld den Jesuiten zugeschoben wurde.,
Rom,
,
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Das Museo Pio Clementino entstand unter Papst Clemens XIV. und Papst Pius VI. Es sollte die bedeutendsten griechischen und römischen Kunstwerke des Vatikans aufnehmen.,
,
,
der Sanftmütige (latein.),
,
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Pius VI.250,
Pius VI.,
Giovanni Angelo Conte Braschi,
,
1775-1799,
24 Jahre 7 Monate 14 Tage,
Das viertlängste Pontifikat der Geschichte (8961 Tage) war von politischen Umstürzen nach der französischen Revolution und den staatskirchlichen Übergriffen auf die Religion geprägt. Er galt als Jesuitenfreund und unterstützte das Weiterbestehen des Jesuitenordens in Preußen und Weißrussland. Durch eine Reise nach Wien im Jahr 1782 versuchte er die staatskirchlichen Reformen unter Joseph II. in Österreich abzuwenden, was ihm jedoch trotz freundlichen Empfangs letztendlich misslang. Theologisch stand er in Auseinandersetzung mit den episkopalistischen Bestrebungen der deutschen Bischöfe und den destruktiven Folgen der frz. Revolution auf Theologie und Kirchenorganisation. Napoleon I. vereinnahmte große Teile des Kirchenstaates für Frankreich und bewirkte 1798 sogar ein vorläufiges Ende des Kirchenstaates. 1796 wurde Papst Pius VI. von den französischen Besetzern zunächst verbannt, 1798 80jährig nach Frankreich deportiert, wo er auch starb. Sein Leichnam konnte erst 1802 nach Rom überführt werden. Trotz Prachtentfaltung gilt sein Pontifikat als "Martyrium des Papsttums in der Neuzeit" (vgl. H. Raab LThK² 8,532-533). ,
,
25.12.1717,
Cesena in der Romagna,
,
,
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15.02.1775,
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29.08.1799,
,
Valence,
Rom Krypta des Petersdoms in der Cappella Clementina.,
,
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"Die vergoldeten Stuckverzierungen an der Decke der Basilika ließ Pius VI. 1780 anfertigen. Museo Pio Clementino;",
,
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der Fromme (latein.),
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Pius VII.251,
Pius VII.,
Barnabà (Gregorio) Chiaramonti,
,
1800-1823,
23 Jahre 5 Monate 6 Tage,
Pius VII. war Benediktiner (OSB). Sein Pontifikat war das bisher sechstlängste Pontifikat der Geschichte (8559 Tage). Politisch gedemütigt und von Napoleon inhaftiert ging er aus dem Konflikt mit Napoleon jedoch als moralischer Sieger,
hervor. "P., dem es vor allem um die rel. Fragen ging, war durch seine Verständigungsbereitschaft u. Humanität u. durch seine von benediktin. Diskretion gemäßigte Energie gerade der Papst, den die Kirche brauchte, um die Probleme einer in völliger Umwandlung begriffenen Welt zu lösen." (R. Aubert, LThK²,9,533-535:535).,
Denkmal im Petersdom,
14.04.1742,
Cesena (Romagna),
,
,
,
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14.03.1800,
21.03.1800,
,
20.08.1823,
,
Rom,
Krypta des Petersdoms in der Cappella Clementina,
,
,
Gründer des Museo Chiaramonti, Galeria Lapidaria, Pinakothek, Braccio Nuovo (enthält römische Statuen und Kopien aus der Römerzeit nach griechischen Originalen),
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der Fromme (latein.),
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G:/ROM/2006/Tag3 Samstag/DSC 3453.JPG
Leo XII.252,
Leo XII.,
Annibale Sermattei della Genga,
,
1823-1829,
5 Jahre 4 Monate 13 Tage,
Gegen den "liberalen" Kurs von Kardinalstaatssekretär Consalvi wurde unter dem persönlich milden Papst Leo die härtere Gangart der Partei der "Zelanti" durchgesetzt, was im Kirchenstaat zu repressiveren Methoden führte, die den Papst verhasst machten. Er führte zahlreiche Verbesserungen in der Kurie ein und konnte viele Ortskirchen reorganisieren (vor allem in Lateinamerika nach der Lösung von Spanien und Portugal). Er förderte Künste, Akademien und Bibliotheken und die Mission im Orient und in der Diaspora (vgl. G. Schwaiger LThK² 6,952-953). ,
Denkmal im Petersdom,
22.08.1760,
im Genga-Schloß in der Provinz von Ancona,
,
,
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28.09.1823,
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10.02.1829,
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der Löwe (latein.),
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Pius VIII.253,
Pius VIII.,
Francesco Saverio Castiglioni,
,
1829-1830,
1 Jahr 7 Monate 30 Tage,
Bereits im Konklave 1823 war er Hauptgegenkandidat von Papst Leo XII. Bereits kränklich wurde er als Vertreter der gemäßigten Richtung wahrgenommen, milderte auch im Kirchenstaat das Polizeiregime und erließ wirtschaftlich und sozial kompetente Anordnungen (vgl. R. Aubert LThK² 8,535-536). ,
Denkmal im Petersdom,
20.11.1761,
Cingoli in den Marken,
1816 Kardinal und Bischof von Cesena, 1821 Bischof von Frascati, 1822 Präfekt der Indexkongregation,
Studien im Kirchenrecht in Bologna,
,
,
31.03.1829,
,
,
30.11.1830,
,
Rom,
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der Fromme (latein./griech.),
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G:/ROM/2006/Tag3 Samstag/DSC 3457.JPG
Gregor XVI.254,
Gregor XVI.,
Bartolomeo Alberto Cappellari, Fra Mauro (OSBCam),
,
1831-1846,
15 Jahre 3 Monate 30 Tage,
Er ist der bislang letzte Papst, der zum Zeitpunkt seiner Wahl kein Bischof war. Liberale Theologen wurden hart gemaßregelt, Gewissens- und Pressefreiheit als Irrtümer des Liberalismus gegeisselt. Er gilt auch kirchenpolitisch als reaktionärer Verteidiger des Kirchenstaates, dessen desolate politische und wirtschaftliche Situation er trotzt dringender Empfehlungen der damaligen Großmächte zu reformieren versäumte. Er hat einen Aufstand im Vatikan mit Hilfe von österreichischen Truppen beendet, wobei er hart gegen die Aufrührer vorgehen ließ (vgl. G. Schweiger LThK² 4,1190-1192) . ,
Denkmal im Petersdom,
18.09.1765,
Belluno,
,
,
,
,
02.02.1831,
6.02.1831,
,
1.6.1846,
,
Rom,
,
,
,
Gründer des etruskischen u. des Ägyptischen Museums im Vatikan sowie des Museo Gregoriano Profano mit Kunst der Römerzeit und Kopien griechischer Werke und römischer Skulpturen vom I. - III. Jahrhundert nach Christus.,
Enzyklika "Mirari vos" (5.8.1832), in der er vermeintliche Irrtümer des Liberalismus geisselte.,
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G:/ROM/2006/Tag2 Freitag/St.PaulvdM/Hans St.Paul (307).JPG
Pius IX. (Sl.)255,
Pius IX. (Sl.),
Giovanni Maria Mastai-Ferretti,
,
1846-1878,
31 Jahre 6 Monate 25 Tage,
Papst Pius IX führte das bisher längste Pontifikat der Geschichte (11559 Tage). Mit der Durchführung des Ersten Vatikanischen Konzils 1869–1870 brachte er die theologischen Ansprüche des Papsttums mit der Erklärung der Unfehlbarkeit bei Entscheidungen "ex cathedra" zur Geltung. 1870 wurde der Kirchenstaat von Italien annektiert, als die Soldaten der Schutzmacht Frankreich wegen des deutsch-französischen Krieges aus Rom abgezogen wurden. Er war somit der letzte "Papa Re"" (Papst-König), der zugleich mit dem Petrusamt eine weltliche Herrschaft über den Kirchenstaat ausübte. Die Päpste zogen sich daher aus Protest in die Isolation im Vatikan zurück.,
Denkmal oberhalb der Petrusfigur im Petersdom,
13.05.1792 ,
Senigallia in den Marken,
,
,
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,
16.06.1846,
21.06.1846,
,
7.02.1878,
,
Rom/Vatikan,
Er wurde in der römischen Kirche San Lorenzo bestattet.,
,
,
Pius IX. gründete das Museo Pio Cristiano, das Statuen, Sarkophage und Schriften sowie verschiedene Fundstücke aus den Katakomben vom VI. Jahrhundert enthält. Die Statue des guten Hirten ist eines der ersten bedeutenden Werke christlicher Kunst.,
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der Fromme (latein.),
7.02.,
03.09.2000 Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II.,
,
,
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,
Leo XIII.256,
Leo XIII.,
Vincenzo Gioacchino Pecci,
,
1878-1903,
25 Jahre 5 Monate,
Er erlebte das drittlängste Pontifikat der Geschichte (9280 Tage). Er veröffentlichte einige Enzykliken, vor allem zur sozialen Frage und entwickelte die katholische Soziallehre mit der Enzyklika ""Rerum novarum" weiter. Daher galt er als „Arbeiterpapst“ und erhielt den Beinamen „der Soziale“. ,
,
2.3.1810 ,
Carpineto bei Anagni im Latium,
,
,
,
Er wurde von einem nur knapp 2 Tage dauernden Konklave gewählt.,
20.03.1878,
3.03.1878 Sixtinische Kapelle,
,
20.07.1903,
,
Rom,
,
,
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,
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der Löwe (latein.),
,
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Pius X. (Hl.)257,
Pius X. (Hl.),
Giuseppe Melchiore Sarto,
,
1903-1914,
11 Jahre 16 Tage,
Er ist der bisher letzte Papst, der offiziell heilig gesprochen wurde. Er gilt als ""konservativer Reformpapst", der vor allem im Antimodernisteneid versuchte, den sog. "Modernismus" zurückzudrängen. Er hat jedoch vereinzelt die Verwendung der Volkssprache in der Eucharistiefeier gestattet. ,
Denkmal im Petersdom, Altar im Petersdom,
2. Juni 1835 ,
Riese bei Treviso,
1858 Priesterweihe, Kaplan in Tombolo und Priester in Salzano in der Diözese Treviso, danach Kanzler in der bischöflichen Kurie, 1884 Bischof von Mantua, 1893 von Leo XIII. zum Kardinalpatriarchen von Venedig erhoben. ,
,
,
,
04.08.1903,
09. Aug 1903,
,
20.08.1914,
,
Rom,
Pius X. ruht in einem Glassarg im Petersdom, das Gesicht durch eine Metallmaske verdeckt,
entgegen der bisherigen Tradition wurde sein Leichnam auf eigenen Wunsch nicht einbalsamiert.,
,
,
,
Pius X. verfasste einen neuen Kodex des Kanonischen Rechts und verfügte die periodische Veröffentlichung der "Acta Apostolicae Sedis" als offiziellem Publikationsorgan der Päpste, in der die päpstlichen Gesetze und Anordnungen abgedruckt werden.,
,
der Fromme (latein.),
21. August ,
Seligsprechung 3 Juni 1951, Heiligsprechung 29. Mai 1954 Seligsprechung, 1954 Heiligsprechung,
,
Patron der Esperantisten, des Päpstlichen Werkes des Heiligen Kindheit,
,
,
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G:/Altötting Jugendwallfahrt 2006/DSC 1928.JPG
Benedikt XV.258,
Benedikt XV.,
Giacomo della Chiesa,
,
1914-1922,
7 Jahre 4 Monate 19 Tage,
Er gilt als Friedens- und Reformpapst, wobei sein Pontifikat nur ein Intermezzo zwischen konservativeren "Pius-Päpsten" darstellt. François Jankowiak, Benoît XV, in: Dictionnaire Historique de la Papauté, 1994, 219-224. ,
Denkmal im Petersdom: In der mittleren Kapelle des linken Seitenschiffes befindet sich das Denkmal von Papst Benedikt XV. von Pietro Canonica. Der Papst bittet kniend um Gnade für die Kriegsgräuel, die im Relief des Sockels dargestellt sind.,
21.11.1854 ,
Genova Pegli bei Genua,
1878 Priesterweihe, diplomatische Laufbahn in der Akademie der adligen Kirchenangehörigen, Sekretär von Mariano Rampolla, seinerzeit Nuntius din Spanien, 1907 Erzbischof von Bologna und 1914 Kardinal, ,
Doktor des Zivilrechts an der Universität von Genua, Studien am Collegio apranica und an der Gregorianischen Universität von Reom,
,
,
03.09.1914,
Die Krönung erfolgte kriegsbedingt in aller Eile in der Sixtinischen Kapelle.,
,
22.01.1922,
Er verstarb an bronchialer Lungenentzündung.,
Rom,
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der Gesegnete (latein.).,
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Pius XI.259,
Pius XI.,
Achille Ambrogio Damiano Ratti,
,
1922-1939,
17 Jahre 4 Tage,
Vor seiner Papstwahl war er als stiller Gelehrter und Alpinist bekannt geworden: "seine Besteigung der Dufourspitze des Monte Rosa (1889) fand ihren literarischen Niederschlag in seinen Scritti alpinistici und machte ihn berühmt." (August Franzen, Kleine Kirchengeschichte, Freiburg i. Br 1965, 363) Am 11. Februar 1929 schloss er mit Benito Mussolini die Lateranverträge ab, durch welche die Vatikanstadt die Unabhängigkeit erlangte und die politische Isolation des Papsttums nach dem Verlust des Kirchenstaates im 19. Jahrhundert langsam ein Ende fand.,
Denkmal im Petersdom,
31.05.1857,
Desio bei Mailand,
1879 Priesterweihe, 1907 Präfekt in der Biblioteca Ambrosiana in Mailand, 1911 Vizepräfekt der Vatikanischen Bibliothek in Rom und 1914 deren Präfekt, 1918 Apostolischer Visitator und dann Nuntius in Polen und Litauen. Erzbischof von Mailand und später Kardinal.,
Studium in Mailand und Rom mit Schwerpunkten Kirchenrecht und Philosophie.,
kultiviert und gelehrt,
Im Konklave des Jahres 1922 wurde er im 14. Durchgang gewählt.,
06.02.1922,
12.02.1922,
,
10.02.1939,
,
Rom,
,
,
,
Er kümmerte sich persönlich um Details der baulichen Neugestaltung des Vatikanstaates und des päpstl. Sommersitzes in Castel Gandolfo. Er unterstützte den Bau der großen Basilika in Lisieux. Die Pinakothek ist eine Gründung Papst Pius XI. (Neuordnung der von Pius VI. begonnenen und seinen Nachfolgern weitergeführten Gemäldesammlung wurde im Jahr 1931 fertiggestellt. Einweihung des Museo Missionario Etnologico im Jahre 1926 durch Papst Pius XI. ,
Im Juni 1929 veröffentlicht Pius XI. mit dem CIC (Corpus Iuris Canonici) ein neu kodifiziertes Kirchenrecht, die dem Papst die volle gesetzgebende, ausübende und richterliche Gewalt zuspricht.,
,
der Fromme (latein.),
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"nahm Heiligsprechungen vor, u.a. Albertus Magnus, Thomas Morus, Petrus Canisius, Konrad von Parzham und Don Bosco. Hervorzuheben ist seine starke Verehrung der Hl. Thérèse Martin (""vom Kinde Jesu"",
) und die Einrichtung des Christkönigsfestes.",
,
Pius XII.260,
Pius XII.,
Eugenio Maria Giuseppe Giovanni Pacelli,
,
1939-1958,
19 Jahre 7 Monate 7 Tage,
Er war wichtigster Mitarbeiter von Kardinal Gasparri bei der Kodifizierung des Codex Iuris Canonici (Kirchenrechtsreform) von 1917. Im Jahr 1950 verkündete er das Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Er verwendete großzügig die neuen Medien Radio und Fernsehen. Er zelebrierte 1950 ein Heiliges und 1954 ein Marienjahr mit einem außergewöhnlichen Zustrom von Pilgern. Im 2. Weltkrieg organisierte er ein breit gefächertes Programm humanitärer Hilfeleistungen für alle Bedürftigen: Juden, Gegner totalitärer Regimes und nach Ende des 2. Weltkrieges für Deutsche. Er kämpfte mit Eifer gegen den Marxismus. Der Dramatiker Hochhuth machte ihm später zum Vorwurf, in der Nazizeit zu wenig klar gegen die Nazis Stellung bezogen zu haben. Andererseits ist belegt, dass er viele römische Juden durch seine Vermittlung retten konnte. Die geschichtliche Aufarbeitung dieses Themas ist durch die Öffnung der vatikanischen Archive noch im Gange. ,
Denkmal im Petersdom,
2.3.1876,
Rom,
1899 Priesterweihe, 1917 - 1929 Nuntius in Deutschland, 1929 Kardinal, 1930 Staatssekretär.,
Studium an der Gregorianischen Universität, am Collegio Capranica und Sant` Apollinare. Er unterrichtete Völkerrecht.,
,
Das Konklave wählte ihn, an seinem 63. Geburtstag, im 3. Durchgang zum Papst. ,
02.03.1939,
12.03.1939,
,
09.10.1958,
,
Castel Gandolfo,
Er wurde in der Krypta des Petersdoms bestattet.,
,
,
Anordnung der Ausgrabungen im Untergrund der Petersbasilika durch die Archäologin Guarducci.,
Er unterzeichnete als Kardinal 1933 die Konkordate mit Österreich und Nazi-Deutschland. Veröffentlichung wichtiger Enzykliken z.B. 1943 "Mystici corporis" zur Kirche und "Divino afflante spiritu" zur Erneuerung der Bibelwissenschaft, 1947 "Mediator Dei" zur Dringlichkeit einer Liturgischen Reform, für die er die ersten Schritte unternahm, und 1950 die "Humani generis", mit der die katholische Soziallehre weiterentwickelt wurde. ,
,
der Fromme (latein.),
,
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,
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Johannes XXIII. (Sl.)261,
Johannes XXIII. (Sl.),
Angelo Giuseppe Roncalli,
,
1958-1963,
4 Jahre 7 Monate 6 Tage,
Hohe Anerkennung auch in der nichtchristlichen Welt erwarb er sich durch seinen Einsatz für die Juden Bulgariens als päpstlicher Nuntius während des zweiten Weltkrieges. Als Papst fasste er den einsamen Entschluss zur Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils, das von 1962-1965 in Rom stattfand. In der Rede, in der er das Konzil vor den Kardinälen ankündigte, erweckte er mit dem Begriff des "aggiornamento" eine neue Hoffnung für eine ganze Generation von Katholiken. In vielen seiner Maßnahmen zeigte er sich als durchaus konservativ. Er wurde im Volksmund "il Papa buono" ("der gute Papst") genannt. Er starb noch während des Konzils, das sein Nachfolger fortsetzte und vollendete. ,
Das Grabmal von Papst Johannes XXIII in den vatikanischen Grotten ist ein Werk des Bildhauers Emilio Greco.,
25.11.1881 ,
Sotto il Monte Provinz Bergamo,
10.8..1904 Priester, 1905 Sekretär v. Bisch. G.Radini-Tedeschi,
studierte 1899-1901 Theologie in Bergamo, 1901-1904 in Rom, 1904 Dr.theol., Prof. am Seminar in Bergamo,,
,
Er wurde beim 12. Durchgang zum Papst gewählt.,
28.10.1958,
04.11.1958,
,
03.06.1963,
Tumor,
Rom/Vatikanstadt,
Sein mumifizierter Leichnam ist in einem gläsernen Sarg im Petersdom aufgebahrt.,
,
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Gott ist gnädig (hebr.),
3. Juni ,
03.09.2000,
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,
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Paul VI.262,
Paul VI.,
Giovanni Battista Enrico Antonio Maria Montini,
,
1963-1978,
15 Jahre 1 Monat 21 Tage,
Er führte das Zweite Vatikanische Konzil weiter und brachte es am 8.12.1965 zum Abschluss. Beim Einzug zum Konzil wird Papst Paul VI. noch auf der Sedia Gestatoria getragen. Er sprach sich entschieden gegen Empfängnisverhütung aus, gegen Ehescheidung, Abtreibung und für das Zölibat der Priester. Seine weitere Amtszeit war geprägt von innerkirchlichen Auseinandersetzungen um die Verwirklichung des Konzils. Er setzte tief greifende Reformen der Römischen Kurie um, arbeitete an der Aussöhnung mit der Orthodoxie und einem besonderen Eintreten für Frieden und eine gerechte Sozialordnung in der Welt. 1975 rief er ein Heiliges Jahr als Jahr der Versöhnung aus. ,
,
26.09.1897,
Concesio bei Brescia,
Priesterweihe 29.05.1920, zum Erzbischof von Mailand konsekriert am 12.12.1954, zum Kardinal erhoben am 15.12.1958,
Nach der Priesterweihe trat er in das Päpstliche Staatssekretariat ein. Als enger Mitarbeiter Pius XII. wurde er 1952 Pro-Staatssekretär für die ordentlichen Angelegenheiten der Kirche.,
,
Im Jahre 1963 wählte ihn das Konklave im 5. Durchgang zum Papst. Mit 80 Kardinälen war es damals das zahlenmäßig stärkste Konklave der Geschichte.,
21.06.1963,
30.06.1963,
,
06.08.1978,
,
Castel Gandolfo,
Rom vatikanische Grotten (einfaches Erdgrab),
,
,
1973 Gründer des Wagenmuseums, gründete innerhalb des Vatikans das Museum für religiöse und moderne Kunst und finanzierte den Bau des berühmten Nervi-Saales für die Papstaudienzen.,
Paul VI. verfasste 7 Enzykliken, von denen die Sozialenzyklika ""Populorum Progressio"" 1967 herausragt. ,
Ein Zeichen der Öffnung des Papsttums zur Welt waren die 9 Reisen Paul VI. in alle fünf Erdteile.,
der Kleine (griech./latein.),
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"Abschaffung des Papstthrons,
Paul VI. war der letzte Papst der eine Tiara besaß, die er zugunsten armer Menschen verschenkte. Die nachfolgenden Päpste verzichteten auf eine Krönung. Am 13. 11. 64 legt Paul VI. die Tiara ab und “schenkt sie den Armen der Welt.” (von dem New Yorker Kardinal Francis Spellman für die amerikanischen Katholiken ersteigert. Der Erlös geht Menschen in Not zu. Die Tiara wird in der Kathedrale in Washington aufbewahrt). ,
,
,
Johannes Paul I.263,
Johannes Paul I.,
Albino Luciani,
Sohn einer sozialistischen Arbeiterfamilie,
1978,
33 Tage,
Johannes Paul I. starb bereits 33 Tage nach der Wahl. Als erster Papst gab er sich einen Doppelnamen, um seine Verehrung für die Vorgänger Johannes XXIII. und Paul VI. Ausdruck zu geben. Wegen seiner gewinnenden Art wurde er als " lächelnder Papst" bezeichnet (vgl. Alberto Luciani, Mein Vermächtnis, aus dem Ital. übersetzt von Helmut Machowetz und Gerhard Trenkler, Graz/Wien/Köln 1986). ,
,
17.10.1912,
Canale d´Agordo bei Belluno,
Priesterweihe 7.7.1935, zum Bischof von Vittorio Veneto ernannt am 15.12.1958, konsekriert am 27.12.1958, Von Paul VI. als Patriarch nach Venedig berufen am 15.12.1969 und am 15.03.1973 zum Kardinal ernannt.,
,
,
Er wurde am 1. Wahltag im 3. Durchgang gewählt.,
26.08.1978,
03.09.1978,
,
28.09.78,
Herzinfarkt,
Rom/Vatikan,
Krypta im Petersdom,
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I: Gott ist gnädig (hebr.) P: der Kleine (griech.),
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Johannes Paul II.264,
Johannes Paul II.,
Karol Józef Wojtyla,
"Seine Mutter Emilia arbeitete zeitweise als Näherin und sein Vater Karol, ein sehr frommer Mann, der in der polnischen Armee diente,
14 Jahre älterer Bruder Edmund, Schwester Olga gestorben kurz nach ihrer Geburt,
Karol jun. war ihr 3. Kind - mit 20 Jahren hat Karol seine ganze Familie verloren.",
1978-2005,
26 Jahre 5 Monate 17 Tage,
Johannes Paul II. führte das zweitlängste Pontifikat der Geschichte (9665 Tage) und war als erster polnischer und erster nichtitalienischer Papst seit Hadrian VI. (1523) eine herausragende Persönlichkeit. Er war maßgeblich am Ende des Kommunismus in den östlichen Ländern Europas beteiligt. Seine Solidarität mit den Befreiungsbewegungen (Gewerkschaft Solidarnosc in Polen) bestärkte und ermutigte die Polnischen Dissidenten. Bei Polenbesuchen unterstützte er die Polen bei ihrem friedlichen Befreiungsversuch vom Kommunismus. Innerkirchlich drängte er die Befreiungstheologie in Lateinamerika zurück, wobei sein antikommunistischer Ansatz die dortigen kommunistischen Tendenzen in der Theologie wohl überbewertete, und achtete auf die Verwirklichung der Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils, an dem er selbst teilgenommen hatte. Am 13. 05.2981 um 17.19 Uhr, kurz bevor die Generalaudienz auf dem Petersplatz begann, wurde Johannes Paul II. von 3 Pistolenschüssen durch den Türken Ali Agca schwer verletzt. 1983 traf der Papst den Attentäter im römischen Gefängnis Rebibbia, wobei er ihm seine Vergebung erneut versicherte. 2000 rief er ein Heiliges Jahr als Jahr der Versöhnung aus. Er starb nach langem Ertragen seiner Parkinsonkrankheit am 2. April 2005. Seine letzten Worte an die zahlreichen Jugendlichen auf dem Petersplatz schrieb er auf einem Blatt Papier, da er nicht mehr in der Lage war zu sprechen: "Ich habe euch gesucht, und ihr seid nun gekommen. Und ich danke euch."" ,
,
18.05.1920,
Wadowice/Polen,
Priesterweihe 1.11.1946, zum Titularbischof von Ombi und Weihbischof in Krakau am 4.7.1958 ernannt, konsekriert am 28.09.1958, zum Erzbischof von Krakau ernannt am 13.01.1964, zum Kardinal erhoben am 26.06.1967,
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Im 2. Konklave von 1978 wurde er im 8. Wahlgang gewählt. Als erster Pole und seit 1523 als erster Nichtitaliener wurde er zum Papst gewählt.,
16.10.1978,
22.10.1978,
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02.04.2005,
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Rom/Vatikanstadt,
Rom ,
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Er veröffentlichte die bisher umfangreichste Sammlung päpstlicher Dokumente, einschl. 14 Enzykliken. ,
"Papst Johannes Paul II. unternahm 104 Reisen, die ihn in 129 Länder führten. Auf die Frage, warum er so viel reise, antwortete er: ""Ich bin der Nachfolger Petri, aber auch der des heiligen Paulus, der stets in der Welt unterwegs war, um seinem Apostelamt nachzukommen.""",
I: Gott ist gnädig (hebr.) P: der Kleine (griech.),
02. Apr,
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"Seine Verbundenheit mit Maria kommt in seinem Wappen zum Ausdruck (es zeigt ein großes M) und in seinem Wahlspruch ""Totus Tuus"".",
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477 Heilig- und 1318 Seligsprechungen u.a. Maximilian Maria Kolbe, Pater Pio, Josemaría Excriva, Edith Stein…,
Benedikt XVI.265,
Benedikt XVI.,
Joseph Alois Ratzinger,
3. Kind eines Polizeibeamten,
2005-,
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Er gilt als erster "deutscher" Papst seit dem Niederländer Hadrian VI. aus Utrecht (1523). Früh führte sein Intellekt zu einer Stellung als Professor für Theologie. Für diese Phase wurde sein Einsatz als peritus für Kardinal auf dem II. Vatikanischen Konzil von großer Bedeutung, als er theologische Weichenstellungen mitformulieren konnte. Zum Bischof bestellt wurde er von Johannes Paul II. sehr schnell als theologischer Fachmann an den Vatikan geholt, um dort als Leiter der Kongregation für die Glaubenslehre die undankbare Aufgabe der Lehraufsicht über die Theologie und die religiösen Strömungen auszuüben. Die umfangreichste Zeit seines Lebens verbrachte er in dieser Funktion in Rom und prägte eine Generation der Theologie und Glaubensdisziplin. In dieser Zeit entwickelte sich sein "Image" vor allem in der deutschen Kirche zu dem eines harten Aufsehers, der keine neuen Entwicklungen zulasse. In den letzten Lebensjahren des Papstes Johannes Paul II. wurde er zum wichtigsten Vertrauten des Papstes. Bei der Predigt zu seiner Beerdigung beeindruckte er die Öffentlichkeit und die kirchlichen Würdenträger durch klare Worte, in denen er den Zeitgeist kritisierte. Sein hohes Alter von 78 Jahren hinderte die Kardinäle nicht, ihn sehr schnell zum Papst zu wählen. Damit wurde Kontinuität in der obersten Kirchenleitung hergestellt und zugleich nach dem langen und umwälzenden Pontifikat von Johannes Paul II. die Möglichkeit einer langsamen Neuorientierung gegeben. Auf dem Weltjugendtag in Köln führte Benedikt das neu entwickelte Engagement der Päpste für die Jugend fort. Benedikt ist es ein großes Anliegen, Europa als Schwerpunkt der christlichen Evangelisierung wieder neu zu entdecken. In seinem Pontifikat hat er schon klare Signale erkennen lassen: Aufruf zur realistischen Begrenzung der Vernunft und neue Bezugsetzung von Vernunft und Glaube, kritische Anfrage diesbezüglich an den Islam (mit heftiger Auseinandersetzung nach der "Regensburger Rede" während seines Deutschlandbesuchs), Pflege des Dialogs mit den Ostkirchen insbesondere während seines Türkeibesuchs, Neuentdeckung eines nachkritischen Jesusbildes als theologische Antwort auf die angebliche Krise der exegetischen Jesusforschung (Franz Böhmisch). ,
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16.04.1927 (8.30),
Marktl am Inn/Bayern,
Übernahme wichtiger Ämter in der deutschen Bischofskonferenz und in der internationalen theologischen Kommission,
1962 theologischer Berater beim 2. Vatikanischen Konzil,
28.05.1977 Bischofsweihe, Erzbischof von München und Freising durch Paul VI., 27.06.1977 Kardinal, 1981 stellte in Johannes Paul II. an die Spitze der Kongregation für die Glaubenslehre.,
Priesterweihe am 29.06.1951. Lehrstühle in Bonn, Münster, Tübingen und Regensburg. ,
Ihm wird die Fähigkeit des Zuhörens nachgesagt.,
Am 19.April wurde er im 4.Wahlgang des Konklave, das etwas mehr als 24 Stunden dauerte, gewählt.,
19.04.2005,
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Zahllose Schriften als Theologieprofessor. "Einführung in das Christentum" als weit verbreitetes Standardwerk. Habilitationsschrift über Bonaventura prägt seine Theologie auch später grundlegend. Seine erste Enzyklika "Deus caritas est" stellte die Liebe in ihren verschiedenen Ausdrucksformen als Kern des Christentums in besonderer Weise heraus - und passt damit gut in die augustinische Grundrichtung dieses Papstes.,
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der Gesegnete (latein.).,
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"Papst Benedikt XVI. ersetzte im Wappen die Tiara durch eine einfachere Mitra, allerdings mit drei Ringen. Auf seinem Wappen steht das Motto ""Mitarbeiter der Wahrheit"".",
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Papst Benedikt XVI. ersetzte im Wappen die Tiara durch eine einfachere Mitra, allerdings mit drei Ringen. Er erhielt den Fischerring, der ihn als Nachfolger des Fischers Petrus ausweist.,
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